Terrassendach Abdeckung

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Der richtige Belag für die Terrassendach Abdeckung: Robustheit mit Gestaltungsanspruch

Die Entscheidung für das Belagsmaterial der Terrassenüberdachung muss mit Bedacht getroffen werden. Denn im Vergleich zum Material der tragenden Konstruktion ist die Abdeckung dauerhaft und damit noch stärker der Witterung ausgesetzt. Mehr noch: Durch die richtige Gestaltung schützt die Abdeckung die Konstruktionsmaterialien vor Feuchtigkeit und trägt somit in besonderem Maße zur Lebensdauer des gesamten Terrassendachs bei.

Terrassendach als Pultdach © Holzbau Frammelsberger G. GmbH
Terrassendach mit Glas Abdeckung © Holzbau Frammelsberger G. GmbH

Hinzu kommen die enormen Temperaturschwankungen, die im Wechsel der Jahreszeiten und sogar im Laufe eines Tages auf die Abdeckung einwirken können. Die Anforderungen an die Materialien entsprechen somit denen des normalen Hausdaches. Und wie in diesem Bereich kommen daher auch für den Belag der Überdachung einer Terrasse nur besonders dauerhafte und feuchtigkeitsresistente Materialien in Frage.

Licht oder Schatten – das ist die Frage

Terrassendach: Transparentes Dach hat Vorteile
Terrassendach: Bei der Gestaltung auch an den Innenraum denken

Ein weiterer Aspekt, der bei der Materialwahl berücksichtigt werden muss, ist die Frage, ob das Terrassendach transparent oder blickdicht sein soll. Beides hat seine Vor- und Nachteile:

  • Blickdicht: Vor allem bei Terrassen mit exakter Südausrichtung kann es im Sommer schnell zu heiß werden. Eine blickdichte Überdachung schafft selbst an den heißesten Tagen des Jahres ein schattiges Plätzchen und hält ganz nebenbei auch die dahinter liegenden Wohnräume angenehm kühl. Der Nachteil: Auch wenn die Tage kürzer werden, hält die Überdachung das Licht fern. In den Wohnräumen kann es dann im Herbst oder Winter zu dunkel sein.
  • Transparent: Eine transparente Überdachung erhält das Sonnenbad auf der Terrasse, ohne dass man Angst vor einem überraschenden Regenschauer haben muss. Weil die Überdachung in diesem Fall die Sonne allerdings nicht fernhält, kann sich an heißen Sommertagen schnell die Hitze darunter stauen. Ein Terrassendach aus einem transparenten Material bedarf daher immer eines zusätzlichen Sonnenschutzes.

Die Entscheidung für das richtige Material ist daher immer davon abhängig, welche Funktion das Terrassendach erfüllen soll. Sie lässt sich nur in Bezug auf das jeweilige Gebäude treffen. Ob eine transparente oder eine blickdichte Lösung gewählt wird, hat dabei auch Auswirkungen auf die Unterkonstruktion: eine transparente Abdeckung erfordert Sparren – das heißt mehrere Träger, zwischen denen sich größere Abstände befinden –, eine blickdichtes Material für den Belag erfordert eine geschlossene Auflagefläche.

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Eine Aufgabe, zahlreiche Möglichkeiten

Für den Belag bietet sich eine breite Auswahl an Materialien. Die klassischen Materialien für eine blickdickte Abdeckung sind:

  • Bitumen in verschiedenen Formen als Dachbahn, Schindel oder Wellpappe
  • Dachziegel

Klassische transparente Materialien sind

  • Glas
  • Kunststoffe

Welches Material am besten passt, hängt sowohl von dem gestalterischen Anspruch als auch dem zur Verfügung stehenden Budget der Bauherren ab.

Schön, wenn das Terrassendach zum Hausdach passt
Schön, wenn das Terrassendach zum Hausdach passt

Bitumen: wasserdicht und leicht zu verarbeiten

Ein besonders günstiges und leicht zu verarbeitendes Belagsmaterial ist Bitumen. Bitumen entsteht als Nebenprodukt bei der Destillation von Rohöl in Raffinerien. Die zähflüssige, klebrige Masse zeichnet sich durch hervorragende abdichtende Eigenschaften aus. In einigen Regionen der Erde tritt Bitumen auch in natürlichen Quellen auf.

Dach abdichtung mit Bitumenrollen © Dieter Pregizer, fotolia.com
Dach Abdichtung mit Bitumenrollen © Dieter Pregizer, fotolia.com

In der Antike wurde es daher bereits im Nahen und Mittleren Osten für Abdichtungsarbeiten eingesetzt. Als Belagsmaterial ist solches Bitumen in Reinform natürlich nicht gefragt. Heute gibt es verschiedene Bauprodukte, die eine leichte Verarbeitung sicherstellen.

