Was bedeutet Fenstereinbau nach RAL?

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Der Fenstereinbau nach RAL bezeichnet einen Qualitätsstandard, der bei der Montage moderner Fensterelemente eingehalten werden sollte. Dahinter steht das RAL Deutsches Institut für Gütersicherung und Kennzeichnung e.V. Der Hintergrund des Standards ist einfach: Moderne Fenster erfüllen besonders strenge Kriterien, beispielsweise in Punkto Wärmeschutz, Schallschutz, Dichtheit oder Einbruchschutz. Diese kommen allerding nur dann richtig zum Tragen, wenn die Fenster auch fachgerecht montiert sind.

Eine Schwachstelle ist die Fuge, die zwischen Fenster und Mauerwerk besteht. Diese Anschlussfuge muss nach den Anforderungen des Fenstereinbaus nach RAL luftundurchlässig und dauerhaft dicht gegenüber Schlagregen sein. Es darf sich in der Fuge kein Tauwasser bilden. Zudem muss die Anschlussfuge alle Veränderungen aufnehmen können, die durch das Arbeiten der Fenstermaterialien entstehen können. Dieses Arbeiten kann durch Temperaturschwankungen hervorgerufen werden. Eine weitere Anforderung des Fenstereinbaus nach RAL ist die sehr gute Standfestigkeit des Fensterelements durch eine entsprechende Befestigung.

Fenstertausch © Kadmy, fotolia.com
Fenstertausch © Kadmy, fotolia.com

Die Verankerung im Fensterausschnitt wird beim Fenstereinbau nach RAL in aller Regel mit Mauerankern, Rahmendübeln und Fensterwinkeln vorgenommen. Für die Abdichtung haben sich spezielle Multifunktionsdichtbänder etabliert, die in etwa der Dicke der Fensterelemente entsprechen und sich nach dem Einbau in der Anschlussfuge ausdehnen. So wird die Anschlussfuge dicht verschlossen. Eine Alternative bildet eine Kombination aus Dichtbändern und PU-Schaum. Am Fensterelement werden vor dem Einbau Dichtbänder aufgeklebt, die die Anschlussfugen nach außen und zur Raumseite abdichten. Der Zwischenraum wird mit PU-Schaum ausgeschäumt. Die Monteure verkleben die Dichtbänder nach dem Ausschäumen mit dem Mauerwerk.

Fenster Wandanschluss © Kneer-Südfenster
Fenster Wandanschluss, Abdichtung durch PU-Schaum © Kneer-Südfenster

Bei dieser Methode ist es wichtig, dass die Dichtbänder für die Außen- und Innenseite nicht verwechselt werden. Denn das Dichtband für die Außenseite ist diffusionsoffen, um mögliche Feuchtigkeit aus der Fuge abzuführen. Das innere Dichtband ist nicht Diffusionsoffen, um zu verhindern, dass warme Raumluft aus den beheizten Innenräumen in die Anschlussfuge gelangen kann. Die in der warmen Raumluft enthaltene Feuchtigkeit würde sonst in der kühleren Anschlussfuge kondensieren. Die Multifunktionsdichtbänder sind so konzipiert, dass sie die Funktionen der beiden Dichtbänder ebenfalls gewährleisten.

Durch den Fenstereinbau nach RAL werden Wärmeverluste über die Anschlussfuge vermieden. Von entscheidender Bedeutung ist die Abdichtung allerdings auch für den Schallschutz.

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