Sicherheitsglas richtig reinigen

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Sicherheitsglas richtig reinigen: Das sollten Sie beachten

Sicherheitsglas kommt als Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG) immer dort zum Einsatz, wenn der Glasbruch eine akute Gefahr darstellen kann, zum Beispiel bei Geländern und Überdachverglasungen, für erhöhten Einbruchschutz von Fenstern und Glastüren oder zum passiven Schutz für Türen, Duschkabinen und gläserne Trennwände. Durch seine Herstellungsweise und die speziellen Eigenschaften werden auch an die Reinigung von Sicherheitsglas besondere Anforderungen gestellt. Falsche Reinigungsmittel oder -methoden können zu Schäden führen.

Balkongeländer mit Sicherheitsglas © Studio Harmony, stock.adobe.com
Sicherheitsglas kommt dort zum Einsatz, wo Glasbruch gefährlich wird © Studio Harmony, stock.adobe.com

Wie erkenne ich Sicherheitsglas?

Im privaten Hausbau werden vorwiegend zwei Arten von Sicherheitsglas verwendet, die auf unterschiedliche Weise zu erkennen sind:

  • Einscheibensicherheitsglas muss verpflichtend gekennzeichnet sein, dies erfolgt über einen ESG-Stempel in den Glasecken.
  • Für VSG ist eine Kennzeichnung nicht verpflichtend, dennoch bringen die Hersteller in den meisten Fällen einen entsprechenden Stempel oder Aufkleber auf der Glasscheibe an. Im unbeschädigten, eingebauten Zustand ist diese Glasart nicht zu erkennen. Eine nicht verbaute Scheibe lässt sich durch das Profil der Außenkanten identifizieren.

Eine weitere Möglichkeit, ESG zu erkennen besteht aus einem einfachen Trick: Man hält eine Flamme vor die Glasscheibe. Spiegelt sich die Flamme doppelt in der Scheibe, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Einscheibensicherheitsglas.

Tipp: Ältere Scheiben ohne Kennzeichnung und Hinweise können über Messgeräte zur Glasaufbauanalyse als Sicherheitsglas identifiziert werden.
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Schäden durch falsche Reinigung

Durch die spezielle Herstellungsweise von Einscheibensicherheitsglas kann eine falsche Reinigung zu Schäden und Glasbruch führen. ESG ist thermisch vorgespannt und deshalb zwar stabil, aber dennoch sehr zerbrechlich, wenn das innere Spannungsgleichgewicht gestört wird. Im Inneren von VSG befindet sich eine Folie aus PVB. Diese darf nicht zu lange der Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Deshalb sollten Dachverglasungen mit einer stufenförmigen Tropfkante ausgeführt werden, um das Eindringen von Feuchtigkeit in den Randbereichen zu vermeiden.

Fenster putzen mit einem Glasreiniger © Alexander Raths, stock.adobe.com
Sicherheitsglas ist kratzanfällig und muss deshalb besonders sanft und ohne Druck gereinigt werden © Alexander Raths, stock.adobe.com

Scheiben schützen – Schäden vermeiden

Aufgrund der empfindlichen Oberfläche muss Sicherheitsglas besonders in der Bauphase gut geschützt werden. Betonspritzer und Verätzungen lassen sich kaum mehr entfernen. Sicherheitsglas ist außerdem relativ kratzempfindlich, kleine Sand- oder Staubpartikel können bereits Kratzer verursachen. Schutzfolien oder auch das Abdecken mit Pappe bieten einen zuverlässigen Schutz.

Sicherheitsglas reinigen – So geht’s

Grundsätzlich gelten folgende Richtlinien für die Reinigung:

  • Je regelmäßiger gereinigt wird, umso einfacher ist es, da sich alte Verschmutzungen schwerer entfernen lassen.
  • Es sollten ausschließlich weiche Schwämme, Fensterleder oder Glasabzieher aus Kunststoff verwendet werden.
  • Geputzt wird mit wenig Druck und großflächig.
  • Die Glaskanten von VSG dürfen nicht zu feucht gereinigt werden (gilt bei offenen Glaskanten)
  • Keine aggressiven Reinigungsmittel oder Scheuermittel verwenden.
  • Um Kalkflecken zu vermeiden, empfiehlt es sich die Glasflächen mit destilliertem Wasser zu reinigen, bereits vorhandene Kalkablagerungen können mit einer leichten Essig-Wasser-Mischung beseitigt werden.
  • Verschmutzungen durch Öle, Fette, Silikon oder weitere hochviskose Stoffe lassen sich nur sehr schwer entfernen und sollten möglichst vermieden werden.

Aufgrund der Anfälligkeit für Kratzer muss darauf geachtet werden, dass die Scheibe vor dem Reinigen möglichst staubfrei ist. Weiterhin sorgt ein geringer Druck dafür, dass sich keine Partikel in das Glas eindrücken und Kratzspuren hinterlassen.

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