Türsprechanlage

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Türsprechanlagen – Funk- oder Kabel?

Mit einer Türsprechanlage können sich die Bewohner eines Hauses schnell einen Überblick darüber verschaffen, wer vor der Haustür steht. Das bietet Komfort und zusätzliche Sicherheit. Die unterschiedlichen Varianten der Türsprechanlage können entweder per Kabel oder per Funk von der Tür ins Innere des Hauses übertragen werden.

Türsprechanlage mit Videofunktion © mdbildes, stock.adobe.com
Türsprechanlage mit Videofunktion © mdbildes, stock.adobe.com

So funktioniert die Türsprechanlage

Türsprechanlagen übertragen von einer äußeren Sprecheinheit Audio- und Videosignale zu einem Empfänger im Inneren des Gebäudes. Ähnlich wie beim Telefon werden die Signale elektrisch oder elektronisch übertragen. Die Übertragung ist per Kabel oder auch per Funk möglich. Die Funkverbindung empfiehlt sich besonders dann, wenn die Anlage nachgerüstet wird.

Der Anlagenaufbau

An der Haustür oder auch am Hoftor ist die äußere Einheit, bestehend aus Klingelknopf und Lautsprecher, bzw. Videokamera. Diese Einheit besteht aus wetterfestem und korrosionsbeständigem Material, zum Beispiel Aluminium oder Edelstahl. Im Inneren des Gebäudes sitzt die Gegenanlage mit Annahmetaste für die Signale von außen. Über einen Türöffner können Tür oder Tor von Innen geöffnet werden, ein Timer sorgt dafür, dass die Entriegelung nach einigen Sekunden wieder deaktiviert wird.

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Die Installation der Anlage

Wird beim Neubau eines Gebäudes eine Türsprechanlage miteingeplant, können die erforderlichen Kabel gleich mitinstalliert werden. Wird die Anlage nachträglich eingebaut, bedeutet eine Verlegung der Kabel einen hohen Aufwand, deshalb empfiehlt sich in diesem Fall der Einsatz einer Funk-Sprechanlage. Bei der Einrichtung ist darauf zu achten, dass das Funksignal störungsfrei übertragen werden kann. Funkanlagen haben nach Herstellerangaben eine Reichweite von bis zu 500 m. Hindernisse wie Mauern können diese Reichweite jedoch stark verkürzen.

Tipp: Je nach Anlagentyp kann eventuell auch die vorhandene Verkabelung der Klingelanlage bei einer Nachrüstung genutzt werden. Damit wird der Installationsaufwand einer verkabelten Türsprechanlage reduziert.

Türsprechanlagen – die verschiedenen Technologien

Der Markt an Türsprechanlagen ist groß, die einzelnen Modelle unterscheiden sich hinsichtlich Technologie und Leistungsumfang. Die einfachste Form der Türsprechanlage ist die Wechselsprechanlage. Per Knopfdruck kann jeweils ein Teilnehmer sprechen. Die moderne Variante ist die Gegensprechanlage. Bei dieser auch als Vollduplex bezeichneten Technologie können wie am Telefon beide Teilnehmer gleichzeitig sprechen, ohne dass eine Umstellung in der Anlage erforderlich ist.

Die Funk-Sprechanlage

Bei der Funk-Sprechanlage werden die Signale per Funk übertragen. Moderne Anlagen arbeiten im Vollduplex-Verfahren, das Senden und Empfangen erfolgt über zwei unterschiedliche Frequenzen, ein Umschalten der Funktionen ist nicht erforderlich. Bieten die baulichen Gegebenheiten eine ungestörte Übertragung, kann auch eine Video-Sprechanlage per Funk betrieben werden. Im Verhältnis zu IP-Türsprechanlagen sind funkbetriebene Modelle die günstigere Variante.

Die DECT-Türsprechanlage

Die DECT-Anlage verwendet die Technologie, die auch für die Telekommunikation eingesetzt wird. Der Vorteil dieses Anlagen-Typs ist, dass sie mit der Telefonanlage im Haus verbunden werden kann und die Annahme der Anrufe von der Haustür aus, per Telefon möglich ist. Der Besucher kann außerdem eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Über eine Rufumleitung ist die Weiterleitung des Anrufs auf ein anderes Telefon oder das Smartphone möglich.

Die IP-Türsprechanlage

Nahezu jedes Haus verfügt heute über ein internes Netzwerk zur Verbindung mit der Außenwelt. Die IP-Türsprechanlage kann per LAN-Kabel oder drahtlos in dieses Netz eingebunden werden und überträgt Audio- und Videosignale in guter Qualität. Die Signale von der Haustür können von allen Geräten entgegengenommen werden, die in das Netz eingebunden sind, also auch von Smartphone, Telefon oder PC aus. Je nach Anlagenkonfiguration ist auch eine Annahme der Anrufe sowie die Öffnung der Haustür von unterwegs aus möglich.

Kosten für die Türsprechanlage

Kosten und Preise © Gina Sanders, stock.adobe.com
Kosten und Preise © Gina Sanders, stock.adobe.com

Die günstigsten Varianten der Türsprechanlage als einfache Gegenansprechanlage sind schon für unter 100 Euro erhältlich. Je nach Ausstattung und Technologie kommen zum Beispiel folgende Kosten auf den Hausbesitzer zu:

Anlagentyp Funktionen Preise in Euro
Funk-Türsprechanlage Grundset mit Türsprechstelle, Mobilteil und Basis ab 100
DECT-Türsprechanlage Türsprechstelle, Relaismodul, Mobilteil, Basis, Kabel und Befestigungsmaterial ab 120
IP-Video-Anlage Drahtlose Türklingel mit HD-Kamera, Verbindung per WiFi, interner Speicher, menschliche Erkennung ab 130
Video-Türsprechanlage Mit Flatscreen, Infrarotkamera und Türöffner ab 150
Gegensprechanlage für Mehrfamilienhaus Für 4 Wohneinheiten, eine Türstation, 4 Haustelefone ohne Kamer ab 400

Zusätzlich müssen Kosten für die Montage und Installation mitberücksichtigt werden. Je nach Aufwand und Auftragnehmer kann ein Arbeitspreis von ca. 200 Euro kalkuliert werden.

Tipp: Der Staat fördert mit seinen Förderprogrammen Einbruchschutz und Altersgerecht Umbauen auch die Installation von Türsprechanlagen, soweit das gewählte Modell den Förderbedingungen entspricht.
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