Terassenüberdachung Kosten

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Kosten Terassenüberdachungdach: Eine Investition mit Mehrwert

Das Thema Kosten muss bei einer Terrassenüberdachung genauso differenziert gesehen werden, wie bei jeder anderen größeren baulichen Maßnahme, die im Zuge einer Modernisierung, Sanierung oder bei einem Ausbau realisiert wird. Am Anfang verlangt sie eine entsprechende Investition, die allerdings direkt auf den Wohn- und Nutzwert des Eigenheims einzahlt. Grundsätzlich gilt sowohl „Billig geht immer“ als auch „Nach oben sind keine Grenzen gesetzt“.

Terrassendach © SOLARLUX Aluminium Systeme GmbH
Hochwertiges Terrassendach mit seitlichen Glaselementen © SOLARLUX Aluminium Systeme GmbH

Einmal investieren – lange Freude haben

Wie bei einem Haus sollte bei der Entscheidung für die Terrassenüberdachung die Nutzungsdauer mit betrachtet werden. Das Terrassendach ist keine Sache für nur einen Sommer. Eine hochwertige Überdachung aus einem robusten Material kann und sollte über Jahrzehnte hinweg ihre Funktion optimal erfüllen. Unter diesem Gesichtspunkt relativiert sich dann ein leicht höherer Preis, wenn statt feuerverzinktem Stahl Edelstahl oder statt Holz auf Aluminium gesetzt wird.

Auch Pflege- und Wartungsaufwand im Blick behalten

Durch die richtige Materialwahl könne auch die Kosten gering gehalten werden, die in der Folge durch die Pflege und Wartung des Terrassendachs entstehen. Wer nur einmal bauen und danach möglichst wenig Aufwand mit seiner Terrassenüberdachung haben möchte, sollte auf sehr dauerhafte Konstruktionsmaterialien wie Aluminium oder Stahl setzen. Holz hat zwar eine natürliche Ausstrahlung, bedarf allerdings auch in jedem Jahr einer gewissen Pflege. Das ist in Ordnung, sollte allerdings vor der Entscheidung klar sein. Bei den Materialien für die Abdeckung stehen Glas oder Dachziegel für dauerhaft bleibende Werte. Bitumen und Kunststoff sind hingegen vergleichsweise günstig in der Anschaffung und machen unter Umständen den Bau des Terrassendachs erst möglich, wenn auf die Kosten geachtet werden muss.

Terrassendach aus Holz © savoieleysse, fotolia.com
Terrassendach aus Holz erfordert erhöhten Pflegeaufwand © savoieleysse, fotolia.com

Wertsteigerung für die Immobilie

Neben der Betrachtung der Baukosten, die für die Terrassenüberdachung anfallen, sollten die Eigenheimbesitzer auch die Wertsteigerung sehen, die ihre Immobilie durch eine solche Überdachung erfährt. Das Terrassendach ist ein echter Mehrwert, steigert den Wohnkomfort und verbessert die Nutzbarkeit der Terrasse im Winter. All dies sind Vorteile, die bleiben. Eine entsprechend hochwertige Terrassenüberdachung ist damit gleichzeitig immer eine Investition in die eigene Immobilie, die sich auszahlt, sollte einmal ein Verkauf anstehen.

Terrassendach © MASSON-WAWER Wintergarten GmbH
Terrassendach mit robuster Konstruktion © MASSON-WAWER Wintergarten GmbH

Terrassendach Preise: Die Faktoren für den Preis eines Terrassendaches

Recherchiert man im Internet, ist die Preisspanne für Terrassenüberdachungen immens. Es gibt bereits Produkte für wenige hundert Euro, die mittlere Preiskategorie liegt bei 1.500 bis 2.500 Euro und schließlich gibt es Terrassendächer, die 5.000 Euro und mehr kosten. Bei einem individuell geplanten Projekte inklusive Montage durch einen Fachbetrieb kann es sogar ganz erheblich mehr sein. Einen einheitlichen Preis festzulegen, was eine Terrassenüberdachung kosten darf, ist daher nicht möglich. Es lassen sich lediglich die Faktoren betrachten, die die Kosten beeinflussen und die im Vorfeld bei der Planung abgewogen werden sollten.

Faktor 1: Das Material

Bereits das Material entscheidet mit, wie teuer die Terrassenüberdachung wird.

