Fenster und Einbruchschutz: Was empfiehlt die Polizei?

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Fenster und Einbruchschutz: Was empfiehlt die Polizei?

Die Polizei spricht für einen guten Einbruchschutz von Fenstern und Türen verschiedene Empfehlungen aus: Regel Nummer eins ist die Sicherung aller Zugänge von außen durch wirksame Schlösser und Verriegelungen. Um das Eigenheim vor Dieben und Einbrechern zu schützen, können Hausbesitzer noch einiges mehr tun.

Die Polizei berät auch zum Thema Einbruchschutz © Karl-Heinz H, stock.adobe.com
Die Polizei berät auch zum Thema Einbruchschutz © Karl-Heinz H, stock.adobe.com

Neue Fenster: Einbruchschutz gleich mitplanen!

Wer ohnehin den Einbau neuer Fenster und Fenstertüren plant, sollte bei der Auswahl auf eine gute Einbruchshemmung achten. Die neuen Fenster sollten geprüft und nach DIN EN 1627 zertifiziert sein. Die Polizei empfiehlt Fenster mit einer Widerstandsklasse nach DIN von RC 2 (Resistance Class), besser noch RC 3, zumindest für die Fenster und Fenstertüren im Erdgeschoss. Zertifizierte Fenster bieten den Vorteil, dass Beschläge, Schlösser, Fensterflügel und Rahmen aufeinander abgestimmt sind, somit gibt es keine Schwachstellen, an denen Einbrecher ansetzen können. Fenster mit folgenden Labeln sind als einbruchhemmend zertifiziert:

  • DIN-CERTCO – Gesellschaft für Konformitätsbewertung GmbH*) Berlin
  • European Certification Body (ECB) GmbH*) Frankfurt/Main
  • Gruppe Bau Dornbirn gbd Zert GmbH*) Dornbirn (AT)
  • Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung GmbH*) Linz (AT)
  • ift Rosenheim GmbH Zertifizierungsstelle*) Rosenheim
  • Österreichische Gesellschaft für Holzforschung*) Wien (AT)
  • PfB GmbH & Co Prüfzentrum für Bauelemente KG, Zertifizierungsstelle*) Stephanskirchen b. Rosenheim
  • PIV CERT Zertifizierungsvereinigung*) Velbert
  • VdS Schadenverhütung Zertifizierungsstelle*) Köln
Tipp: Für die Auswahl wirklich sicherer Fenster stellt die Polizei Herstellerverzeichnisse mit Anbietern, die eine entsprechende Sicherheitstechnik liefern, zur Verfügung.

Fenster und Türen nachrüsten

Nachrüstsysteme nach DIN 18104, Teil 1 verbessern die Sicherheit bei bereits verbauten Fenstern und Türen. Wichtig dabei ist, dass die Verbesserungsmaßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt sind und fachgerecht montiert werden.

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Fenster und Einbruchschutz fachgerecht montieren lassen

Die Polizei empfiehlt eine Montage der einbruchhemmenden Fenster wie auch der Sicherheitsmaßnahmen als Nachrüstung durch einen zertifizierten Fachbetrieb. Diese berät über sinnvolle Maßnahmen und empfiehlt hochwertige und wirksame Produkte.

Tipp: Nach dem Einbau sollte eine Montagebescheinigung ausgehändigt werden. Diese dient im Falle eines Einbruchs auch als Nachweis für die Hausratversicherung.

Einfache Rollläden schützen nur unzureichend!

Wer sich mit seinen Rollläden vorm Fenster sicher fühlt, sollte wissen, dass einfache Modelle keinen wirklichen Schutz bieten. Mindestens sollten die Rollläden gegen das Hochschieben von außen geschützt sein, zum Beispiel mit einer Aushebelsperre.

Rolladen Einbruch © RRF, fotolia.com
Einfache Rollläden schützen nicht vor Einbruchsversuchen! © RRF, fotolia.com

Fenster und Türen immer geschlossen halten!

Unabhängig von der installierten Einbruchsicherung und weiterer Schutzmaßnahmen sollten Fenster und Türen beim Verlassen des Hauses geschlossen werden, das heißt, auch nicht auf Kipp stehen. Dies gilt insbesondere für alle Erdgeschossfenster, aber auch für Balkontüren oder Fenster in oberen Geschossen, die über ein Garagendach oder eine Pergola zu erreichen wären.

Einbruch über die Terrassentür © beeboys, stock.adobe.com
Kein Einzelfall: Einbruch über die geöffnete Terrassentür © beeboys, stock.adobe.com

Besserer Einbruchschutz im Smart Home

Neben der soliden mechanischen Grundsicherung können Smart Home Technologien vor Einbrüchen schützen, bzw. zum Abbruch von Einbruchsversuchen führen. Fühlt sich der Einbrecher gestört oder ertappt, werden die Versuche, ins Haus einzudringen in der Regel sofort gestoppt. Erreichen lässt sich das durch Bewegungsmelder, die an die Beleuchtung gekoppelt sind. Zusätzliche Überwachungskameras ermöglichen es, sich per Smartphone jederzeit über das Vorgehen rund ums Haus zu informieren und bei einem Einbruchsversuch frühzeitig die Polizei zu rufen.

Einbruchmeldung auf dem Samrtphone © Stockwerk-Fotodesign, stock.adobe.com
Vorteil Smart Home: Einbruchsmelder auf dem Smartphone © Stockwerk-Fotodesign, stock.adobe.com

Tipps der Polizei zum Einbruchschutz

  • Die Haus- oder Wohnungstür sollte beim Verlassen nicht nur ins Schloss gezogen, sondern auch von außen abgeschlossen werden.
  • Fenster-, Balkon- und Terrassentüren sollten geschlossen werden, wenn niemand zuhause ist. Abschließbare Griffe schützen zusätzlich vor Einbrechern.
  • Schlüssel sollten nicht von innen im Schloss stecken bleiben.
  • Die mechanischen Sicherungen können durch eine Alarmanlage zusätzlich verbessert werden. Alarm- und Einbruchmeldeanlagen schützen zwar nicht vor Einbruch, schrecken Diebe jedoch ab, bzw. führen dazu, dass Einbruchsversuche abgebrochen werden, sobald der Alarm losgeht.
Tipp: Unter k-einbruch.de informiert die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Einbruchsicher oder nicht? Der kleine Unterschied

Einer der wichtigsten Aspekte dafür, wie einbruchsicher ein Fenster ist, ist der Fensterbeschlag. Bei gesicherten Fenstern verläuft dieser einmal komplett um das Fenster und besteht aus widerstandsfähigem Stahl statt aus Gusseisen. Der Verschluss über Pilzzapfen verhindert das einfache Aufhebeln.

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