Wintergarten Klimatisierung

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Im Sommer kühl, im Winter warm: den Wintergarten richtig klimatisieren

Der Treibhauseffekt ist ein Schlagwort der internationalen Klimapolitik. Die warme Sonnenstrahlung dringt in die Erdatmosphäre ein, wird von der Erdoberfläche reflektiert und kann anschließend aufgrund der Ozonschicht und den in der Atmosphäre befindlichen Treibhausgasen nicht mehr vollends in den Weltraum abstrahlen. Zur Erklärung dieses natürlichen Phänomens wurde das Treibhaus herangezogen, weil die großen Vorgänge in der Erdatmosphäre vom Prinzip her den kleinen Vorgängen entsprechen, wie sie aus Gewächshäusern bekannt sind. Bei Gewächshäusern spricht man allerdings – um jede Verwechslung auszuschließen – vom Glashauseffekt.

Auch ein Wintergarten ist ein Glashaus – und auch hier wirken dieselben physikalischen Gegebenheiten: Die Sonnenstrahlen fallen durch die Glasscheiben hinein, die Wärme wird im Inneren gehalten. Dieser Effekt ist – wie übrigens bei der Erdatmosphäre – zu einem Teil gewollt. Im Großen ermöglicht der natürliche Treibhauseffekt das Leben auf der Erde, im Kleinen schafft der Glashauseffekt einen Lebensraum für exotische Pflanzen in kühlen, nördlichen Breiten. Wenn er allerdings überhandnimmt, kann es gerade an heißen Tagen schnell unangenehm werden.

Ohne Klimatisierung droht die Sauna

Im Wintergarten wird es ohne entsprechende Gegenmaßnahmen schnell zu heiß. An sonnigen Tagen können die Innentemperaturen dem Bundesverband Wintergarten e.V. zufolge leicht auf 70 Grad Celsius steigen. Das ist eine Temperatur, die in verschiedene Saunaarten erreicht wird. Auch wenn die Saune mit 70 Grad noch als vergleichsweise kühl gilt, ist es bei einem Wintergarten selbstverständlich mehr, als die Bewohner, aber auch die Pflanzen ertragen können. Dieses einfache Beispiel zeigt, wie wichtig eine gute Klimatisierung des Wintergartens ist. Sie setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:

  • Beschattung: Sonnenschutzprodukte helfen im Sommer, die Hitze zu einem großen Teil aus dem Wintergarten fern zu halten. Da selbst bei relativ geringer Sonneneinstrahlung die Temperaturen im Inneren eines Wintergarten recht stark ansteigen können, ist der passende Sonnenschutz ein zentraler Bestandteil, der bei einem Wintergarten mit eingeplant werden muss.
  • Belüftung: So gut der Sonnenschutz auch ist – gerade im Sommer werden die Temperaturen im Wintergarten steigen. Die im Raum befindlichen Pflanzen verdunsten große Mengen Wasser, sodass leicht ein unangenehmes Tropenklima entstehen kann. Dem kann nur der regelmäßige Austausch der Luft über eine entsprechende Belüftung entgegenwirken. Hierbei gibt es sowohl natürlich wirkende, als auch motorisierte Lüftungslösungen.
  • Heizung: Ist es im Sommer zu warm, kann es im Winter allerdings ebenso leicht zu kalt werden. Denn der Wintergarten ist ein großes Glashaus, dessen Wände kaum dämmende Wirkung haben. Eine Heizung ist für die kalten Tage im Jahr daher unbedingt notwendig – auch wenn schon ein wenig Sonnenlicht die Heizung durch den natürlichen Glashauseffekt effektiv unterstützen kann.

Das ideale Wohlfühlklima für das ganze Jahr

Das Ziel von Beschattung, Belüftung und Heizung ist es, das richtige Wohlfühlklima im Raum zu schaffen. Dieses setzt sich aus dem Verhältnis der passenden Raumtemperatur und der richtigen Luftfeuchtigkeit zusammen. Die richtige Raumtemperatur liegt – wie in den weiteren Wohnräumen auch – bei etwa 20 Grad Celsius. Besonders wohl fühlen sich Personen, die sich in einem Raum aufhalten, zudem, wenn eine Luftfeuchtigkeit von etwa 30 bis 65 Prozent relativer Luftfeuchte herrschen. Zu dieser Einschätzung kommt der Bundesverband Wintergarten e.V. Dieses Wohlfühlklima lässt sich in einem gut geplanten Wintergarten nahezu das ganze Jahr über erreichen. Ausschließlich im Hochsommer wird es – wie in allen Räumen einer Wohnung oder eines Hauses – phasenweise etwas wärmer sein.

Weitere Informationen zur Wintergarten Heizung und Klimatisierung

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