Sicherheitsglas

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Sicherheitsglas für besseren Einbruchschutz und in sicherheitsrelevanten Bereichen

Anders als herkömmliches Flachglas ist Sicherheitsglas nicht bruchanfällig, bzw. splittert beim Zerbrechen nicht. Deshalb wird dieses Glas überall dort eingesetzt, wo Scheiben mit erhöhter Widerstandsfähigkeit gefordert sind, zum Beispiel im Einbruchschutz, aber auch für sicherheitsrelevante Bereiche wie Brüstungen oder Geländer.

Einsatzgebiete von Sicherheitsglas

Je nach Anwendungsbereich kommen Sicherheitsgläser mit aktiver, passiver oder konstruktiver Sicherheit zum Einsatz:

  • Aktiv schützt das Spezialglas zum Beispiel vor Vandalismus und wird deshalb häufig als Verglasung für Schaufensterscheiben oder einbruchsichere Fenster verwendet.
  • Im Bereich der passiven Sicherheit geht es um den Schutz vor Verletzungen durch Glasbruch, zum Beispiel für verglaste Dachflächen oder gläserne Vordächer.
  • Die konstruktive Sicherheit spielt eine wichtige Rolle, wenn Glas als Brüstungselement oder Geländer verwendet wird sowie für begehbare Glasflächen.

Garantiert werden die jeweils geforderten Eigenschaften durch die spezielle Herstellung der Glasarten. Verbund-Sicherheitsglas (VSG) und Einscheibensicherheitsglas (ESG) unterscheiden sich in ihrem Aufbau wie auch in ihrer Funktion.

Beschädigtes Sicherheitsglas © Nora, stock.adobe.com
Auch bei mechanischer Zerstörung bleibt Sicherheitsglas (VSG) stabil. © Nora, stock.adobe.com

Sicherheitsglas im Einbruchschutz

In Kombination mit anderen einbruchshemmenden Elementen wie abschließbaren Fenstergriffen, Aushebelsicherungen und Pilzkopfverriegelungen ergänzt Sicherheitsglas den Einbruchschutz für Fenster deutlich. Anders als Flachglas, das bei mechanischer Einwirkung schnell zersplittert, lässt sich Sicherheitsglas nicht ohne weiteres zerstören. Mehrere Scheiben oder speziell behandeltes Glas leisten dem Versuch, es zu verschlagen durch verschiedene Maßnahmen wirksamen Widerstand.

Tipp: Fenster mit Verbund-Sicherheitsverglasung sind überall dort sinnvoll, wo eine hohe Einbruchsrelevanz besteht, zum Beispiel bei Fenstern im Erdgeschoss oder Terrassentüren sowie bei leicht zugänglichen Fenstern und Türen in den oberen Stockwerken.
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Was ist Verbund-Sicherheitsglas?

Verbund-Sicherheitsglas, kurz VSG, besteht aus mindestens zwei Floatglas-Scheiben oder Einscheiben-Sicherheitsglasscheiben, zwischen denen eine reißfeste Kunststoff-Folie, in der Regel aus Polyvinylbutyral, liegt. Folie und Scheiben sind zu einem festen Verbund zusammengefügt und verhalten sich so wie eine einzige Scheibe. Wird versucht, die VSG-Scheibe zu zerschlagen, zersplittert zwar das Glas, die elastische Folie bleibt jedoch intakt. Dies verhindert zum einen, dass durch die Scheibe hindurchgegriffen werden kann, zum anderen bleiben die Splitter an der Folie haften und minimieren so die Verletzungsgefahr bei Glasbruch. Weiterhin behält dadurch auch zerbrochenes VSG eine sogenannte Resttragfähigkeit.

Aufbau von Verbundsicherheitsglas
Aufbau von Verbundsicherheitsglas

Eingesetzt wird das robuste Glas überall dort, wo eine erhöhte Sicherheit nötig ist. Das sind zum Beispiel:

  • Überkopfverglasungen
  • Alle horizontalen Verglasungen
  • Absturzsicherungen (Geländer, Brüstung)
  • Begehbare Glasflächen
Bereiche in den Verbundsicherheitsglas eingesetzt wird
Bereiche in den Verbundsicherheitsglas eingesetzt wird

Für Fenster kommt VSG dann zum Einsatz, wenn ein erhöhter Einbruchschutz gefordert ist. In Sicherheitsfenstern mit Mehrscheiben-Isolierglas wird eine der Scheiben als VSG-Scheibe ausgeführt. Zusätzlich verbessern sich dadurch auch Wärme- und Schallschutz.

