Terrassendächer mit Photovoltaik

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Terrassendächer mit Photovoltaik

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Terrassendach investieren Hausbesitzer in die Zukunft und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz durch die Produktion von emissionsfreiem Strom. Die Solarpaneels auf dem Dach spenden dazu Schatten und bieten den Benutzern wie auch dem Mobiliar Schutz vor der Witterung. Die Kosten sind überschaubar: Denn in der Regel finanzieren sich Photovoltaik-Anlagen über die Einsparung der Stromkosten selbst.

Terrassendach mit Photovoltaikmodul © zorro, stock.adobe.com
Terrassendach mit Photovoltaikmodul © zorro, stock.adobe.com

Konstruktion und Technik

Solar-Terrassendächer bestehen in der Regel aus halbtransparenten oder komplett lichtdurchlässigen Solarmodulen. Eine andere Variante besteht darin, ein geschlossenes Terrassendach mit klassischen PV-Modulen zu bestücken. Die halbtransparente Variante spendet neben dem Schutz vor Regen ähnlich wie eine Pergola einen Halbschatten, der allerdings im Sommer für eine Vollverschattung mit einem innenliegenden Sonnenschutz ergänzt werden muss. Als Konstruktionsmaterial für das Traggerüst kommen Holz oder Stahl, bzw. Aluminium in Frage.

Die Terrassenüberdachung besteht – unabhängig von der gewählten PV-Variante – aus einer stabilen Tragkonstruktion für das leicht geneigte Dach. Auf der Gartenseite halten Ständer das Dach, an der Hausseite ist entweder ein zweites Stützenpaar oder eine Befestigung direkt an der Hauswand als Konstruktion denkbar.

Die Solarmodule für das Terrassendach bestehen aus in Glas oder auch PVF (Polyvinylflourid) gefasste Zellen. Eine weitere Variante sind in EVA (Ethylen-Vinylacetat)- oder PVB (Polyvinylbutyral)-Folie einlaminierte PV-Zellen.

Aus bautechnischer Sicht handelt es sich bei den halbtransparenten oder transparenten Solardächern um eine Überkopfverglasung. Die Ausführung muss dementsprechend gemäß der „DIN 18008 „Glas im Bauwesen – Bemessungs- und Konstruktionsregeln“ erfolgen. In der Praxis werden vorwiegend Glas-Glas-Module aus Verbundglas mit PVB oder EVA verbaut, diese entsprechen den Regelungen der DIN-Norm.

Tipp: Glas-Glas-Module sind Solarmodule, bei denen die Zellen zwischen zwei (Verbund)-Gläsern angeordnet sind. Damit liegt die Zelle in der neutralen Faser und bleiben auch bei einer Durchbiegung unbelastet und leistungsfähig.
Glas-Glas-Module erzeugen Strom und lassen Licht durch
Glas-Glas-Module erzeugen Strom und lassen Licht durch

Variante Solarpergola

Eine interessante Variante für regenarme Gebiete ist die Solarpergola. Bei dieser Konstruktion werden die Modulreihen schräg mit einem Abstand von ca. 1 m verbaut. Vorteil dieser Variante ist der höhere Ertrag durch die schräge Anordnung. Allerdings bietet die Pergolaform keinen vollständigen Regenschutz.

Der elektrische Anschluss

Der im Solarterrassendach erzeugte Strom wird über ein zusätzliches Elektrokabel mit zwischengeschaltetem Wechselrichter ins Haus geführt. Wie bei allen anderen PV-Anlagen auch, kann über einen zusätzlichen Stromzähler überschüssiger Strom ins Netz eingespeist und abgerechnet werden.

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Ist ein Solardach für die Terrasse wirtschaftlich?

Um die Wirtschaftlichkeit eines Solar-Terrassendachs zu berechnen, sollten lediglich die Mehrkosten im Vergleich zu einer klassischen Terrassenüberdachung herangezogen und mit dem Ertrag aufgerechnet werden. Dabei ist zu beachten, dass der Wirkungsgrad lichtdurchlässiger Module geringer als der herkömmlicher Solarmodule ist, gleichzeitig sind die Kosten je Modul höher.

Was kostet ein Terrassendach mit Photovoltaik?

Die Kosten für ein Solarterrassendach hängen von Konstruktionsmaterial, den gewählten Solarmodulen sowie der Flächengröße ab. Die Preisspanne beginnt bei ca. 10.000 Euro inklusive Aufbau und Anlieferung für eine Modulfläche von 15 m². Soll das vorhandene Dach einer Terrasse durch Solarglas ausgetauscht werden, sind die Preise sehr individuell und müssen von den entsprechenden Anbietern gezielt eingeholt werden.

Wird die Solarstromanlage auf dem Terrassendach gefördert?

Mit dem Förderprodukt „Erneuerbare Energien – Standard“ fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Errichtung, Erweiterung und den Erwerb von Anlangen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit attraktiven Zuschüssen, bzw. günstigen Krediten. Ob ein Solarterrassendach förderfähig ist, hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich hat die Clearingstelle EEG in einem Votum aus dem Jahr 2012 entschieden, dass Verschattungselemente – und dazu gehören auch Terrassendächer nicht förderfähig sind. Anders liegt der Fall, wenn das Terrassendach Teil der Dachkonstruktion des Hauptgebäudes ist.

Tipp: Bauherrn sollten sich mit dem Fachbetrieb ihrer Wahl darüber beraten, inwiefern es Fördermöglichkeiten für das Solarterrassendach gibt. Grundsätzlich muss der Antrag auf Förderung vor Beginn der Planung und Installation der Überdachung erfolgen.

Baugenehmigung fürs Solardach über der Terrasse

Bauliche Veränderungen am Haus sind in der Regel genehmigungspflichtig. Welche Vorschriften jeweils gelten, hängen vom Bundesland ab, in dem das Gebäude errichtet ist. Gerade Terrassenüberdachungen sind in vielen Fällen genehmigungsfrei, dies hängt von der Größe ab, die in der jeweiligen Landesbauverordnung dafür festgelegt ist. In den meisten Bundesländern dürfen Terrassenüberdachungen bis zu einer Fläche von 30 m² und einer maximalen Einbauhöhe von 3 m ohne gesonderte Baugenehmigung errichtet werden. Allerdings müssen dennoch die baulichen Vorschriften hinsichtlich Mindestabständen zu Nachbargebäuden und Grundstücksgrenzen sowie zur statischen Sicherheit des Bauwerks eingehalten werden.

Terrassendach: Erkundigen Sie sich ob Sie eine Baugenehmigung brauchen
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Tipp: Sicherheitshalber sollte vor der Planung das zuständige Bauamt befragt werden, ob für den Einzelfall eine Baugenehmigung erforderlich ist.
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