Terrassendach Tragwerk

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Terrassendach Tragwerk: Stabilität erfordert starke Materialien

Eine Terrassenüberdachung muss so manches aushalten: Im Winter lastet der Schnee auf ihr, durchgehend zerrt der Wind und in regelmäßigen Abständen wird sie nass. Hinzu kommt das Eigengewicht, das die Konstruktion aufweist. Eine Abdeckung aus Glas bringt beispielsweise bereits einige Kilogramm auf die Waage, die auf lange Sicht von dem Tragwerk gehalten werden müssen. Alle Balken, Pfeiler, Sparren und Verstrebungen müssen daher auf diese Belastungen ausgerichtet sein. Neben einer durchdachten Konstruktion sind die richtigen Materialien wichtig, die die passenden Eigenschaften als Lastenträger mitbringen.

Geeignetes Material für die Terrassenüberdachung
Geeignetes Material für die Terrassenüberdachung

Für Terrassenüberdachungen bieten sich alle klassischen Konstruktionsmaterialien an, wie sie in anderen Bereichen des Hauses ebenfalls zum Einsatz kommen:

  • Holz
  • Aluminium
  • Stahl

Holz: Konstruktionsmaterial mit natürlichem Flair

Wie kein zweites überzeugt Holz als Konstruktionsmaterial durch seinen natürlichen Charme. Es ist einer der ältesten Baustoffe der Welt und wird bereits seit Jahrtausenden für den Bau von Häusern verwendet. Dafür bietet es reichlich gute Eigenschaften. Es ist flexibel, kann sich bei Temperaturschwankungen entsprechend ausdehnen und wieder zusammenziehen – das heißt arbeiten – und bietet eine hohe Stabilität. Die besondere Druckfestigkeit zeigt sich beispielsweise, wenn man an Paletten denkt: Hier können mehrere Tonnen Gewicht auf dem Holz lagern, ohne dass es nachgibt.

Terrassendach Konstruktion aus Holz © Rangzen, fotolia.com
Terrassendach Konstruktion aus Holz © Rangzen, fotolia.com

Verbaut in einem Dachstuhl mit sichtbaren Trägern sorgt es zudem mit seiner natürlichen Optik für Gemütlichkeit. Dieser Effekt lässt sich auch für die Terrassenüberdachung nutzen. Wer das Material Holz wählt, hat dabei die Qual der Wahl: Denn im Fachhandel sind verschiedene Produkte erhältlich, die zwar alle aus Holz sind, aber dennoch leicht unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Gängig für Terrassenüberdachungen sind:

  • Kesseldruckimprägnierte Hölzer
  • Fichte und Tanne
  • Douglasie
  • Leimholz
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Kesseldruckimprägnierte Hölzer: Holzschutz inklusive

In Fachmärkten ist eine große Auswahl an kesseldruckimprägnierten Hölzern erhältlich. Diese sind entsprechend vorbehandelt, sodass sie eine hohe Widerstandskraft gegenüber Witterungseinflüssen aufweisen. In dem Verfahren wird das Holz unter hohem Druck mit einem Holzschutzmittel versehen, das tief in die Struktur eindringt. Kesseldruckimprägnierte Hölzer eignen sich dadurch beispielsweise für den Bau von Gartenzäunen, die dauerhaft der Witterung ausgesetzt sind. Zu einer Terrassenüberdachung verbaut, bei der verschiedenen konstruktive Maßnahmen den Baustoff vor Niederschlägen schützen, erzielen kesseldruckimprägnierte Hölzer daher eine besonders hohe Langlebigkeit.

Fichte und Tanne: beliebtes Bauholz mit eingebautem Holzschutz

Gerade beim Bau von Holzhäusern werden Fichte und Tanne bevorzugt. Der Grund liegt in ihren hervorragenden konstruktiven Eigenschaften, die sie von Natur aus aufweisen. Sie sind fest, aber gleichzeitig flexibel und weisen ein vergleichsweise geringes Gewicht auf. Durch das natürliche Harz, das in ihnen enthalten ist, zeigen Fichte und Tanne gleichzeitig eine gute Resistenz gegenüber Schädlingen. Für einen dauerhaften Holzschutz reicht dies allerdings noch nicht aus. Die Hölzer sollten nach dem Einbau mit entsprechenden Anstrichen versehen werden, die das Holz vor allem vor Feuchtigkeit schützt.

Douglasie: Natürlichkeit in warmem Rot-Ton

Die Douglasie – oder auch Douglastanne genannt – überzeugt vor allem durch ihre besondere Optik. Das Holz weist von Natur aus eine rötliche Färbung auf, die von vielen als sehr angenehm empfunden wird. Gleichzeitig hat die Douglasie einen recht hohen Harzanteil, was eine hohe Widerstandskraft gegenüber Schädlingen bedeutet. Mit einem speziellen Öl gepflegt, lässt sich die rote Färbung erhalten, voll zur Geltung bringen und gleichzeitig der notwendige Feuchteschutz sicherstellen.

