Holzfenster streichen: lackieren oder lasieren?

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Holzfenster sind hochwertig, schön und bei vielen Eigenheimbesitzern beliebt. Im Gegensatz zu ihren Pendants aus Kunststoff oder Metall erfordern sie allerdings etwas mehr Pflege. Alle paar Jahre ist ein neuer Anstrich notwendig. Denn Holz ist ein natürliches Material, das vor der Witterung geschützt werden muss. Die Frage, die sich dabei stellt, ist: Lackieren oder Lasieren? Beide Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile.

Holzfenster: Regelmäßige Wartung der Fenster ist notwendig
Holzfenster: Regelmäßige Wartung der Fenster ist notwendig

Lack bildet eine blickdichte Oberfläche, sodass der Charme des Holzfensters verlorengeht. Dafür ist jegliche Farbwahl möglich. Eigenheimbesitzer können mit dem entsprechenden Lack daher einen gestalterischen Akzent setzen. Der Lack muss allerdings zum einen für die Anwendung im Außenbereich geeignet sein und zum anderen richtig aufgetragen werden Bei einem bislang unbehandelten Fenster wird zunächst ein Holzschutz aufgetragen. Nach dem Trocknen folgt ein Zwischenschliff, der die Oberfläche leicht anraut und die Grundlage für den Lackauftrag bildet.

Fensterrahmen streichen © Jürgen Fälchle, fotolia.com
Fensterrahmen streichen © Jürgen Fälchle, fotolia.com

Der Lack wird anschließend in mehreren Schichten aufgetragen. Diese Auftragsweise verhindert, dass der Lack nach kurzer Zeit bereits rissig wird. Zeigen sich nach einigen Jahren dann doch Risse, ist sofortiger Handlungsbedarf geboten. Denn durch die Risse kann Feuchtigkeit eindringen, die das Holz zum Verrotten bringt. Im besten Fall wird die Lackschicht bereits vor diesem Zeitpunkt erneuert. Ist die Schicht noch intakt, reicht es aus, die Oberfläche anzurauen und überzustreichen. Sind bereits Beschädigungen vorhanden, muss die alte Lackschicht zunächst vollständig entfernt werden, beispielsweise durch Abschleifen oder durch die Verwendung einer Beize. Der neue Lackauftrag sollte dann erneut in der Abfolge Holzschutz, Zwischenschliff, Lack in mehreren Schichten erfolgen.

Lasuren bieten den Vorteil, dass sie weniger Pigmente als Lack enthalten und daher die Holzmaserung des natürlichen Materials sichtbar lassen. Bei der Anwendung bei Holzfenstern muss allerdings ebenfalls der Witterungsschutz gewährleistet sein. Das bedeutet, dass der Bauherr oder Modernisierer nicht die sehr durchscheinenden Dünnschichtlasuren, sondern Dickschichtlasuren verwenden sollte. Bei diesen ist der Effekt des Durchscheinens der Holzmaserung nicht mehr so groß. Allerdings sind sie für den Außenbereich sicherer. Generell sind Lasuren beim durch Temperaturschwankungen hervorgerufenen Arbeiten des Fenstermaterials flexibler.

Sowohl bei Lack als auch bei Lasuren sollten Eigenheimbesitzer nicht allzu dunkle Farben wählen. Denn diese können das Aufheizen bei Sonnenschein und damit auch das Arbeiten des Fenstermaterials verstärken. Aufgrund der Tatsache, dass Lack und Lasur unweigerlich der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, müssen sie einen entsprechenden UV-Schutz beinhalten.

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