Markisenstoffe

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Markisenstoffe – Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Textilgewebe

Die Bespannung einer Markise, auch als Markisentuch oder Markisenstoff bezeichnet, ist für den optischen Gesamteindruck ebenso von Bedeutung wie für die Funktion und die technischen Eigenschaften. So schützt der Markisenstoff vor UV-Strahlung, vor direkter Sonne und ggf. auch vor Niederschlägen und Windböen. Einige Markisenstoffe sind sogar flammhemmend ausgeführt, so dass z. B. ein zu nahe am Stoff aufgestellter Brandherd (wie Kerze, Fackel, Heizstrahler oder Grill) den Stoff nicht oder nur langsam in Brand setzen kann.

Stoff für Markisentuch © blantiag, stock.adobe.com
Stoff für Markisentuch © blantiag, stock.adobe.com

Im Folgenden haben wir für Sie wichtige Informationen zu Stoffqualitäten, Dessins, Haltbarkeit und Pflege sowie zur Reinigung des Markisentuchs zusammengestellt. Denn natürlich soll und muss eine Markise Ihnen optisch gefallen und sich harmonisch in die Umgebung einfügen, doch darüber hinaus sollten Sie auch auf einige andere Dinge achten, wenn Sie sich für eine Markise entscheiden.

Unterschiedliche Stoffqualitäten bei Markisentüchern

Eine Markise ist in der Regel eine Investition, an der Sie viele Jahre Freude haben wollen und können. Daher sollten Sie sich vorab Gedanken darüber machen, welche Anforderungen Sie an Ihre neue Markise stellen. Soll der Markisenstoff blickdicht, halbtransparent oder vollständig transparent sein? Wollen Sie die Markise auch nutzen, wenn es regnet, und brauchen daher eine wasserdichte Bespannung? Wie unempfindlich soll der Stoff gegenüber Verschmutzungen, UV-Strahlung und mechanischer Beanspruchung sein?

Generell können nur Kunstfasern eine hohe Stabilität und lange Haltbarkeit gewährleisten. Naturstoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide kommen daher nicht zum Einsatz. Am häufigsten werden Markisenstoffe aus Acryl, Polyester und Spezialgeweben gewebt, die wir Ihnen im Folgenden etwas näher vorstellen:

Wassertropfen auf Hitech-Gewebe  © peterschreiber.media, stock.adobe.com
Markisenstoffe bestehen aus Kunstfasern, die z. B. durch eine Imprägnierung komplett wasserabweisend werden und in jeder gewünschten Farbe gefertigt werden können © peterschreiber.media, stock.adobe.com

Acryl

Acrylgewebe weist eine hohe Reißfestigkeit und Stabilität auf und ist sehr widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. Bei einer ausreichenden Dichte bietet ein Markisentuch aus Acryl zudem einen sehr guten Schutz vor UV-Strahlung. Weitere Pluspunkte: Acryl kann imprägniert werden und ist dann zuverlässig wasser- und schmutzabweisend und auch unempfindlich gegenüber Schimmel.

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Polyester

Die Kunstfaser Polyester ist leichter als Acryl und dabei reißfester, was sie zu einer idealen Basis für langlebige Markisenbespannungen macht. Zudem ist Polyester sehr elastisch und leiert daher auch nach vielen Jahren nicht aus, sondern behält seine Form – ein entscheidender Vorteil, besonders bei größeren Markisen. Allerdings wird Polyester erst durch eine spezielle Beschichtung wetterfest und schützt vor UV-Strahlung.

Spezialgewebe

Speziell für den gewerblichen Einsatz oder öffentliche Gebäude mit besonders hohen Anforderungen sind nicht brennbare Stoffe aus gewebter Glasfaser geeignet. Sie können je nach konkretem Anwendungszweck auch z. B. mit Silikon beschichtet werden, um eine leichtere Reinigung zu ermöglichen. Für Privathaushalte sind jedoch in der Regel Markisenstoffe aus Acryl oder Polyester besser geeignet.

Wichtig:
Beim UV-Schutz spielt neben der Gewebeart auch die Farbe des Markisentuchs eine wesentliche Rolle. Der sogenannte UPF (Ultraviolet Protection Factor, der Eigenschutz durch die Markise, vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor von Sonnencreme) ist umso höher, je dichter und dunkler das Gewebe ist. Wenn Sie einen möglichst hohen UV-Schutz wünschen, sollten Sie daher ein Markisentuch mit einem UPF 30 oder 50 wählen.

Farben und Dessins

Eine Markise soll nicht nur vor direkter Sonne und schädlicher UV-Strahlung schützen, sondern auch gut aussehen. Daher bieten die Hersteller eine umfangreiche Auswahl an Farben und Dessins (Muster und Ornamente auf dem Stoff).

