Satiniertes Glas

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Satiniertes Glas: Arten, Kosten, Möglichkeiten

Wird Klarglas nach der Herstellung einseitig geätzt oder sandgestrahlt, entsteht ein durchscheinendes, aber undurchsichtiges Glas, das auch als satiniertes Glas und mitunter auch als Milchglas bezeichnet wird. Fenster mit satiniertem Glas sind dort sinnvoll, wo ein dauerhafter Sichtschutz gewünscht ist, zum Beispiel an Bad- oder WC-Fenstern.

Herstellung von satiniertem Glas – die verschiedenen Möglichkeiten

„Echtes“ satiniertes Glas entsteht dadurch, dass die Oberfläche der fertigen Glasscheibe mit ätzenden Mitteln behandelt wird. Dadurch wird die Oberflächenstruktur aufgeraut und es entsteht der gewünschte blickdichte Effekt bei guter Durchlässigkeit des Tageslichts. Durch die Ätztechnik wird die Oberfläche des Glases leicht rau und dadurch aufwändiger in der Reinigung. Andere Möglichkeiten der Satinierung sind:

  • Mattierung über satinierte Folie: Insbesondere bei VSG-Scheiben wird zwischen die Scheiben eine satinierte Folie eingelegt. Dadurch entsteht der Satineffekt, gleichzeitig lassen sich die Scheiben auf beiden Seiten leicht reinigen.
  • Musselinglas: Bei dieser Variante des satinierten Glases werden nur Teilbereiche behandelt, zum Beispiel in Form von Ornamenten, Streifen oder Mustern.
  • Einseitiger Siebdruck: Farbe wird über ein Sieb auf die Glasfläche aufgedruckt und beim Härteprozess eingebrannt. Der Vorteil ist die leichtere Reinigung im Vergleich zu geätztem Satinglas.
  • Nachträglich lässt sich der Satineffekt durch das Aufbringen einer satinierten Folie erreichen. Diese haftet durch Adhäsion an der Glasscheibe und macht diese blickdicht.
Tipp: Beim Kauf sollte satiniertes Glas gewählt werden, dass durch Ätzung hergestellt ist. Sandgestrahlte Varianten besitzen eine rauere Oberfläche und sind deshalb schmutzanfälliger und aufwändiger in der Reinigung.
Fenster mit satiniertem Glas © anmuht.ch, stock.adobe.com
Satiniertes Glas – Lichtdurchlässig und blickdicht © anmuht.ch, stock.adobe.com

Einsatzbereiche von satiniertem Glas

Satinglas ist immer dann sinnvoll, wenn Einblicke, bzw. Durchblicke verhindert werden sollen, aber trotzdem viel Licht durchdringen soll. Dies ist zum Beispiel bei Badezimmern oder Gäste-WCs der Fall. Anders als Vorhänge bzw. Gardinen bleibt satiniertes Glas auch dann blickdicht, wenn es draußen dunkel und im Raum hell ist. Zu beachten ist allerdings, dass Menschen bei diesen Lichtverhältnissen zumindest schemenhaft zu erkennen sind, der Sichtschutz ist also nicht 100%-ig. Einen stärkeren Sichtschutzeffekt bietet eine Kombination aus satiniertem Glas, bzw. Milchglas und Ornamentglas.

Ein weiteres Einsatzgebiet sind Innentüren oder Innenverglasungen als Duschtrennwand oder Raumteiler. Während der Raum selbst großzügig und hell wirkt, sind Durchblicke von außerhalb dennoch nicht möglich. Objekte oder Personen hinter der Satinglasscheibe werden nur schemenhaft wahrgenommen.

Tipp: Gerade im Bereich der Innenverglasung sollte VSG verwendet werden, um Sicherheitsrisiken durch Glasbruch zu vermeiden.
Innentür aus satiniertem Glas © U.J. Alexander, stock.adobe.com
Satiniertes Glas ist ideal für Innentüren aus Ganzglas geeignet! © U.J. Alexander, stock.adobe.com

Anspruchsvoll in der Reinigung

Durch die Ätztechnik wird die Oberfläche von satiniertem ESG-Glas aufgeraut und damit blickdicht. Allerdings können Reinigungsmittel diesen Effekt mit der Zeit abschwächen, deshalb darf das Glas nur mit geeigneten, milden Reinigern behandelt werden. Ebenfalls wichtig: Die satinierte Fläche von Fensterglas darf nicht an deren Außenseite liegen, da auch die Witterung den Effekt reduzieren kann.

Was ist der Unterschied zwischen satiniertem Glas und Milchglas?

Die Begriffe satiniertes Glas und Milchglas wird oft synonym verwendet. Grundsätzlich liegt der Unterschied in der Herstellung der undurchsichtigen Wirkung. Während satiniertes Glas nach der Herstellung behandelt wird, werden Milchgläsern Zusatzstoffe wie Calciumphosphat, Fluoride oder Zinnoxid vor dem Schmelzen beigegeben. Die Rohstoffe bewirken eine Trübung des Glases. In der Wirkung sind beide Glasarten ähnlich: Sie lassen zwar das Licht durch, sind jedoch blickdicht. Bei satiniertem Glas ist die Streuung des Lichtes in der Regel geringer als bei Milchglas.

Was kostet satiniertes Glas?

Die Kosten für satiniertes Glas hängen von Art der Satinierung, Größe und Glasstärke ab. Grob geschätzt liegen die reinen Quadratmeterpreise für „echtes“ satiniertes ESG-Glas zwischen 80 und 200 Euro. Bei satiniertem VSG-Glas ist mit Preisen ab 200 Euro/ m² zu rechnen.

Tipp: Zu den Materialkosten hinzu kommen je nach Verwendung die Kosten für die Bauteilherstellung sowie der Einbau.
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