Leimholz: Bretter und Balken in mehreren Schichten

Beim Leimholz – auch Brettschichtholz – handelt es sich nicht mehr um Balken und Bretter, die aus einem einzigen Stück bestehen. Vielmehr wird dieses Holz aus mehreren Schichten zusammengefügt, die untereinander verleimt sind. Dadurch erhält Leimholz eine sehr hohe Stabilität – auch was die Formstabilität angeht. Leimholz behält seine Form, selbst wenn es den starken Temperaturschwankungen im Laufe der Jahreszeiten ausgesetzt ist. Das Arbeiten – das heißt das Ausdehnen und Zusammenzehen – ist stark vermindert. So zeigen sich bei einem Balken aus Leimholz auch keine Risse, wie sie bei einem Balken aus Vollholz nach einer bestimmte Zeit auftreten können. Diese Risse haben zwar keine Auswirkungen auf die grundsätzliche Stabilität, werden von einigen allerdings als optisch störend empfunden. Bei Leimholz ist man in diesem Bereich auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Terrassendach aus Holz und Aluminium © Holzbau Frammelsberger G. GmbH
Terrassendach aus Holz und Aluminium © Holzbau Frammelsberger G. GmbH

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Aluminium: Farbenfrohe Modernität

Neben Holz ist Aluminium das gängige Material für den Bau von Terrassenüberdachungen. Das robuste Material ist das dritthäufigste Element in der Erdkruste und damit das am meisten verbreitete Metall. Hergestellt wird es per Elektrolyse und damit sehr Energieaufwendig. Einmal aus der Erdkruste gelöst, lässt es sich dann aber sehr gut recyceln und mit nur einem Bruchteil der Energie n neue Formen bringen. Im Alltag ist Aluminium allgegenwärtig – sei es als optisch ansprechende Alufelge am Auto, Material für Karosserien oder schlicht als einfache Alufolie.

Terrassendachmit Regenrinne © Holzbau Frammelsberger G. GmbH
Terrassendach aus Aluminium © Holzbau Frammelsberger G. GmbH

Die reine Masse, in der Aluminium auftritt, ist allerdings nicht der Grund, wieso es sich als Konstruktionsmaterial so großer Beliebtheit erfreut. Es sind vielmehr seine Eigenschaften, durch die es sich in besonderer Weise eignet. Aluminium erzielt eine sehr hohe konstruktive Festigkeit bei einem vergleichsweise geringen Gewicht. Im Vergleich zu Stahl ist ein Bauteil, das annähernd dieselbe Festigkeit aufweist, aus Aluminium nur halb so schwer. Hinzu kommt die enorme Dauerhaftigkeit: Aluminium rostet nicht, ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und überdauert ohne größere Pflege mehrere Jahrzehnte.

Amuminium: Vorkommen und Herstellung
Amuminium: Vorkommen und Herstellung

Beim Bau von Terrassenüberdachungen kommen meist lackierte Aluminiumprofile zum Einsatz. Der farblichen Gestaltung ist mit diesem Material also keinerlei Grenze gesetzt. Als Nachteil kann betrachtet werden, dass sich Aluminium im Grunde nicht durch Heimwerker bearbeiten lässt. Die Eigenleistung bei einer Aluminium-Terrassenüberdachung beschränkt sich auf das Zusammenbauen eines fertigen Bausatzes.

Terrassenübderdachung aus Aluminium © mathilde, stock.adobe.com
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Stahl: werthaltig, aber eine Sache für Profis

Eher selten zum Einsatz kommt beim Bau von Terrassenüberdachungen Stahl. Das Material ist von seinen konstruktiven Eigenschaften zwar ebenso für den Bau geeignet wie Aluminium, allerdings ist es recht schwer. Außerdem ist die Verarbeitung eine Sache für einen professionellen Schlosser. Denn um stabile Verbindungen herzustellen, muss geschweißt werden. Dazu sind entsprechende Weiterbildungen notwendig, in denen die notwendigen Fähigkeiten vermittelt werden.

Bei Stahl als Konstruktionsmaterial gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Edelstahl
  • Feuerverzinkter Stahl

Edelstahl ist zwar etwas teurer, überzeugt allerdings durch seine glänzende und rostfreie Optik. Edelstahl ist ebenso wie Aluminium extrem Pflegeleicht. Über Jahre hinweg wird der Besitzer einer Terrassenüberdachung daher mit sehr geringem Aufwand viel Freude an der Konstruktion haben.

Feuerverzinkter Stahl wird in einem speziellen Verfahren mit einer Beschichtung aus Zink überzogen. Diese Schicht schützt den Stahl vor Witterungseinflüssen, sodass auch er nicht mehr rosten kann. Die Verzinkung ist im Gegensatz zu Edelstahl matt. Allerdings lässt sich eine feuerverzinkte Terrassenüberdachung in jeder beliebigen Farbe lackieren.

Terrassendach © WIGATEC Glas- und Metallbau GmbH
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