Wie genau Farben und Muster auf die Markisenbespannung gelangen, hängt jedoch meist vom verwendeten Stoff ab:

  • Acrylgewebe wird mit der sogenannten Spinndüsenfärbung eingefärbt. Hier werden bereits beim Weben des Stoffes Farbpigmente beigemischt, durch die die Farbe tief in den Markisenstoff eingebracht wird.
  • Polyestergewebe wird häufig nur bedruckt, also oberflächlich gefärbt. Das Verfahren bietet zwar eine größere Auswahl an Dessins, allerdings verblasst die Farbe mit der Zeit immer mehr. Es gibt jedoch auch immer mehr Stoffe aus spinndüsengefärbtem Polyester, die in Bezug auf Farbechtheit und Beständigkeit Acrylgewebe in nichts nachstehen.
Wichtig:

Wenn Sie Wert auf eine möglichst lange Haltbarkeit von Farben und Dessins legen, sollten Sie eine Markisenbespannung aus spinndüsengefärbtem Gewebe wählen. Diese verblassen auch nach Jahren der Nutzung nicht, während bedruckte Stoffe oft schon nach 1-2 Jahren zunehmend blasser werden.

Haltbarkeit und Pflege

Wenn Sie in eine hochwertige Bespannung für Ihre Markise investieren, müssen Sie sich in der Regel viele Jahre lang keine Gedanken mehr über die Haltbarkeit des Markisentuches machen. Dennoch lassen sich Verschmutzungen mit der Zeit nicht vermeiden. Daher ist die regelmäßige Reinigung und Pflege der Bespannung notwendig.

Wie lange das Markisentuch sauber bleibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa der Witterung, den Bedingungen am Standort (z. B. Laub, Pollen, „Wetterseite“), der Konstruktion und Nutzungsintensität der Markise sowie der regelmäßigen Pflege und Reinigung. Damit können Sie die Lebensdauer Ihres Markisentuchs erheblich verlängern.

Tipps zur Reinigung und Pflege von Markisentüchern:

  • Achten Sie bei allen Arbeiten an der Markise auf einen sicheren Stand, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden.
  • Markisentücher sind keine Waschartikel, sie sind also nicht für die Reinigung in der Waschmaschine geeignet.
  • Entfernen Sie losen Schmutz mit einer weichen Bürste von dem trockenen Markisentuch. Achten Sie dabei darauf, nicht zu stark zu reiben, um das Tuch nicht aufzurauen oder die Imprägnierung zu beeinträchtigen.
  • Danach verkrusteten Schmutz mit klarem Wasser anlösen und mit kräftigem Wasserstrahl und ggf. einem Schrubber entfernen.
  • Tiefer im Stoff sitzenden Verschmutzungen oder Flecken begegnen Sie mit einer Reinigungslösung aus handwarmem Wasser (nicht wärmer als 30 °C) und 5-10 Prozent Feinwaschmittel. Tauchen Sie einen weichen Schwamm in die Lauge und drücken Sie ihn dann mehrmals aus, um auf der Oberfläche Schaum zu erzeugen. Damit können Sie gezielt verschmutzte Stellen benetzen und den Seifenschaum 15-20 Minuten einwirken lassen, bevor Sie die Stelle mit viel klarem Wasser spülen.
  • Auf keinen Fall sollten Sie Flecken trocken ausbürsten, da Sie so die Verschmutzung in die Fasern und Faserzwischenräume einbringen könnten.
  • Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger zur Reinigung des Markisentuches, denn der scharfe Wasserstrahl kann die Nähte des Tuchs oder den Stoff selber beschädigen.
  • Nach der feuchten Reinigung lassen Sie die Markise komplett trocknen, bevor Sie sie erneut einrollen.
  • Das gilt auch für eine regen- oder schneenasse Markise: Wenn Sie das Tuch im nassen Zustand – etwa bei einem aufkommenden Gewitter – einfahren mussten, sollten Sie es so bald wie möglich wieder ausfahren, um den Stoff an der Luft trocknen zu lassen. Andernfalls können sich Algen und Schimmel im Gewebe ansiedeln und dieses verfärben oder zerstören.

Die Arbeitsgruppe des Industrieverband Technische Textilien-Rollladen-Sonnenschutz e. V. (ITRS) hat Pflegehinweise für Markisentücher veröffentlicht, die Sie gegen eine Schutzgebühr direkt beim ITRS bestellen können.

Austausch statt Neukauf

Wenn das Markisentuch mit den Jahren immer deutlichere Spuren von Wind, Regen, Schnee und Sonneneinstrahlung zeigt, müssen Sie deswegen nicht gleich eine neue Markise kaufen. Ein Fachbetrieb für Sonnenschutztechnik kann das Tuch austauschen, was deutlich günstiger ist als eine komplett neue Markise.

Wenn die Oberfläche des Tuches Löcher oder andere Beschädigungen aufweist, spröde oder rissig wird oder die Farbe der Markisenbespannung stark ausgeblichen ist, sollten Sie über einen Austausch nachdenken. Denn kleine Beschädigungen können sich im belasteten Gewebe immer weiter vergrößern, so dass z. B. Risse immer länger und breiter werden. Das kann auch dazu führen, dass das Gestell in Mitleidenschaft gezogen wird und Metallteile sich verbiegen.

Mit einem Austausch der Bespannung können Sie Ihre alte Markise wieder auffrischen und noch viele weitere Jahre nutzen. Zudem haben Sie so die Gelegenheit, mit dem neuen Markisenstoff auch andere optische Akzente zu setzen, wenn Sie das wünschen.

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