Geländer aus Glas © Studio Harmony, stock.adobe.com
Für gläserne Geländer ist VSG Pflicht, um Bruch und Verletzungen vorzubeugen © Studio Harmony, stock.adobe.com

Typenbezeichnungen von VSG

Durch die Kennzeichnung am Glas ist der jeweilige Aufbau des VSG ersichtlich. Die Bezeichnung ist folgendermaßen aufgebaut:

  • Die erste Zahl gibt die Stärke der ersten Scheibe an (Einheit mm).
  • Die zweite Zahl gibt die Stärke der zweiten Scheibe an.
  • Die dritte Zahl gibt die Dicke der Folie in Zoll in 0,015 Zoll-Schritten an

Beispielsweise bedeutet die Kennzeichnung VSG 33.1, dass es sich um ein Verbundsicherheitsglas mit zwei 3 mm dicken Glasscheiben und einer 0,38 mm (0,015 Zoll) dicken Folie handelt.

Tipp: VSG ist nicht kennzeichnungspflichtig. Bei älteren Scheiben gibt der Klopftest Aufschluss. Hört sich das Klopfgeräusch auf beiden Seiten der Scheibe unterschiedlich an, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine VSG-Scheibe.

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Was ist Einscheiben-Sicherheitsglas?

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) wird für die Herstellung von VSG verwendet, kommt aber auch als isolierte Glasscheibe zum Einsatz. Hergestellt wird dieser Glastyp, indem Floatglas erhitzt und dann schnell wieder abgekühlt wird. Dadurch entsteht eine Vorspannung, die das Material widerstandsfähiger gegen Biegebelastungen macht. Anders als VSG kann ESG brechen, es entstehen allerdings keine scharfen Splitter, sondern krümelartige Bruchstücke mit stumpfen Kanten. Dies reduziert die Verletzungsgefahr. Aufgrund dessen darf ESG nicht für Überkopfverglasungen verwendet werden.

Einscheibensicherheitsglas zersplittert ohne spitze Splitter
Einscheibensicherheitsglas zersplittert ohne spitze Splitter

Einsatzbereiche sind zum Beispiel:

  • Ballwurfsichere Verglasungen
  • Glastüren,
  • Glastrennwände
  • Duschwände
  • Fassadenverglasungen
Einsatzbereiche für Einscheibensicherheitsglas
Einsatzbereiche für Einscheibensicherheitsglas

ESG ist kennzeichnungspflichtig. Jede Scheibe ist mit einem Stempel versehen, der es sie als ESG-Scheibe deklariert.

Tipp: Aufgrund seiner Herstellung neigt ESG zu spontanen Brüchen ohne weitere äußere Einwirkung, zum Beispiel wenn bei der Herstellung Verunreinigungen ins Glas gelangt sind. Deshalb darf in Sicherheitsbereichen nur geprüftes ESG (Heat-Soak-Test) verwendet werden. Je nach Anwendungsfall ist dieser Test verpflichtend.

Widerstandsklassen von Sicherheitsverglasungen

Ähnlich wie die Widerstandsklassen für das gesamte Fenster DIN EN 1627, die von RC1 bis RC6 reichen, ist auch Sicherheitsglas in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Geregelt ist die in der DIN EN 356. Die sogenannte durchwurfhemmende Verglasung fällt in der Regel in die Klassen P2A, P3A und P4A, wobei letztere die höchste Sicherheit bietet.

Tipp: Den besten Schutz gegen Einbruch, Durchwurf und Zerstörung bieten Fenster mit einer Widerstandsklasse ab RC2 mit Pilzkopf-Beschlägen inklusive abschließbarer Griffoliven, verbunden mit einer P4A-Verglasung.

Was kostet Sicherheitsglas?

Auf den Quadratmeter bezogen, kostet 1 Quadratmeter VSG 33.1 ab 35 Euro, pro zusätzlichem Millimeter Dicke kann mit einem Mehrpreis von 10 bis 15 Euro gerechnet werden. Zusätzliche Kosten entstehen durch Kantenbearbeitung oder Öffnungen, auch spezielle Designs wie zum Beispiel matte Scheiben kosten zusätzlich (25 bis 30 Euro). Für ein komplettes Kunststofffenster mit einer Größe von 1,10 m x 1,10 m ist beispielhaft mit folgenden Kosten zu rechnen:

  • Grundpreis des Fensters: 280 Euro
  • RC2-Aufrüstung: 60 Euro
  • VSG-Verglasung: 75 Euro
  • Gesamtkosten: 415 Euro

Grundsätzlich hängt der Preis für ein Fenster mit Sicherheitsverglasung von verschiedenen Komponenten wie Hersteller, Fenstergröße und Rahmenmaterial, Widerstandsklasse, Verglasung und Zubehör ab, zum Anschaffungspreis kommen die Kosten für den Einbau hinzu. Generell können für die Sicherheitsaufrüstung eines Fensters etwa 100 bis 150 Euro auf den Grundpreis aufgeschlagen werden.

Tipp: Auch herkömmliche Fenster können zum Sicherheitsglas umgebaut werden. Dazu wird auf der Innenseite eine Folie aufgeklebt, die die Funktion der Folie im echten VSG übernimmt.
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