10 Tipps für den Haustürkauf

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10 Tipps für den Haustürkauf: Fehlkäufe vermeiden

Geht es um den Kauf einer neuen Haustür, gibt es im Vorfeld einige Überlegungen anzustellen, damit die gewählte Tür für lange Zeit allen Erwartungen und Anforderungen entspricht. Die folgenden Tipps ersetzen keine ausführliche Beratung im Fachbetrieb oder Fachhandel, geben Bauherrn jedoch erste Hilfestellungen zur neuen Haustür.

Haustüren müssen einiges aushalten: Gute Pflege ist wichtig
Haustüren müssen einiges aushalten: Gute Qualität ist wichtig
  1. Erst messen, dann kaufen!

    Nur eine Haustür, die perfekt in die vorgesehene Öffnung passt, erfüllt die Anforderungen an Funktionalität, Sicherheit, Wärmeschutz und Dichtigkeit. Deshalb muss die Außenwandöffnung vor dem Kauf sehr genau ausgemessen werden. Fehler können aufwändige Nacharbeiten oder sogar die Unbrauchbarkeit der Haustür zur Folge haben. Sind Bauherrn sich nicht sicher, dass sie ihre Türöffnung korrekt messen können, übernimmt der Fachbetrieb diese Aufgabe gerne und stellt sicher, dass die neue Tür genau passt.

  2. Überlassen Sie den Einbau Ihrer Tür lieber einem Profi
    Überlassen Sie den Einbau Ihrer Tür lieber einem Profi
  3. Gute Wärmedämmung wählen

    Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert für Außentüren einen U-Wert von maximal 1,8 W/m²K. Im Fachhandel sind allerdings auch Haustüren mit deutlich niedrigeren Wärmedurchgangskoeffizienten erhältlich, wie sie zum Beispiel in Passivhäuser eingebaut werden. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der U-Wert, umso weniger Wärme gelangt durch die geschlossene und fachgerecht eingebaute Tür nach außen.

    Neue Haustüren: U-Wert Vorgaben müssen eingehalten werden
    Neue Haustüren: U-Wert Vorgaben müssen eingehalten werden
    Tipp: Bei der Auswahl des U-Werts ist weniger nicht immer mehr. Deshalb sollten Bauherrn darauf achten, dass die Tür zum Wärmekonzept für die Gebäudehülle passt und sich gegebenenfalls fachlich beraten lassen. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Haustür im Bestandsgebäude erneuert werden soll.
  4. Achtung Lärm

    Ein ruhiges Wohnumfeld erhöht die Wohnqualität. Deshalb sollte die Haustür so gewählt werden, dass sie Lärm von außen zuverlässig abhält. Wenn es rund ums Haus oft laut ist, zum Beispiel an stark befahrenen Straßen oder in der Nähe von Industrieanlagen, ist ein guter Schallschutz besonders wichtig. Haustüren sind in unterschiedlichen Schallschutzklassen nach DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ erhältlich. Je höher die gewählte Klasse, umso zuverlässiger werden Außengeräusche abgehalten.

    Schallschutz bei Türen: Ein Zusammenspiel verschiedener Komponenten
    Schallschutz bei Türen: Ein Zusammenspiel verschiedener Komponenten
    Tipp: Den optimalen Schallschutz bietet auch eine Haustür mit hoher Schallschutzklasse nur dann, wenn sie fachgereicht eingebaut, optimal eingestellt und vollständig verriegelt ist.
  5. Hauptsache dicht!

    Die Dichtigkeit einer Haustür ist entscheidend für Schall-, Wärme- und Feuchteschutz. Moderne und hochwertige Haustüren verfügen über mindestens zwei umlaufende Dichtungsebenen am Türblatt. Diese sorgen dafür, dass der Spalt zwischen Türblatt und Rahmen bei geschlossener Haustür sicher und vollständig dicht abschließt. Eine undichte Tür lässt Zugluft hinein und Wärme hinaus. Gerade im Bereich der Bodenschwelle ist dies besonders unangenehm.

