Maßnahmen am Fenster

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Einbruchsschutz: Kleine Maßnahmen am Fenster mit großem Effekt

Insgesamt wird der Einbruchschutz in sieben Widerstandsklassen eingeteilt. Bezeichnet werden sie mit der Abkürzung RC, abgeleitet von dem englischen Begriff „resistance class“. Die Stufen RC 1 bis RC 3 werden in privaten Wohnhäusern eingesetzt, die weiteren Stufen sind eher für den gewerblichen Bereich gedacht. Die Empfehlung der Polizei für den Einbau in Wohnhäusern sind Fenster der Klasse RC 2, die nach DIN EN 1627 ff. geprüft und zertifiziert sind.

RC-2-Fenster kombinieren:

  • Pilzkopfzapfen
  • abschließbare Fenstergriffe
  • eine Einbruch hemmende Verglasung (so genanntes P4A-Glas)

Pilzkopfzapfen – Schutz gegen Aufhebeln

Fenster mit Pilzkopfzapfen © WERU GmbH
Fenster mit Pilzkopfzapfen © WERU GmbH

Die Pilzkopfzapfen sind im Schließmechanismus das entscheidende Element, das einem Aufhebeln des Fensters entgegenwirkt. Der Kopf dieser Zapfen weist eine deutliche Verdickung auf, sodass die Form insgesamt von der Seite an einen Pilz erinnert. Ist der Zapfen in die Verankerung im Rahmen eingeschoben, weist das Fenster einen hohen Wiederstand gegenüber den gängigsten Einbruchsmethoden auf.

Fenster Einbruchschutz: Kleine Maßnahmen - große Wirkung
Fenster Einbruchschutz: Kleine Maßnahmen – große Wirkung

Abschließbare Fenstergriffe: Schutz gegen unerwünschtes Öffnen

Fenstergriff abschliessbar © thombach, fotolia.com
Fenstergriff abschliessbar © thombach, fotolia.com

Der abschließbare Fenstergriff sorgt dafür, dass sich das Fenster selbst dann nicht öffnen lässt, wenn die Verglasung zum Teil zerstört wurde. Die Voraussetzung dafür ist selbstverständlich, dass der Fenstergriff zu dem Zeitpunkt des Einbruchsversuchs abgeschlossen ist.

Durchwurfsicheres Glas gegen körperliche Gewalt

Sicherheitsfenster Querschnitt © Kneer-Südfenster
Sicherheitsfenster Querschnitt © Kneer-Südfenster

Die Verglasung ist ein wichtiger Faktor dafür, ob ein Einbruchversuch gelingt oder nicht. Ist der Einbrecher mit dem Aufhebeln des Fensters gescheitert, kann er immer noch versuchen, die Verglasung zu zerstören. Das bei RC2-Fenstern eingebaute P4A Glas hat eine hohe Durchwurfsicherung und macht es dem Einbrecher schwer, es zu zerstören. Bei der Verglasung liegt auch der Unterschied zur RC3-Verglasung. Bei dieser höheren Widerstandsklasse ist das Glas noch robuster ausgeführt.

Aufbau von Verbundsicherheitsglas
Aufbau von Verbundsicherheitsglas

Im Zusammenspiel sorgen die drei Elemente dafür, dass der Einbruchsversuch einfach zu lange dauert. Die meisten Einbrecher brechen den Versuch gemäß der Erfahrung der Polizei dann ab.

Einbruchsschutz nachrüsten

Um einen hohen Einbruchsschutz zu gewährleisten, müssen nicht zwingend neue Fenster eingebaut werden. Verschiedene Sicherungsmaßnahmen lassen sich auch sehr gut bei bestehenden Fenstern nachrüsten. Diese Möglichkeiten sind:

  • Aufschraubsicherungen: Auf der Seite der Fensterbänder und des Fenstergriffs werden auf der Innenseite des Fensterflügels Schlösser angebracht, mit denen sich der Fensterflügel am Blendrahmen zusätzlich abschließen lässt.
  • Pilzkopfzapfen: Auch bei bestehenden Fenstern lassen sich die Zapfen des Schließmechanismus gegen Pilzkopfzapfen austauschen. Der Schutz gegen das Aufhebeln des Fensters wird auf diese Weise unsichtbar erhöht.
  • Abschließbare Fenstergriffe: Auch der Austausch normaler Fenstergriffe gegen abschließbare Modelle ist in der Regel unproblematisch möglich.
  • Einbruch hemmende Folien: Diese Sicherheitsfolien können auf die Verglasung aufgeklebt werden und erhöhen den Einbruchschutz der Verglasung.
  • Einbruch hemmende Verglasung: Auch die Verglasung lässt sich selbstverständlich gegen eine Variante mit hohem Einbruchschutz austauschen. In diesem Fall stellt sich aber die Frage, ob ein kompletter Fenstertausch nicht sinnvoller wäre.

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Nicht einsehbare Stellen speziell absichern

Nicht alle Fenster müssen gesichert werden
Nicht alle Fenster müssen gesichert werden

Am meisten für einen Einbruch gefährdet sind all die Fenster, die nicht von außen eingesehen werden können. So schön ein nicht einsehbarer Garten für die Privatsphäre ist, so angenehm macht er es für einen Einbrecher, unbehelligt arbeiten zu können. Speziell gefährdete Fenster sollten daher möglicherweise noch zusätzlich – zum Beispiel durch ein Fenstergitter abgesichert werden.

Auch Lichtschächte von Kellerfenstern bedürfen einer sicheren und verankerten Abdeckung. Nicht unterschätzt werden sollten außerdem kleine Fenster. Ein kleines Toilettenfenster mit geringe Durchmesser kann einem Einbrecher unter Umständen schon ausreichen, um ins Haus zu gelangen. Auch hier sollten also Fensterelemente mit entsprechend hohem Standard beim Einbruchsschutz gewählt werden.

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