Wie funktioniert eine Isolierverglasung

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Isolierverglasungen und ihre vielfältigen Nachfolger sorgen dafür, dass die Heizwärme zu einem möglichst hohen Anteil in den Räumen verbleibt und nicht nach außen verloren geht. Die ersten Isolierverglasungen kamen im Jahr 1975 auf den Markt. Ihr Funktionsprinzip ist einfach und entspricht in etwa dem Prinzip alter Kastenfenster. Bei dieser alten Fensterform wurden an der inneren und der äußeren Seite der Laibung Fenster angebracht, sodass dazwischen eine Luftschicht eingeschlossen wurde. Weil Luft Wärme nur schlecht überträgt, entstand ein Dämmeffekt.

Entwicklung der Fensterverglasung
Entwicklung der Fensterverglusung

Eine Isolierverglasung bringt dieses Prinzip auf einen sehr klein Raum: Zwei Glasscheiben sind in einem Fensterrahmen angeordnet und schließen eine Luftschicht ein. Der Effekt ist enorm. Im Vergleich zu einer einfachen Verglasung reduziert sich der Wärmeverlust um die Hälfte. In Zahlen ausgedrückt sinkt der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von 5,2 W/(m²k) auf 2,6 W/(m²k). Der U-Wert beschreibt dabei, wieviel Wärme in der Einheit Watt über einen Quadratmeter Fensterfläche bei einem bestimmten Temperaturunterschied verlorengeht.

Kunststoff-Fenster im Querschnitt © alterfalter, fotolia.com
Modernes Kunststoff-Fenster im Querschnitt © alterfalter, fotolia.com

Rund zwanzig Jahre lang waren Isolierverglasungen der aktuelle Stand der Technik, bevor sie in den 1990er-Jahren durch Wärmeschutzverglasungen abgelöst wurden. Diese verfügen zusätzlich zu den beiden Glasscheiben noch eine zusätzliche Metallbedampfung auf der dem Raum zugewandten Seite. Diese reflektiert einen Teil der Raumwärme und sorgt damit für einen noch geringeren Wärmeverlust. Der U-Wert reduziert sich auf 1,1 W/(m²k).

Wärmeschutzverglasung: Die Wärme darf rein aber nicht raus
Wärmeschutzverglasung: Die Wärme darf rein aber nicht raus

Aktuell ist die Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung der aktuelle Stand der Technik. Wie der Name bereits verrät, bilden in diesem Fall drei statt nur zwei Scheiben die Verglasung. Der Dämmeffekt wird dadurch ein weiteres Mal gesteigert. Der U-Wert liegt dann nur noch zwischen 0,7 – 0,5 W/(m²k). Und auch heute wird im Bereich der Wärmeschutzverglasung noch weiter geforscht. So sind aktuell Vakuumverglasungen in der Entwicklung, bei denen im Zwischenraum der Scheiben ein Vakuum herrscht. Auf diese Weise ist auch mit zwei Scheiben ein hoher Dämmwert mit einem U-Wert von nur noch 0,5 W(m²k) möglich, während die Fensterkonstruktion ansprechend schlank bleiben kann.

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