Richtig Lüften

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Richtig Lüften für ein gesundes Raumklima

Die morgendliche Dusche, das tägliche Kochen, Zimmerpflanzen oder einfach nur das Atmen der Bewohner – in jedem Haushalt fallen über den Tag hinweg große Mengen an Feuchtigkeit an. Laut der Verbraucherzentrale kann diese Menge in einem vier Personenhaushalt leicht zwölf Liter betragen, die in Form von Wasserdampf in der Raumluft gelöst sind.

Übersteigt die Luftfeuchtigkeit dabei die Marke von 60 Prozent, wird es vor allem in der Übergangszeit und im Winter kritisch: Ist das Gebäude nicht gedämmt, sind die Außenwände zu diesen Zeiten sehr kalt. Die Raumluft kühlt sich in ihrer Nähe ab und kann die enthaltene Feuchtigkeit nicht mehr halten. Sie kondensiert als Tauwasser auf der kalten Wandoberfläche. Im schlimmsten Fall kann auf diese Weise Schimmel entstehen.

Lüften © gpointstudio, fotolia.com
Stoßlüften © gpointstudio, fotolia.com

Neben der Luftfeuchtigkeit steigt in der verbrauchten Raumluft auch der Gehalt an Kohlendioxid (CO2), das die Menschen ausatmen. Laut dem Institut Wohnen und Umwelt (IWU) sollte der Grenzwert von einem Promille CO2 in der Raumluft nicht überschritten werden.

Gefahr durch Schimmel © co2online gGmbH
Gefahr durch Schimmel © co2online gGmbH

Um ein gesundes Raumklima zu erzielen, in dem die Luft genug Sauerstoff bietet und nicht übermäßig viel Feuchte enthält, muss durch regelmäßiges Lüften daher ein ausreichender Luftaustausch sichergestellt sein.

Stoßlüften statt Fenster auf Kipp

Beim richtigen Lüften geht es – vor allem in der kalten Jahreszeit – darum, die Luft im Raum zuverlässig auszutauschen, ohne dass übermäßig viel Heizenergie verloren geht. Dazu bietet das so genannte Stoßlüften Vorteile gegenüber dem Lüften über Fester, die „auf Kipp“ gestellt sind. Beim Stoßlüften werden die Fenster für eine kurze Zeit komplett geöffnet, sodass der Luftwechsel so groß wie möglich ist. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online gibt konkrete Tipps, wie die Stoßlüftung erfolgen sollte:

Richtig Lüfften © co2online gGmbH
Richtig Lüfften © co2online gGmbH
  • Mindestens vier Mal täglich sollten alle Fenster komplett geöffnet werden, wenn die Bewohner zu Hause sind. Bei Abwesenheit über Tag sollte immerhin noch drei Mal gelüftet werden.
  • Dabei sollten alle Fenster gleichzeitig und auch die Innentüren geöffnet werden. So kann eine Querlüftung entstehen, die durch den Luftzug die Raumluft effektiv nach außen abführt.
  • Die Dauer des Lüftens richtet sich nach der Jahreszeit. In den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar bleiben die Fenster fünf Minuten lang offen, im März und November zehn, im April und Oktober 15, im Mai und September 20 und in den Sommermonaten Juni Juli und August eine halbe Stunde.
  • Empfehlenswert ist darüber hinaus, in speziellen Räumen wie dem Schlafzimmer, dem Badezimmer und in der Küche auch direkt nach der Nutzung zu Lüften. Im Schlafzimmer also nach dem Aufstehen, im Bad nach der Dusche oder dem Vollbad sowie in der Küche nach dem Kochen oder dem Öffnen der Spülmaschine.
Im Haushalt entsteht viel Luftfeuchtigkeit
Im Haushalt entsteht viel Luftfeuchtigkeit

Diese Maßnahmen stellen einen ausreichenden Luftwechsel in der Wohnung sicher. Gleichzeitig zeigt sich allerdings auch, wie aufwendig es ist, ein gutes Raumklima zu schaffen. Denn wer hat Zeit, dermaßen regelmäßig Stoßzulüften und jederzeit daran zu denken? Daher bieten sich in modernen Häusern oder energetisch sanierten Gebäuden technische Lösungen an, die unabhängig vom Unsicherheitsfaktor Mensch das Lüften übernehmen.

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