Anforderungen Terrassenüberdachung

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Terrassenüberdachung: Konstruktion mit hohem Anspruch an die Sicherheit

Eine Terrassenüberdachung muss so einiges aushalten: Sie ist durchgehend Wind und Wetter ausgesetzt und trotzt im Laufe der Jahreszeiten sowohl den hohen Temperaturen im Sommer als auch dem Frost im Winter. Hinzu kommt, dass sich unter der Überdachung Menschen aufhalten. Und die dürfen – so einfach es klingt – weder gefährdet werden, noch Schaden nehmen. An die Überdachung stellen sich daher hohe Anforderungen in verschiedenen Bereichen:

  • Stabilität: Die Statik muss so ausgerichtet sein, dass sie die Konstruktion trägt und ihr Stabilität verleiht.
  • Die feste Verankerung mit Wand und Boden muss gewährleistet sein.
  • Eine zusätzliche Belastung durch das Wetter wie Sturm und Schnee darf die Konstruktion nicht überlasten.
  • Die Materialien müssen entsprechend witterungsbeständig sein.

Eine Terrassenüberdachung bedarf somit sorgfältiger Vorplanung, damit sie allen Sicherheitsaspekten gerecht wird.

Terrassenüberdachung Stabilität: Gut konstruiert und fest verankert für optimale Statik

Terrassendach © Schüt-Duis
Terrassendach: Hoher Anspruch an die Konstruktion © Schüt-Duis

Wer seine Terrasse überdacht, erstellt ein komplexes Bauteil, das von seiner Stabilität hohe Ansprüche erfüllen muss:

  • Die Tragkonstruktion muss so ausgerichtet sein, dass sie das Material der Abdeckung tragen kann. Gerade bei Glas können hier hohe Gewichte entstehen.
  • Die Kräfte wie das Eigengewicht und zusätzliche Belastungen durch Wind und Schnee müssen sicher nach unten in den Boden abgeleitet werden.
  • Die Überdachung muss standfest sein.

Der wichtigste Aspekt ist also die Statik. Wer für seine Terrassenabdeckung einen fertigen Bausatz verwendet, kann sich darauf verlassen, dass dieser entsprechend durch den Hersteller geprüft ist. Wer seine Terrassenabdeckung individuell selber baut und genau auf sein Grundstück anpasst, muss hierbei Vorsicht walten lassen: Ein Statiker sollte eine entsprechende Berechnung zur Prüfung der Stabilität anstellen. Anschließend muss die Terrassenüberdachung natürlich auch so gebaut werden, wie sie berechnet wurde. Dies ist neben der Sicherheit für die Terrassennutzer wichtig, um den Versicherungsschutz zu gewährleisten.

Um die optimale Stabilität zu erreichen sind vor allem vier Aspekte entscheidend:

  • Die Wahl ausreichend tragfähiger Konstruktionsmaterialien.
  • Die Aussteifung der Konstruktion durch entsprechender Verstrebungen.
  • Das Fundament, das eine ausreichende Tragfähigkeit bietet.
  • Die Verankerung mit dem Gebäude.

Schneelast: Weiße Pracht als Belastungstest

Schnee ist für jede Dachkonstruktion eine Belastung, die zeitweise auftreten kann und daher mit einkalkuliert werden muss. Die Problematik ist klar: Im gefrorenen Zustand als Schnee fließt das Niederschlagswasser bei Minustemperaturen nicht ab, sondern türmt sich immer weiter auf dem Dach auf. Das Gewicht wirkt auf die Konstruktion ein. Jeder Quadratmeter der Dachfläche muss daher ein bestimmtes Maß an zusätzlichem Gewicht tragen können. Wie viel das ist, hängt von der jeweiligen Region und der in ihr zu erwartenden Schneemenge ab.

Terassendach im Winter © Holzbau Frammelsberger G. GmbH
Terassendach im Winter © Holzbau Frammelsberger G. GmbH

Schneereiche Regionen verlangen geneigte Dächer

Je schneereicher en Gebiet ist, desto wichtiger ist es, dass der Schnee ab einem bestimmten Punkt möglichst von selbst vom Dach rutschen kann. Dies ist durch eine ausreichende Neigung des Daches möglich. Ist viel Schnee zu erwarten, sollte die Terrassenüberdachung daher mit einem Pultdach – das heißt einem Dach das zu einer Seite geneigt ist – oder einem Spitzdach – einem Dach mit zwei schrägen Dachflächen – versehen werden. Flachdächer sind in diesem Fall nicht empfehlenswert und können sogar bei der Versicherung Probleme bereiten.

Windlast: Ausgelegt für den Herbststurm

Eine weitere Herausforderung beim Bau einer Terrassenüberdachung ist die Windlast, die phasenweise auf die Konstruktion einwirkt. Wie bei einem Flachdach gibt es je nach Region und Intensität des Windes zwei Arten der Windlast:

  • Winddruck: Der Wind drückt auf die Konstruktion und erhöht somit die Kräfte, die nach unten abgeleitet werden müssen.
  • Windsog: Der Wind fließt über die Dachkonstruktion, sodass Luftwirbel und dadurch ein Sog auftreten kann, der die Belagsmaterialien nach oben zieht.

Mehr noch als bei einem Gebäude mit Flachdach, das an der Dachkonstruktion nur eine Angriffsfläche für den Wind aufweist, ist bei einer Terrassenüberdachung noch ein weiterer Aspekt zu beachten: Die Überdachung wirkt wie ein riesiges Segel, unter dass der Wind im ungünstigsten Fall greifen kann. Somit müssen nicht nur die Kräfte sicher nach unten abgeleitet werden, auch der Druck von unten nach oben darf der Konstruktion nichts anhaben können. Entsprechend stark müssen die Verankerungen am Fundament und am Gebäude ausgebildet sein.

Terrassendach © VOWISOL Wintergärten GmbH
Terrassendach als Designobjekt © VOWISOL Wintergärten GmbH

Witterungsbeständigkeit: Materialien, die Wind und Wetter trotzen

Den Nutzern bietet sie sicheren Schutz, selbst ist sie Wind und Wetter dauerhaft ausgesetzt: Die Terrassenüberdachung muss sowohl Feuchtigkeit als auch Frost und Temperaturschwankungen aushalten. Die Anforderungen an die Witterungsbeständigkeit aller verbauten Materialien sind daher mit den Anforderungen eines normalen Daches vergleichbar.

Konstruktiv lässt sich die Terrassenüberdachung dabei bereits so planen, dass der Witterungseinfluss so gut wie möglich abgeschwächt wird – zum Beispiel durch eine ausreichende Dachschräge oder einen entsprechend großen Dachüberstand über das Tragwerk hinaus. Dennoch müssen die Materialien auf die besondere Beanspruchung ausgerichtet sein.

Klassische Materialien für das Tragwerk sind:

  • Holz, gegebenenfalls mit entsprechendem schützendem Anstrich
  • Aluminium
  • Stahl

Die Abdeckung kann zum Beispiel aus folgenden Materialien bestehen:

  • Glas
  • Kunststoff
  • Bitumen-Dachbahnen

So beständig das Material ist: Immer ist eine regelmäßige Pflege und Wartung notwendig, um die volle Funktion der Terrassenbedachung zu erhalten.

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