Terrassenüberdachung selbst bauen

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Terrassenüberdachung selbst bauen

Handwerklich geschickte Bauherrn können eine Terrassenüberdachung durchaus auch selbst bauen. Auch hier gehört eine gründliche Vorplanung dazu, die nicht nur Größe, Aussehen und Material der Überdachung, sondern auch die Anforderungen an Statik und Witterungsbeständigkeit beinhaltet. Schließlich müssen das nötige Werkzeug sowie mindestens ein Helfer vorhanden sein, um die teilweise großen und schweren Bauteile an Ort und Stelle zu platzieren.

Mit der Planung fängt es an

Ganz am Anfang der Terrassendachplanung steht die Entscheidung für das gewünschte Material. Dies betrifft einmal die Überdachung selbst, zum anderen auch die Trag- und Befestigungskonstruktion. Hierbei können verschiedene Materialien kombiniert werden. Für die Terrassenüberdachung kommen lichtdurchlässige Materialien wie Glas, Acrylglas oder Polycarbonat oder auch opake Überdachungen aus Holz sowie Dachziegel aus Ton oder Schiefer in Frage, die Tragkonstruktion kann aus Aluminium, Holz oder Stahl gefertigt werden.

Ist die Materialwahl getroffen, müssen Abmessungen und Querschnittsgrößen geplant werden. Diese wiederum hängen von den statischen Anforderungen ab – ein schweres großes Glasdach braucht eine robustere Konstruktion als ein leichtes Acrylglas- oder ein Holzdach. Auf jeden Fall muss das Dach ein ausreichendes Gefälle aufweisen, damit Regenwasser zuverlässig abfließt.

Tipp: Das Gefälle wird entweder bereits bei der Tragkonstruktion durch verschiedene Höhen mitberücksichtigt oder bei der Montage durch Unterlegkeile oder ähnliches hergestellt.
Terrassenüberdachung aus Holz bauen © Andy, stock.adobe.com
Handwerklich geschickte Bauherrn können eine Terrassenüberdachung auch selbst bauen © Andy, stock.adobe.com
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Wichtige statische Grundlagen

Grundsätzlich ist eine Terrassenüberdachung eine vergleichsweise einfache statische Konstruktion, dennoch ist zu beachten, dass nicht nur das Eigengewicht des Daches berücksichtigt werden muss, auch zusätzliche Lasten aus Schnee und Wind müssen einberechnet werden. Insbesondere die Berechnung der möglichen Schneelast hängt von der Schneelastzone ab, in der die Terrasse montiert wird. Insgesamt gibt es in Deutschland fünf verschiedene Zonen, die sich hinsichtlich der statistischen Schneemenge pro Jahr unterscheiden.

Tipp: Für die Statik des Terrassendachs empfiehlt es sich, einen Fachmann zu beauftragen, bzw. die Planung von einem Statiker abnehmen zu lassen.

Terrassenüberdachung selbst bauen – die einzelnen Schritte

Unabhängig davon, welche Materialien für die Terrassenüberdachung als Eigenbau gewählt werden, fallen folgende Arbeitsschritte an:

  1. Fundament für die Stützen herstellen – Die Stützen für das Terrassendach werden auf stabilen Punktfundamenten verankert. Diese müssen frostfrei und ausreichend groß hergestellt werden.
  2. Tragkonstruktion für das Dach aufstellen – Meist wird im ersten Schritte eine Wandpfette an der Hauswand befestigt, von der aus auf die restliche Tragkonstruktion in Form von Stützen, Sparren und Pfetten aufgebaut und miteinander verschraubt wird.
  3. Dachkonstruktion montieren – Ist die Tragkonstruktion fertiggestellt, wird das eigentliche Dach befestigt. Je nach Art des Terrassendachs werden die Platten auf eine entsprechende Unterkonstruktion aufgeschraubt oder die Dachziegel auf vorher montierte Dachlatten aufgelegt.

Komplettbausatz oder Eigenkonstruktion?

Die unkomplizierteste und sicherste Variante für eine Terrassenüberdachung in Eigenbau ist ein Komplettbausatz. Anhand der vorhandenen Maße wie Terrassengröße und gewünschte Höhe des Daches können Bausätze aus verschiedenen Materialien gewählt werden. Der große Vorteil von Komplettbausätzen: Alle konstruktiven und statischen Bauteile sind richtig dimensioniert und im Lieferumfang enthalten. Dazu gehören die Tragkonstruktion mit allen Befestigungsmaterialien sowie die Dacheindeckung und eine ausführliche Montageanleitung. Die Bauteile sind aufeinander abgestimmt, passgenau und leicht zu montieren.

Wer sich für den Eigenbau entscheidet, sollte mindestens handwerkliche und statische Grundkenntnisse besitzen, alternativ kann für Planung und Aufbau zusätzlich ein Fachmann engagiert werden. Der Eigenbau ist dann zu empfehlen, wenn gestalterische Sonderwünsche umgesetzt werden sollen oder die Terrasse eine sehr spezielle Form besitzt.

Terrassendach entwässern

Ein wichtiger Aspekt wird bei der Planung und Errichtung einer Terrassenüberdachung häufig übersehen: Die Entwässerung. Es reicht nicht aus, lediglich ein Gefälle herzustellen, um den Abfluss des Regenwassers zu gewährleisten. Zusätzlich ist auch eine kontrollierte Ableitung des Wassers in Form einer Regenrinne einzuplanen. Bausätze werden meist ohne Entwässerung geliefert, in diesem Fall sollte die Konstruktion nachgerüstet werden. Eine Dachentwässerung verhindert Überschwemmungen, Schäden am Dach oder an der Fassade und sorgt dafür, dass es unter dem Dach auch bei stärkeren Regenfällen trocken bleibt. Die Regenrinne wird an die Traufseite, bzw. die Stirnseite des Daches montiert, das aufgefangene Wasser wird über ein Fallrohr seitlich abgeleitet und kann für die Bewässerung des Gartens weiterverwendet werden. Ein Laubfanggitter schützt Rinne und Fallrohr vor Verstopfung.

Genehmigung von Terrassenüberdachungen

In den meisten Fällen kann eine einfache Terrassenüberdachung bis zu einer bestimmten Größe ohne Baugenehmigung errichtet werden, die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland und können bei den zuständigen Baubehörden erfragt werden. Grundsätzlich gilt: Auch ohne Bauantrag müssen die baurechtlichen Regelungen wie zum Beispiel Abstandsflächen eingehalten werden.

Tipp: Weiterhin sollte der Nachbar informiert werden. Um späteren Ärger zu vermeiden, empfiehlt es sich, eine schriftliche Zustimmung einzuholen und alle nachbarschaftsrechtlichen Regelungen einzuhalten.
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