    Moderne Haustüren sind energieeffizient
    Moderne Haustüren sind energieeffizient
    Tipp: Die Dichtigkeit einer Haustür hängt auch von der Ausführung der Bodenschwelle ab. Diese sollte zusätzlich thermisch getrennt sein, um Tauwasserausfall und Wärmeverlust zu vermeiden.
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  7. Starke Bauweise – starke Haustür

    Eine langlebige und sichere Haustür muss stabil gebaut sein. Moderne Haustüren sind aus Aluminium, Holz oder Kunststoff gefertigt und je nach Material durch Zusatzmaßnahmen wie Stahlkerne oder umlaufende Stahlbänder um das Türblatt zusätzlich verstärkt. Die Türblätter von Holzhaustüren müssen aus einzelnen Lamellen gefertigt sein. Dies garantiert nicht nur eine hohe Stabilität, sondern minimiert auch das Verziehen des Türblatts durch Temperaturschwankungen und Änderungen in der Luftfeuchtigkeit auf ein Minimum.

  8. Beim Einbruchschutz auf Nummer sicher gehen

    Für einen guten Einbruchschutz sollte die Haustür neben einer stabilen Konstruktion von Rahmen und Türblatt über ein Zylinderschloss mit Mehrfachverriegelung und Zertifizierung nach DIN 18251 , Schutzbeschläge nach DIN 18257 sowie einen Bohr- und Kernziehschutz am Schließzylinder verfügen. Für Haustüren im Wohnbereich ist eine Tür mit mindestens der Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627 empfehlenswert.

    Moderne Haustüren: Wirksam gegen Einbrecher
    Moderne Haustüren: Wirksam gegen Einbrecher
    Tipp: Zusätzliche Sicherheit bieten eine Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder sowie eine Alarmanlage.
  9. Beim Design auf die Details achten!

    Die Haustür ist die Visitenkarte des Hauses und wichtiges Gestaltungselement der Fassade. Bei der Auswahl sind oft Details entscheidend, dazu gehören Farbgestaltung, Glaseinsätze aus Wärmedämmglas und Beschläge. Die Haustür sollte optisch zu den Fenstern und zum Gesamtstil des Gebäudes passen – dies gilt für die Farbgebung ebenso wie für Design und Material.

  10. Haustürdaten prüfen!

    Welche Daten eine Haustür in bauphysikalischer Hinsicht und in Sachen Sicherheit mitbringt, ist den Begleitdokumenten zu entnehmen. Dort ist neben dem U-Wert und weiteren Details auch das CE-Zeichen zu finden, das für Haustüren zwingend erforderlich ist. Ebenfalls in den Begleitpapieren vermerkt sind die Widerstandsklasse nach DIN EN 1627 sowie weitere Zertifizierungen zum Beispiel das RAL-Gütesiegel des Deutsches Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.

  11. Beim Türenkauf nicht an der falschen Stelle sparen

    Eine hochwertige Haustür, die den funktionalen wie optischen Ansprüchen entspricht, ist meist nicht gerade billig. Bei der Haustür zu sparen, heißt jedoch an der falschen Stelle zu sparen. Die Qualität einer Haustür, insbesondere deren Konstruktion und Beständigkeit, ist entscheidend für ihre Lebensdauer und ein behagliches und sicheres Wohngefühl. Durch eine Haustür, die die ohnehin hohen Anforderungen an den Wärmeschutz übertrifft, sparen Bauherrn über die Lebensspanne der Tür deutlich Energiekosten.

  12. Sparen Sie nicht bei der Qualität der Haustür
    Sparen Sie nicht bei der Qualität der Haustür
  13. Haustüren werden gefördert!

    Soll in ein Bestandsgebäude eine neue Haustür eingebaut werden, zahlt der Staat mit. Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird nicht nur der Einbau einer neuen Tür mit guter Wärmedämmung gefördert, auch die Modernisierung vorhandener Haustüren sowie die Verbesserung des Einbruchschutzes wird gefördert. Die Förderung läuft als Einzelmaßnahme, die mit 10 % der anrechenbaren Kosten und maximal 5.000 Euro (Stand 06/19) bezuschusst wird.

Tipp: Bei allen Förderprogrammen der KfW muss die Förderung vor Einkauf der Bauprodukte und vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Nur dann kann ein Zuschuss oder ein zinsvergünstigter Kredit bewilligt werden.
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