Intelligente Verglasungen

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Intelligente Verglasungen – Fenster mit eingebautem Sonnenschutz

Gerade auf der Südseite eines Gebäudes spielt der Sonnenschutz im Sommer eine wichtige Rolle. Neben dem Einbau von Rollladen, Jalousien oder Markisen gibt es eine weitere innovative Möglichkeit: Fenster mit intelligenten Verglasungen sorgen selbständig oder auf Knopfdruck für die Verdunkelung bei zu viel Sonne. Aktuell kommt diese Art der Verglasung vorwiegend in Bürogebäuden zum Einsatz, hält aber auch zunehmend Einzug in den privaten Wohnungsbau.

Smart Steuerung im Wintergarten © New Africa, stock.adobe.com
Schaltbare Gläser lassen sich auf Knopfdruck verdunkeln © New Africa, stock.adobe.com

Wie funktionieren sich selbst verdunkelnder Fenster?

Intelligente Fensterscheiben verdunkeln sich anders als das dauerhaft abgedunkelte Sonnenschutzglas nur bei Bedarf, bzw. entsprechend hoher Lichteinstrahlung. Je nach verwendeter Technologie geschieht dies automatisch oder auf Knopfdruck.

Thermochromes Glas

Thermochrome Verglasungen bestehen in der Regel aus Verbundglas mit eingearbeiteten polymeren Mikrokapseln. Zwischen den Fensterscheiben ist eine Harzschicht eingebaut. Erwärmt sich diese auf 40 Grad, verändern die Kapseln ihren Zustand, das einfallende Sonnenlicht wird gestreut und das Glas gedimmt. Sinkt die Temperatur, verschwindet auch die Verdunkelung. Die Färbung reicht von farbneutral über bläuliche Nuancen bis anthrazit. Auch im verdunkelten Zustand ist die Verglasung lichtdurchlässig.

Erklärt: Thermochromes Glas
Erklärt: Thermochromes Glas
Tipp: Da thermochromes Glas in erster Linie auf Wärme reagiert, hat es den Vorteil, dass es sich im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung erwünscht ist, deutlich weniger verdunkelt.

Photochromes Glas

Photochromes Glas wird bislang im Fensterbau kaum eingesetzt und kommt vorwiegend in Sonnenbrillen oder teilweise für Autofenster zur Anwendung. Die Reaktion im Glas wird hierbei nicht durch Wärme, sondern durch die einfallende UV-Strahlung ausgelöst.

Elektrochromes Glas (schaltbares Glas)

Bei elektrochromen Verglasungen ist zwischen den Verbundgläsern eine aktive Oxidbeschichtung eingebaut, während die Glasscheiben mit transparenten Elektroden beschichtet sind. Wird Strom über eine Schaltung zugeführt, dunkeln sich die Scheiben mit einer Blaufärbung ab, Transparenz und damit die Lichtdurchlässigkeit bleiben erhalten. Elektrochromes Glas kommt im Augenblick für geneigte und vertikale Fassaden und horizontalen Dachverglasungen zum Einsatz.

Erklärt: Elektrochromes Glas
Erklärt: Elektrochromes Glas

Liquid Crystal

Auch diese Form des schaltbaren Glases funktioniert über die Steuerung mit elektrischem Strom, funktioniert aber genau andersherum als elektrochrome Gläser. Zwischen den Scheiben liegt ein Kristallfilm, der beim Anlegen von Strom transparent wird. Ohne Strom entsteht eine Milchglasoptik. Liquid Crystal Scheiben eignen sich besonders gut für steuerbaren Sichtschutz, UV-Strahlung wird nicht abgehalten.

Erklärt: Liquid Christal-Glas
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Vor- und Nachteile intelligenter Verglasungen

Der Einsatz thermochromer Verglasungen für Fenster bringt mehrere Vorteile mit:

  • Geringere Aufheizung in den Sommermonaten, Reduktion des Wärmeeintrags um bis zu 90 %
  • Sonnenschutzverglasung durch Aufrüstung mit UV-Filter (thermochromes Glas)
  • Keine weiteren Sonnenschutzmaßnahmen wie Rollos oder Jalousien nötig
  • Kein zusätzlicher Stromverbrauch bei thermochromer Verglasung

Dem gegenüber steht ein entscheidender Nachteil: Die sich selbst verdunkelnden Fenster sind heute noch sehr teuer und kommen deshalb kaum im privaten Hausbau zum Einsatz. Thermochrome Gläser lassen sich in ihrer Funktionsweise außerdem nicht steuern.

Was kosten Fenster, die sich selbst verdunkeln?

Je nach Technik entstehen für intelligente Verglasungen Kosten ab 1.000 Euro pro m². Im Vergleich dazu kostet herkömmliches Fensterglas als Wärmeschutzverglasung ab 65 Euro pro m². Ein etwas preisgünstigere Alternative zu intelligenten Fenstern sind sich selbst verdunkelnde Folien, die auf die vorhandenen Fenster aufgebracht werden. Aber auch für diese Variante müssen mit Kosten von ca. 600 m² gerechnet werden.

In wieweit sich intelligente Verglasungen tatsächlich flächendeckend im privaten Hausbau durchsetzen, lässt sich noch schwer absetzen. Dies liegt unter anderem an den vergleichsweise hohen Kosten. Sinnvoll ist der Einsatz allemal, lässt sich doch durch eine intelligente Verglasung der Licht- und Energieeintrag in ein Gebäude noch besser regulieren.

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