Haustür Wärmedämmung

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Wärmeschutz für Haustüren: Wenig Energieverlust für geringe Heizkosten

Die Wärmedämmung ist der Bereich, der bei Außentüren in den vergangenen Jahren am meisten vorangetrieben wurde. Die Außentüren sind Teil der thermischen Gebäudehülle. Das bedeutet, dass sie einen maßgeblichen Anteil daran haben, wie viel Heizwärme über die Fassade verloren geht. Um heute eingebaut werden zu dürfen, müssen Außentüren einen besonders niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) aufweisen.

Haustür Thermografie © Ingo Bartussek, fotolia.com
Haustüren als energetische Schwachstellen aufdecken © Ingo Bartussek, fotolia.com

Energieeffizienz per Gesetz: Anforderung der EnEV

Die Grenzwerte für den Wärmeverlust über die Außentüren sind in Deutschland in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt. Das Ziel dieser Verordnung ist, die Energieverluste der Gebäude in Deutschland und damit auch ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Insgesamt ist der Bestand an Gebäuden für rund ein Drittel aller deutschen CO2-Emissionen verantwortlich und er verbraucht rund 40 Prozent der gesamten Bruttoendenergie Hierzulande.

Energieeinsparverprdnung EnEv © marco2811, fotolia.com
Energieeinsparverprdnung EnEv © marco2811, fotolia.com

Entsprechend streng sind daher die Vorgaben für die Wärmedurchgangskoeffizienten. Dieser Wert wird in W/(m²K) angegeben und gibt demnach an, wie viel Energie (Watt) pro Quadratmeter (m²) und einem bestimmten Temperaturunterschied (K für Kelvin) verlorengeht. Je niedriger dieser Wert ist, desto geringer ist somit der Wärmeverlust.

Für Fenstertüren wie Balkon- und Terrassentüren sowie für Haustüren gelten unterschiedliche Grenzwerte:

  • Bei Fenstertüren liegt der maximal zulässige U-Wert bei 1,3 W/(m²K)
  • Bei Haustüren liegt der maximal zulässige U-Wert bei 1,8 W/(m²K)

Der Grenzwert von Fenstertüren entspricht somit den Vorgaben, die auch für Fenster gelten.

Neue Haustüren: U-Wert Vorgaben müssen eingehalten werden
Neue Haustüren: U-Wert Vorgaben müssen eingehalten werden

Von Dämmung und Abdichtung

Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung beziehen sich immer auf die gesamten Bauteile. Er U-Wert einer Haus- oder Fenstertür ist daher die Summe aus den einzelnen Bestandteilen des Türenelements. Dies sind:

  • der Rahmen
  • das Türblatt
  • die Verglasung
Querschnitt moderner gedämmte Aluminium Haustür © © Internorm International GmbH
Querschnitt moderner gedämmter Aluminium Haustür © © Internorm International GmbH
Moderne Haustüren sind energieeffizient
Moderne Haustüren sind energieeffizient

Alle Bestandteile müssen so effizient wie möglich sein, damit das Türelement die strengen Grenzwerte einhalten kann:

  • Rahmen und Türblatt: Hier kommt es sowohl auf das Material als auch auf die richtige Verarbeitung an. Türen aus Holz weisen von Natur aus einen guten Dämmwert auf, da Holz aus zahlreichen luftgefüllten Zelle besteht. Bei Türen aus Kunststoff oder Aluminium müssen die Türelemente speziell gedämmt werden. Dazu sind beispielsweise die Rahmen mit mehreren luftgefüllten Kammern versehen, die einen hohen Dämmwert erzielen. Diese Kammern können auch mit Dämmstoff gefüllt sein, um den Dämmeffekt noch zu erhöhen. Bei Türen aus Aluminium ist darüber hinaus eine thermische Trennung notwendig, damit keine Verbindung zwischen Innen- und Außenseite besteht und Heizenergie nicht über das Material abfließen kann.
  • Verglasung: Bei der Verglasung sollten Wärmeschutzverglasungen, am besten mit drei Scheiben, gewählt werden. Hierbei besteht die Verglasung aus drei einzelnen Glasschieben, die teilweise noch mit wärmereflektierenden Beschichtungen versehen sein können. Die Scheibenzwischenräume sind zusätzlich mit Isoliergas gefüllt.
  • Dichtungen: Gute Dichtungen sind das A und O für den Wärmeschutzbei Türen. Durch den Anpressdruck des Türblatts werden sie zwischen Rahmen und Türblatt leicht gequetscht und schließen die Tür auf diese Weise sehr luftdicht ab. Energieverluste werden vermieden.
Tipp: Gerade bei Haustüren ist es wichtig, dass auch der untere Türspalt beim Schließen gut abgedichtet wird. Auf dem Markt sind Modelle erhältlich, bei denen sich beim Schließen eine zusätzliche Dichtung absenkt. Diese Dichtung reduziert den Wärmeverlust des Türelements noch einmal deutlich.
Energieeffizienz Haustüren  © Schüco International KG
Energieeffizienz Haustüren: Außen Minusgrade, innen angenehme Raumtemperatur © Schüco International KG

Gerade bei vielen alten Häusern stellt die Türschwelle der Haustür eine Wärmebrücke dar. Der Grund ist einfach: Beim Einbau wurde der Boden im Flur mit der äußeren Trittstufe verbunden. Heizenergie wird dadurch unter der Türschwelle hinweg nach außen geleitet.

Bei einem Neubau sollten der Boden im Inneren des Hauses und die Trittstufe thermisch voneinander getrennt sein. Dazu wird eine Dämmschicht eingebaut, die sich unter der Türschwelle befindet. Beispielsweise kann die Perimeterdämmung – das heißt die Dämmung der Kelleraußenwände beziehungsweise der Stirnseiten der Bodenplatte – im Bereich des Eingangs entsprechend weit nach oben gezogen werden. Auf diese Weise ist dann ein optimaler Wärmeschutz im Bereich der Haustür gewährleistet.

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