Bitumen: Herstellung und Verarbeitung
Bitumen: Herstellung und Verarbeitung

Wer Bitumen für sein Terrassendach nutzen will, hat dafür vor allem drei Varianten zur Auswahl:

  • Dachbahnen: Die einfachste Form sind zu Rollen aufgewickelte Dachbahnen, die sich untereinander verkleben lassen. Diese Variante ist vor allem für Flachdächer interessant, weil sich eine ebene, gut abgedichtete Fläche ausführen lässt.
  • Bitumenschindeln: Eine Lösung für geneigte Dachkonstruktionen sind Bitumenschindeln. Sie schaffen auf der Dachfläche eine angenehme Optik, die der Anmutung von Dachziegeln entspricht. Die Schindeln werden überlappend und versetzt zueinander auf dem Dach festgenagelt. Zusätzliche, integrierte Klebebereiche weichen später durch die Wärme der Sonne noch etwas auf, sodass es ganz von alleine noch zu einer weiteren Verklebung der Schindeln kommt.
  • Bitumen-Wellpappe: Mit dieser Variante lassen sich sowohl geneigte als auch annähernd flache Konstruktionen (die eine sehr geringe Neigung für den Wasserabfluss haben) belegen. Die Wellpappen werden überlappend verlegt und dann am besten mit Schrauben, die einen Abdichtungsring aufweisen, auf der Unterkonstruktion festgeschraubt.

Dachziegel: klassischer Schutz für das Terrassendach

Bei einem Terrassendach handelt es sich um ein Dach. Daher können auch die entsprechenden Beläge verwendet werden, mit denen auch ein normales Dach eingedeckt wird. So lässt sich ein stimmiges Gesamtbild mit hoher Harmonie schaffen, wenn das Terrassendach mit denselben Dachziegeln wie das Dach des Hauses gedeckt wird, an das es angeschlossen ist.

Klassische Dachziegel © focus finder, fotolia.com
Dachziegel sind auch bei Terrassendächern zu finden © focus finder, fotolia.com

Die klassischen Dachziegel werden aus Ton gebrannt und weisen eine rötliche Färbung auf. Die Form kann dabei variieren: Es gibt glatte Schindeln, gewellte Ziegel oder spezielle halbrunde Formen wie „Mönch und Nonne“. Lackierte Dachziegel können zusätzlich Farbe ins Spiel bringen.

Für die Verlegung auf dem Terrassendach ist die genaue Form der Ziegel relativ egal. Die Abdeckung muss mit einer entsprechenden Konterlattung versehen werden, auf denen die Ziegel dann befestigt werden. Das Belegen der Überdachung entspricht dann genau dem Decken eines normalen Daches.

Wichtig ist, das Gewicht zu beachten: Dachziegel sind deutlich schwerer als eine Bitumenabdichtung. Dieses höhere Gewicht muss auf jeden Fall bei der Statik der tragenden Konstruktion berücksichtigt werden.

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Glas: edle Transparenz

Soll die Terrassenüberdachung nur vor Niederschlägen schützen und möglichst wenig Sonne wegnehmen, ist Glas das bevorzugte Material für die Abdeckung. Es wirkt in Kombination mit Holz oder Aluminium sehr edel und ist auf lange Sicht hin sehr beständig. Die großformatigen Glasplatten werden je nach System in die Sparrenprofile eingelegt oder auf den Sparren aufliegend befestigt. In beiden Fällen ist wichtig, dass die Fugen entsprechend gut abgedichtet sind. Hierzu gibt es im Fachhandel verschiedene Dichtungen und Dichtungssysteme, bei denen zum Beispiel die Fuge mit einer eigenen Abdeckung versehen wird.

Terrassendach © SOLARLUX Aluminium Systeme GmbH
Terrassendach mit Glas © SOLARLUX Aluminium Systeme GmbH

Bei Glas hat der Bauherr die Wahl, ob er ein klares oder ein Milchglas bevorzugt. Die klare Variante bietet den Vorteil, dass die Anmutung, unter freiem Himmel zu sitzen, erhalten bleibt. Ein Milchglas sorgt hingegen für eine gute Verteilung des Lichtes, sodass selbst bei strahlendem Sonnenschein eine hohe Sehqualität auf der Terrasse sichergestellt ist.

Wie bei Dachziegeln handelt es sich auch bei Glas um eine sehr schwere Variante der Abdeckung. Die tragende Konstruktion muss daher auf dieses Gewicht abgestimmt sein.

Kunststoff: leicht, dauerhaft und lichtdurchlässig

Eine Alternative zu Glas bieten bei transparenten Überdachungen verschiedene Kunststoff-Produkte. Sie sind sehr leicht, belasten dadurch die Konstruktion nur wenig und weisen dabei in Form von modernen Bauprodukten ebenfalls eine hohe Dauerhaftigkeit auf.

Terrassendach aus Kunssstoff © Masson-Wawer Wintergarten GmbH
Terrassendach mit Kunssstoff © Masson-Wawer Wintergarten GmbH

Wie Glas gibt es Kunststoffe für die Terrassenüberdachung in klarer als auch in milchiger Form. Gängige Kunststoffe für Terrassenbedachungen sind zum Beispiel:

  • Polycarbonat
  • Polymethylmethacrylat, besser bekannt als Acrylglas oder Plexiglas
Lichtdurchlässig und leicht: Plexiglas oder Polycarbonat
Lichtdurchlässig und leicht: Plexiglas oder Polycarbonat

Diese Kunststoffe sind dabei insbesondere in zwei Formen auf dem Markt erhältlich:

  • als gewellte Platte, die in ihrer Form der Wellpappe entspricht
  • als Stegplatte, bei der zwei – oder mehr – glatte Platten durch Kunststoffstege miteinander verbunden sind

Vor allem Stegplatten weisen durch ihren komplexen Aufbau eine hohe Stabilität auf. Auch mit einer Bedachung aus Kunststoff lässt sich daher bei der Terrassenüberdachung eine hohe Werthaltigkeit und Lebensdauer erzielen.

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