Türen Wartung

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Die Inspektion für die Haustür – einmal jährlich mindestens

Um die Funktion zu überprüfen, Schäden frühzeitig zu erkennen und Verbrauchsmaterialien zum richtigen Zeitpunkt auszutauschen, sollten Eigenheimbesitzer ihre Außentüren einmal jährlich einer umfassenden Inspektion unterziehen. Zugegeben: Eine Pflicht dafür gibt es nicht. Allerdings lohnt es sich, diesen geringen zeitlichen Aufwand zu investieren. Denn die Wartung kann die Lebensdauer der Außentüren deutlich verlängern, sodass sie erst später ausgetauscht werden müssen und somit auch die Modernisierungskosten erst später entstehen.

verwitterte Tür © jeepbabes, fotolia.com
Mangelhafte Wartung und Pflege: verwitterte Tür © jeepbabes, fotolia.com

Die Tür-Inspektion sollte mehrere Punkte umfassen:

  • die Sichtkontrolle aller Bauteile des Türelements
  • die Pflege von Bauteilen wie Dichtungen und Türbändern
  • die Erneuerung von Schutzanstrichen und Lasuren
  • die Überprüfung elektronischer Bauteile und Elemente

Der erste Schritt ist die Sichtkontrolle. Ist das Türblatt noch intakt ober zeigen sich irgendwo Kratzer? Wie sieht es am Rahmen aus? Ist die Fuge zwischen Wand und Tür dicht oder zeigen sich hier Risse? Wie sieht es von innen aus: zeigen sich hier gegebenenfalls Hinweise, dass sich einmal Tauwasser niedergeschlagen hat? Sind die Dichtungen noch intakt oder zeigen sich irgendwo Fehlstellen? All das sind Fragen, die der Hauseigentümer bei der Inspektion abarbeiten sollten.

Holztüren regelmäßig streichen © sima, fotolia.com
Holztüren regelmäßig streichen © sima, fotolia.com

Türen aus Holz haben den größten Wartungsaufwand

Unter den Materialien verursachen Aluminium und Kunststoff den geringsten Wartungsaufwand. Sie sind ohne weitere Maßnahmen dauerhaft witterungsbeständig. Bei der Inspektion gilt die Suche daher vor allem Beschädigungen oder hartnäckigen Verschmutzungen an Türblatt oder Rahmen, die entfernt werden müssen.

Bei einer Tür aus Holz ist das anders: Das natürliche Material erhält erst in Ergänzung mit entsprechenden Schutzanstrichen seine Dauerhaftigkeit gegenüber Regen und Schnee. Diese Anstriche müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden, um den Schutz optimal zu gewährleisten. Zu beachten ist dabei, dass bereits kleine Risse ausreichen, damit die Wirkung des Anstrichs verloren geht. Von außen betrachtet ist ein solcher Schaden gering und nur bei genauem Hinschauen zu erkennen. Allerdings kann durch jeden Riss Feuchtigkeit in das Holz eindringen und hier bereits schwere Schäden verursacht haben, bevor von außen diese Tragweite erkennbar wird.

Tipp: Besitzer von Außentüren aus Holz können einen Malermeister bei der Tür-Inspektion zu Rate ziehen. Er kann mit seinem professionellen Blick abschätzen, ob bereits der Bedarf für einen neuen Anstrich besteht oder ob dieser noch ein Jahr warten kann.

Dichtungen überprüfen und eventuell erneuern

Ein Großteil der Dämmwirkung von Außentüren wird durch die eingebauten Dichtungen erzielt. Sie sorgen dafür, dass die Türen möglichst luftdicht schließen. Das verhindert, dass wertvolle Heizenergie schleichend aus dem Inneren nach außen verloren geht. Diese Aufgabe können die Dichtungen allerdings nur im intakten Zustand erfüllen. Eine Überprüfung ist daher nicht nur eine Sache, die den Wert der Tür erhält, sondern gleichzeitig durch den vermiedenen Wärmeverlust Geld spart.

Tipp: Ob die Dichtung zwischen Rahmen und Türblatt noch intakt ist, lässt sich leicht überprüfen: Ist es im Winter draußen kalt und sind die Innenräume beheizt, muss man einfach die Hand in die Nähe der Dichtung halten. Ist ein deutlicher Luftzug zu spüren? Dann sollte ein Austausch der Dichtung in Betracht gezogen werden.

Ebenso wie die Dichtungen zwischen Türblatt und Rahmen sollten auch – vor allem bei Fenstertüren – die Dichtungen rings um die Verglasung betrachtet werden. Zeigen sich hier Fehlstellen, sollten die Hauseigentümer einen Fachmann zu Rate ziehen. Denn eine defekte Dichtung an dieser Stelle kann in einem Schaden münden, der die gesamte Funktionsfähigkeit des Fensters gefährdet.

Generell können Dichtungen mit spezieller Pflegemilch geschmeidig gehalten werden. So sind sie bestens auf häufige Öffnungs- und Schließvorgänge sowie das Arbeiten durch Temperaturschwankungen vorbereitet.

Schließsysteme und Türbänder

Nicht die Energieeffizienz, sondern Funktion und Komfort stehen bei der Wartung von Schließsystem und Türbändern im Fokus. Gerade bei den Türbändern lohnt ab und zu ein Tropfen Öl, damit das Öffnen und Schließen der Tür leichtgängig bleibt. Auch an mechanischen Schlösser können mit der Zeit – wie jedes mechanische System – Verschleißerscheinungen auftreten. Hier sind dann die Hinweise des Herstellers zur Pflege und Wartung zu beachten.

Bei elektronischen Schließzylindern mit eingebautem Transponder muss die eingesetzte Batterie regelmäßig ausgetauscht werden. Ob sie noch ausreichend Energie für ein weiteres Jahr hat, sollten die Eigenheimbesitzer bei der Inspektion überprüfen – damit nicht aus Versehen jemand trotz passendem Schlüssel plötzlich vor verschlossener Tür steht. Auch bei andere elektronische Systeme, die über eine dauerhafte Stromversorgung verfügen, sollten regelmäßig alle Funktionen überprüft werden. So ist die Einlasskontrolle auf lange Sicht in optimaler Weise gewährleistet.

Alarmanlagen müssen regelmäßig gewartet werden

Bei Alarmanlagen ist eine regelmäßige Wartung Pflicht. Die Wartungszeiträume sind über verschiedene DIN Normen geregelt. Hier sind die Angaben des Herstellers zur Länge dieser Zeiträume zu beachten. Gerade bei Alarmanlagen macht diese regelmäßige Überprüfung und Instandhaltung durch einen qualifizierten Fachmann Sinn. Immerhin muss die Anlage im Ernstfall zuverlässig funktionieren, um ihre Wirkung zu entfalten. Geschieht dennoch ein Einbruch, können die Hausbesitzer der Versicherung dann zudem nachweisen, dass die Anlage gut gewartet war.

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