Markisen

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Markisen – Sonnenschutz mit hohem Bedienkomfort

Wer vor einigen Jahrhunderten in Frankreich von eine „Marquise“ sprach, hatte dabei mit Sicherheit nicht den Sonnenschutz seiner Terrasse im Sinn. Das Wort bezeichnete vornehme Adelsdamen, die – wahrscheinlich eher ungewollt – zum Namensgeber der ausfahrbaren, mit Stoff bespannten Produkte wurden. Der Legende nach wurde in den Lagern des Heeres der französischen Armee der Sonnenschutz ausgefahren, sobald die Gemahlin eines Offiziers anwesend war. Wie dem auch sei: Heute ist der Begriff Markise fest etabliert, ohne dass jemand noch an adelige Frauen denkt.

Terassendach © MASSON-WAWER Wintergarten GmbH
Terassendach mit Markise über der Bedachung © MASSON-WAWER Wintergarten GmbH

Ein Prinzip in vielen Ausformungen

Markisen gibt es in vielen verschiedenen Formen. Das Funktionsprinzip ist immer dasselbe: Ein Gestell wird ausgeklappt oder ausgefahren und spannt dabei eine Stoffbahn als Markisentuch, das vor der Sonne schützt. Die wohl am weitesten verbreitete Markisenart ist die Gelenkarmmarkise. Die Arme haben drei Gelenke: Jeweils eines vorne und hinten und eines in der Mitte. Wie beim Bein, dass sich durch das Knie beugen oder strecken lässt, werden die Gelenkarme aus- und eingefahren.

Terrassendach: Die Markise darf nicht schwenken
Terrassendach: Die Markise darf nicht schwenken

Je weiter sie sich strecken, desto mehr Markisenstoff ziehen sie mit sich. Gelenkarmmarkisen kommen bei nicht überdachten Terrassen oder auch bei Geschäften zum Schutz der Auslagen zum Einsatz. Systembeding wippen sie beim Ausfahren immer ein bisschen. Auch bei leichteren Winden kommt es zu einer gewissen Auf- und Abbewegung. Für die Beschattung einer Terrassenüberdachung ist dieser Markisentyp daher nicht geeignet, weil er im schlimmsten Fall das Belagsmaterial sowie die Sparren beschädigen könnte.

Die Wintergartenmarkise – Lösung auch für Terrassendächer

Soll eine Terrassenüberdachung mit einer Markise vor Sonne geschützt werden, sind so genannte Wintergartenmarkisen die beste Wahl. Bei diesen Modellen wird der Markisenstoff über zwei seitliche Laufschienen gespannt. Damit kann der Stoff sich nicht übermäßig nach oben und unten bewegen und behält immer denselben Abstand zur Abdeckung. Bei Terrassendächern lassen sich die notwendigen Laufschienen sehr gut an den seitlichen Sparren befestigen.

Terrassendach mit Markise unter der Bedachung © Weinor GmbH & Co. KG
Terrassendach mit Markise unter der Bedachung © Weinor GmbH & Co. KG

Vor- und Nachteile von Markisen

Der Vorteil einer Markise für den Sonnenschutz ist, dass sie die Sonnenstrahlen über der Bedachung abhält. Somit wird der Wärmeeintrag unter der Terrasse, deutlich abgemildert. Die Platzierung über der Bedachung bietet allerdings ebenfalls die Nachteile, dass die Markise dem Wind und eventuell aufkommendem Regen ausgesetzt ist. Ist der Wind zu stark, muss die Markise eingefahren werden, um sie vor Beschädigung zu schützen. Bei Regen wird sie nass, und muss vor dem Einfahren zunächst wieder abtrocknen. Durch das enge Aufwickeln beim Einfahren könnten bei einer nassen Markise sonst Stockflecken und Schimmel auf dem Stoff entstehen.

Terassendach mit Vertikalmarkise © Weinor GmbH & Co. KG
Terassendach mit Vertikalmarkise © Weinor GmbH & Co. KG

Motorisieren und Automatisieren für höchsten Komfort

Markisen lassen sich sehr gut motorisieren. Wer beim Ausfahren also nicht auf eine Handkurbel zurückgreifen will, kann sie mit einem entsprechenden Antriebssystem versehen lassen. Der Sonnenschutz fährt dann ganz bequem per Knopfdruck aus und wieder ein.

Sensoren sorgen für die automatische Bedienung der Markise
Sensoren sorgen für die automatische Bedienung der Markise

Eine Automatische Steuerung macht es dem Nutzer noch leichter. In diesem Fall übernehmen zeitliche Regelungen oder Sensoren die Entscheidungen, wann die Zeit zum Aus- oder Einfahren reif ist. Gängig sind dabei:

  • Zeitschaltuhren: Mit ihrer Hilfe werden Zeiten festgelegt, zu denen die Markise aus oder einfahren soll. Im Sommer kann beispielsweise der frühe Morgen gewählt werden, sodass sich die Terrasse gar nicht erst übermäßig aufheizen kann – unabhängig davon, ob man nicht zuhause ist oder etwas länger schläft.
  • Sonnensensoren: Sie messen die Intensität der Sonnenstrahlen. Überschreitet sie einen gewissen Wert, veranlassen die Sensoren das Ausfahren der Markise. Ebenso starten sie das einfahren, wenn die Sonne am Abend oder bei schlechter werdendem Wetter schwächer wird.
  • Windsensoren: Sie achten als Windwächter darauf, dass die Markise keinen Schaden nehmen kann, wenn zu starker Wind aufkommt. Windsensoren haben somit nichts mit dem Ausfahren, sondern nur mit dem Einfahren der Markise zu tun.
  • Regensensoren: Auch wenn vor einem Regen die Helligkeit in der Regel abnimmt und der Sonnensensor reagieren würde, lässt sich in die Steuerung auch ein zusätzlicher Regensensor integrieren. Er misst Niederschlagsmengen und startet bei aufkommenden Regen das Einfahren der Markise. So wird verhindert, dass der Markisenstoff übermäßig nass aufgewickelt wird.
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