Glasbruchmelder

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Glasbruchmelder – Typen, Funktionsweise, Einsatzbereiche

Glasbruchmelder geben Alarm, wenn es zum Beispiel bei einem Einbruchsversuch zum Glasbruch kommt und erfüllen damit die Aufgaben einer Alarmanlage. Im Handel sind verschiedene Typen und Funktionsweisen erhältlich, die sich jeweils für verschiedene Einsatzbereiche eignen und ihre eigenen Vor- und Nachteile haben.

Welche Aufgaben erfüllt ein Glasbruchmelder?

Versuchen Einbrecher über das Fenster ins Haus zu gelangen, nutzen sie zwei verschiedene Vorgehensweisen. Beim Glasdurchgriff wird ein Loch in der Nähe des Fenstergriffes in die Scheibe geschlagen, durch die der Einbrecher das Fenster von innen öffnen kann. Beim seltener vorkommenden Glasdurchstieg wird die komplette Scheibe zerstört, der Einstieg erfolgt dann über die entstandene Lücke.

Glasbruchmelder oder auch Glassensoren schlagen in beiden Fällen Alarm, sie reagieren immer dann, wenn eine Scheibe zu Bruch geht, zum Teil bereits bei ersten mechanischen und thermischen Manipulationen. Der Alarm erfolgt über einen Signalton und teilweise zusätzlich über Lichtsignale. Um Einbrüche zu vermeiden, können auf die Fenster auch Aufkleber angebracht werden, die auf das Vorhandensein eines Glasbruchmelders hinweisen. Häufig ist die abschreckende Wirkung bereits ausreichend, um einen Einbruch zu verhindern.

Einbruch über das Fenster © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Hier schlägt der Glasbruchmelder Alarm! © Robert Kneschke, stock.adobe.com
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Die verschiedenen Typen

Man unterscheidet aktive und passive Glasbruchmelder sowie akustische und faseroptische Sensoren.

Aktive Glasbruchmelder

Die Flächenmelder bestehen aus einem Ultraschallsender und einem oder mehreren Empfängern. Beide Elemente werden direkt auf der Glasscheibe befestigt. Die Sensorik funktioniert über Schallwellen, die der Sender kontinuierlich aussendet und die das Glas zum Schwingen bringen. Verändert sich durch eine Manipulation an der Scheibe das Wellensignal, wird dies registriert und der Alarm ausgelöst.

Passive Glasbruchmelder

Auch diese Typen werden auf der Glasscheibe befestigt und basiert auf dem Piezoeffekt. Der Sensor reagiert auf die Körperschallwellen, die entstehen, wenn die Scheibe beschädigt wird. Durch die Begrenzung des Schwingungsbereichs schlägt der Glasbruchmelder erst dann Alarm, wenn die Scheibe auch wirklich beschädigt wird. Passive Glasmelder sind dreifach unterteilt in:

  • Glasbruchmelder mit Linienspeisung, bei denen die Anschlüsse für die Alarmaktivierung in Serie geschaltet sind. Die Spannungsversorgung erfolgt über die Alarmanlage.
  • Glasbruchmelder mit extra Versorgungsspannung besitzen mehrere serielle Relaisschaltkreise. Sie benötigen eine separate Stromversorgung und können an herkömmliche Alarmanlagen angeschlossen werden.
  • Bei Glasbruchmeldern ohne Versorgungsspannung wird über den Piezoeffekt der Alarm ohne zusätzliche Stromzufuhr ausgelöst.

Akustische Glasbruchmelder

Dieser Typ reagiert auf Luftschall. Sie werden im Überwachungsraum des Fensters bzw. der Glastür montiert. Über ein eingebautes Mikrofon wird die Reaktion auf die Frequenzen, die beim Zerbrechen einer Glasscheibe auftreten, gesteuert.

Tipp: Bei akustischen Glasbruchmeldern müssen ausreichend große Glasflächen überwacht werden. Ansonsten kommt es bereits beim Zersplittern eine Trinkglases zum Alarm.

Eine weitere Variante der akustischen Glasbruchmelder ist das sogenannte Alarmglas, das mit einem Netz aus elektrischen Leitern durchzogen ist. Bricht das Glas. sorgt die Unterbrechung der Leiter für das Auslösen des Alarms.

Faseroptische Glasbruchmelder

Diese Technik reagiert sehr empfindlich und bereits auf erste Manipulationsversuche über einen faseroptischen Sensor. Bereits ein leichter Schlag gegen die Scheibe oder eine leichte Erwärmung reichen aus. Diese Modelle werden im Privatbereich eher selten verwendet.

Vorzüge und Nachteile der einzelnen Modelle im Überblick

Typ Vorteile Nachteile
Passive Glasbruchmelder
  • Kostengünstig
  • Einfach zu installieren
  • Von außen sichtbar
  • Für Isolierglasfenster geeignet
  • Begrenzte Schutzwirkung
  • Nicht für jedes Fenster geeignet
Akustische Glasbruchmelder
  • Gleichzeitige Überwachung mehrere Fenster mit einem Sensor
  • Begrenzte Schutzwirkung
  • Nicht für jedes Fenster geeignet
  • Häufige Fehlalarme
  • Von außen nicht sichtbar
Aktive Glasbruchmelder
  • Für alle Fenster geeignet
  • Hohe Schutzwirkung
  • Höherer Anschaffungspreis
  • Eigene Stromversorgung nötig
  • Fehleranfällig

Auf die Sicherheitsklasse achten!

Im Handel sind zertifizierte und nicht zertifizierte Glasbruchmelder erhältlich. Zweitere sind meist günstiger und können als reiner Alarm verwendet werden. Zertifizierte Modelle werden nach den Richtlinien für Einbruchmeldeanlagen des Verbands der Schadenversicherer (VdS) klassifiziert:

  • Einbruchmeldeanlagen, Klasse A für einfachen Schutz und Meldern mittlerer Empfindlichkeit. Diese Glasbruchmelder sind für private Haushalte geeignet.
  • Einbruchmeldeanlagen, Klasse B für mittleren Schutz und Meldern mittlerer Empfindlichkeit für Haushalte mit vielen Wertsachen, Schulen, Supermarkte oder öffentliche Gebäude
  • Einbruchmeldeanlagen, Klasse C für erhöhten Schutz und Medern der mit erhöhter Empfindlichkeit. Einsatzbereiche sind gewerbliche Objekte mit hohem Schutzbedarf, wie Juweliergeschäfte.
Tipp: In der Klasse C kommen in der Regel aktive Melder zum Einsatz, für die Klassen A und B nach VdS sind auch akustische und passive Glasbruchmelder geeignet.

Was kosten Glasbruchmelder?

Akustische und passive Glasbruchmelder sind einfach zu installieren und kostengünstig. Die günstigsten Modelle sind bereits ab ca. 20 Euro erhältlich, aktive Glasbruchmelder sind ab ca. 50 Euro zu haben. Je nach Umfang der Installationen und zugehöriger Alarmanlage kommen sehr unterschiedliche Kosten auf den Bauherrn zu, der sein Gebäude mit Glasbruchmeldern absichern möchte.

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