Terrassendach am Hausdach montieren

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Für die Befestigung der Terrassenüberdachung am Haus gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder, die Montage wird direkt an der Außenwand vorgenommen oder die Dachkonstruktion der Überdachung wird in das Hausdach selbst integriert. Die Aufdachmontage des Terrassendachs ist vor allem dann eine Option, wenn das Gebäude eine Außendämmung in Form eines WDVS besitzt oder Traufhöhe und Dachüberstand eine Befestigung an der Hauswand nicht zulassen.

Große neue Balkonüberdachung an einem Wohnhaus Ⓒ U. J. Alexander, stock.adobe.com
Eine Aufdachmontage findet bei weit herabgezogenen Dächern oder insgesamt niedrigen Dachstand Verwendung Ⓒ U. J. Alexander, stock.adobe.com

Befestigungsmöglichkeiten für das Terrassendach

Bei der Montage an der Fassade wird das Terrassendach mit einer nach vorne abfallenden Neigung montiert, die Traufe und eventuell auch der First werden durch zusätzliche Stützen abgefangen. In welchem Maß das erforderlich ist, hängt von Größe und Gewicht des Daches ab. Eine weitere Variante ist die freistehende Konstruktion der Terrassenüberdachung mit Stützen. In einigen Fällen ist die Wandmontage nicht sinnvoll oder möglich. Dies der Fall, wenn:

  • die Fassade als Wärmedämmverbundsystem ausgeführt ist.
  • das Gebäude eingeschossig ist (Bunglow) und die Traufhöhe des Hausdaches auf der Höhe des Terrassendachfirstes oder sogar darunter liegt.
  • Das Gebäude verfügt über einen sehr großen Dachüberstand

Soll der Anschluss direkt an die Dachkonstruktion des Hauses erfolgen, sind verschiedene Punkte zu beachten, um eine sichere und schadensfreie Lösung zu realisieren. Generell ist diese Befestigungsweise nur auf der Traufseite des Hauses oder beim Flachdach möglich. Soll die Terrasse an der Firstseite angeordnet sein, bleibt nur eine Wandmontage oder die freistehende Lösung für das Terrassendach.

Die Aufdachmontage fürs Terrassendach

Wenn das Terrassendach mit dem Hausdach verbunden wird, spricht man von einer sogenannten Aufdachmontage. Die Überdachung wird dabei direkt auf die Dachkonstruktion montiert, vorzugsweise auf die Dachsparren. Dazu müssen in der entsprechenden Höhe die Dachziegel entfernt werden, die Befestigung erfolgt mit an die Dachneigung der Sparren angepassten Metallwinkeln. Ein wichtiger Punkt nach der Montage ist die fachgerechte Wiederabdichtung des Hausdaches. Die Unterfütterung mit einer geeigneten Dichtfolie deckt den offenen Bereich ab und erleichtert später den Anschluss an die Dachabdichtung. Passieren hier Fehler und bleibt das Dach undicht, kann das nicht nur die Dachkonstruktion, sondern die ganze Bausubstanz schädigen und zusätzlich den Wärmeschutz der Dachdämmung beeinträchtigen.

Vor der Montage muss die Dachkonstruktion hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit für den Anbau überprüft werden. Empfehlenswert ist die Verwendung einer leichten Dacheindeckung für die Terrassenüberdachung, um die eingetragenen Lasten so gering wie möglich zu halten.

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Geeignete Terrassendach-Konstruktionen

Um die Statik des Dachstuhls möglich wenig zu belasten, empfiehlt sich sowohl für die Konstruktion als auch für die Dacheindeckung der Terrassenüberdachung ein möglichst leichtes Material, wie zum Beispiel eine Aluminiumkonstruktion. Wie viel Last die Dachsparren aufnehmen können, errechnet der Statiker im Rahmen der Bauantragsstellung, die für ein Terrassendach in den meisten Fällen erforderlich ist. Für die Befestigung werden am Dachsparren befestigte Montagewinkel oder -haken verwendet, an die anschließend ein Aluminiumträger montiert wird. Dieser Träger dient zur Aufnahme der eigentlichen Dachkonstruktion.

Die Statik

Wird der Dachstuhl mit einer Terrassenüberdachung ergänzt, treten zusätzliche seitliche Lasten durch das Eigengewicht, aber auch durch Wind- und Schneelasten auf. Zum Teil können diese durch Stützen an der Terrassendachtraufe abgefangen werden. Wie viel Last die Dachkonstruktion aufnehmen kann und ob Verstärkungen oder andere Zusatzmaßnahmen erforderlich sind, stellt der Tragwerksplaner rechnerisch fest. Er analysiert den Ist-Zustand des Hauses in statischer Hinsicht und ermittelt rechnerisch die erforderlichen Querschnitte sowie die erforderliche Bemessung der Befestigungsmittel.

Mögliche Baufehler

Wird das Terrassendach nachträglich ans Hausdach angeschlossen, gibt es verschiedene Fehlerquellen, die unbedingt vermieden werden sollten. Dabei handelt es sich insbesondere um folgende:

  • Undichtigkeiten in der Dachabdichtung und Dacheindeckung am Haus
  • Schäden am Dachstuhl durch fehlerhafte statische Ausführung der Montage, bzw. fehlender statischer Überprüfung.

Um Baufehler und die daraus folgenden Mängel zu vermeiden, sollte die Baumaßnahme durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden. Dies hat weiterhin den Vorteil, dass bei Schäden das Unternehmen im Rahmen seiner Gewährleistungspflicht in der Haftung ist und für die Beseitigung sorgen muss.

Konstruktion eines Auflagedachs Ⓒ Achim Banck, stock.adobe.com
Die Aufdachmontage des Terrassendachs ist ein Fall für den Fachbetrieb und durch den Aufwand entsprechend teuer Ⓒ Achim Banck, stock.adobe.com

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Was kostet die Aufdachmontage eines Terrassendachs?

Da ein Teil der Dacheindeckung aufgenommen und damit die Gebäudehülle geöffnet wird, gehört die Montage des Terrassendachs aufs Hausdach in fachlich versierte Hände. Dies beginnt bei der Planung und der korrekten statischen Beurteilung und Berechnung der Baumaßnahme und endet mit der fachgerechten Ausführung hinsichtlich Stabilität und Dachabdichtung. Die Gesamtkosten setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

  1. Planungskosten durch Architekten und Statiker: 500 bis 1.500 Euro
  2. Bauantrag für das Terrassendach: 60 bis 120 Euro
  3. Terrassendachkonstruktion: 5.000 bis 10.000 Euro
  4. Bauausführung durch den Fachbetrieb: ab 2.000 Euro

Durch den hohen Aufwand für Konstruktion und Ausführung können die Kosten für eine Aufdachmontage des Terrassendachs schnell in den fünfstelligen Bereich ansteigen. Deutlich günstiger sind freistehende gestützte Terrassenüberdachungen, die bei entsprechendem handwerklichen Geschick auch vom Bauherrn in Eigenleistung errichtet werden können.

Terrassendach als Pultdach © Holzbau Frammelsberger G. GmbH
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