Bei den Konstruktionsmaterialien ist die Rangfolge von günstig bis teuer wie folgt:

  • Holz: Das natürliche Material ist bereits preisgünstig zu haben, wobei es natürlich große Unterschiede bei der Holzqualität gibt. Ein edles Hartholz ist teuer. Für die Terrassenüberdachung kommen meist allerdings vergleichsweise günstige Hölzer wie Fichte und Tanne sowie Kesseldruckimprägniertes Holz zum Einsatz. Das Konstruktionsmaterial Holz verursacht im Anschluss dabei den größten Pflege- und Instandhaltungsaufwand.
  • Aluminium: Das leichte Metall ist in Bausätzen ebenfalls vergleichsweise günstig zu haben. Es bietet eine sehr hohe Dauerhaftigkeit bei sehr geringem Pflegeaufwand, was auf lange Sicht von Vorteil ist.
  • Stahl: Eine Konstruktion aus Stahl ist immer eine maßgeschneiderte Lösung, die von einem Fachmann gebaut werden muss. Das spiegelt sich natürlich im Preis wider. Vor allem auch dann, wenn anstelle von feuerverzinktem Stahl Edelstahl zum Einsatz kommt.

Bei den Materialien für die Abdeckung ist die Rangfolge:

  • Bitumen: Günstig und dauerhaft dicht – es verwundert nicht, wieso Bitumen bei den meisten Gartenhäusern als Dachabdeckung eingesetzt wird. Auch bei einer Terrassenüberdachung kann das Material seine Stärken ausspielen, bleibt gestalterisch allerdings hinter anderen Lösungen zurück.
  • Kunststoff: Moderne transparente Kunststoffe sind mit Sicherheit keine Billiglösung, allerdings in der Anschaffung deutlich günstiger als Glas. In der Form von der gewellten bis zur Stegplatte bietet sich eine breite Angebotsvielfalt für jeden Anspruch.
  • Dachziegel: Ein gedecktes Dach hat seinen optischen Reiz, allerdings auch seinen Preis. Ist die Investition kein Problem, lässt sich über den Einsatz derselben Ziegel wie beim Hausdach eine hohe Harmonie schaffen.
  • Glas: Glas als Abdeckung ist sicherlich die teuerste, gleichzeitig aber auch die edelste und werthaltigste Variante. Eingesetzt werden können nur spezielle Sicherheitsgläser, die in besonderer Weise vor Glasbruch gefeit sind.

Faktor 2: Die Größe

Es klingt Banal, aber auch die Größe ist natürlich ein wichtiger Faktor für den Preis. Soll eine sehr große Terrasse überdacht werden steigt auch der Materialbedarf. Dies kann sich, gerade bei der Wahl hochwertiger und teurer Materialien für die Konstruktion und die Abdeckung schnell aufsummieren.

Faktor 3: Bausatz oder Individualität

Die günstigste Variante, eine Terrassenüberdachung zu bauen, ist, einen fertigen Bausatz zu verwenden. In diesem Fall werden in der Regel sogar alle Verbindungsmaterialien mitgekauft. Bausatz bedeutet allerdings auch, dass man an bestimmte Standardmaße gebunden ist. Soll die Überdachung genau auf die jeweilige Terrasse abgestimmt sein, ist schnell eine individuelle Planung notwendig, was die Sache verteuert.

Faktor 4: Eigenleistung oder Montage gefragt?

Schon seit langem gilt: Nicht das Material, sondern die Arbeitsstunde ist das eigentlich teure. Wer den Aufbau seiner Terrassenüberdachung selbst übernimmt, kann kräftig sparen. Allerdings ist dazu einiges an handwerklichem Geschick und an Fachkenntnis notwendig. Wer lieber auf die Fähigkeiten ausgebildeter Handwerker setzen möchte, sollte die Montage der Terrassenüberdachung einem Fachbetrieb überlassen. So erhält er ein optimales Arbeitsergebnis, muss pro Quadratmeter überdachter Fläche allerdings bis zu hundert Euro Mehrkosten einplanen – wenn nicht sogar mehr.

Faktor 5: Vorgelagerte Arbeiten

Nicht nur die Terrassenüberdachung an sich, sondern auch die Vorbereitung des Baugrunds muss mit in die Kostenbetrachtung einbezogen werden. Wird für die Verankerung am Boden beispielsweise ein Streifenfundament von 80 Zentimetern Tiefe, 30 Zentimetern Breite und 4 Metern Länge gegossen, hat es ein Volumen von rund einem Kubikmeter. Das bedeutet, dass rund 1.000 Liter Beton benötigt werden. Bei 20 Litern, die ein herkömmlicher Betonsack mit 40 Kilogramm Füllmenge ergibt, werden somit bereits 50 Sack Beton benötigt. Auch die vorgelagerten Arbeiten verursachen damit Kosten, die sich leicht aufsummieren.

Faktor 6: Die richtige Beschattung

Besteht die Überdachung aus einem transparenten Material, wird eine zusätzliche Beschattung benötigt. Auch hierbei sind die Möglichkeiten vielfältig. Den größten Komfort bietet eine außenliegende Markise, die motorisiert und mit einer automatischen Steuerung versehen ist. Ein solches System verlangt leicht eine Investition im niedrigen vierstelligen Bereich. Auch diese Kosten sollten bereits vor dem Bau bedacht und mit eingeplant werden.

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