Fensterfolie richtig anbringen

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Fensterfolie richtig anbringen

Mit einer Fensterfolie lässt sich die Funktionalität von Fenstern vergleichsweise einfach und kostengünstig ergänzen. Zwar ist die Wirkung nicht so effektiv wie die eines Fensters mit den gewünschten Eigenschaften, zum Beispiel für den Wärmeschutz, völlig sinnlos sind die Maßnahmen in vielen Fällen dennoch nicht. Je nachdem, welcher Effekt gewünscht ist, unterscheidet man verschiedene Folientypen.

Welche Wirkung hat Fensterfolie?

Welche Wirkung eine Fensterfolie im Einzelfall hat, hängt von Material, Aufbau und Eigenschaften des Produktes ab. Im Handel wird zwischen unterschiedlichen Folientypen unterschieden, die sich zum Teil auch in der Art der Befestigung an der Fensterscheibe unterscheiden.

Sonnenschutz

Sonnenschutzfolien besitzen einen integrierten UV-Schutz und reduzieren die Einstrahlung von außen in den Raum durch Reflektion. Dies verringert die Aufheizung des Raums durch allzu viel Sonneneinstrahlung und schont die Möbel. Gleichzeitig stellt die Folie einen effektiven Sichtschutz dar.

Nachteilig an dieser Folienart ist, dass sie nicht wiederverwendbar ist und die Räume dauerhaft verdunkelt. Dagegen besteht kein Sichtschutz am Abend. Dadurch dass die Sonneneinstrahlung abgehalten wird, sind auch solare Wärmegewinne, wie sie im Winter gewünscht werden, nicht nutzbar.

Einbruchschutz

Mit einer Einbruchschutzfolie werden Fensterscheiben stabiler, bei Einbruchsversuchen über die Glasscheibe bricht diese zwar, dennoch stellt die Folie eine Barriere dar. Weiterhin entstehen beim Glasbruch keine Splitter. Die transparente Folie wird von innen aufgeklebt und ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, auch der freie Blick nach draußen bleibt ungetrübt. Hochwertige Produkte sind nach DEIN EN 356 geprüft und gelten als durchwurfhemmend (P2A). Allerdings ist diese Folie recht schwer anzubringen. Für eine einwandfreie Funktion und eine ungetrübte Optik sollte die Montage vom Fachmann übernommen werden.

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Wärmeschutz

Wärmeschutz- oder auch Isolierfolien versehen die Scheibe mit einer zusätzlichen wärmedämmenden Schicht. Die Folien sind transparent, können die Heizkosten senken und Kondensation an der Scheibe vermeiden. Die Folien werden auf die Innenseite der Scheibe aufgeklebt und wirken durch Reflektion: Die warme Raumluft wird zurückgeworfen, eine Abkühlung der Scheibe verhindert. Durch eine Verschiebung des Taupunktes entsteht weniger Kondenswasser, dies wiederum schont die Dichtungsgummis im Fensterfalz und verhindert Schäden und Schimmelbildung. Wie effektiv die auch als Energiesparfolien bezeichneten Produkte tatsächlich sind, hängt allerdings von den Umgebungsbedingungen ab. Zwar entweicht durch die Scheibe der größte Anteil an Wärme, allerdings spielen auch Rahmenkonstruktion und die Dichtheit des Fensters eine entscheidende Rolle. Die selbstklebenden Folien haben einige Nachteile: So erschweren sie das Fensterputzen, mit der Zeit kann die Klebewirkung nachlassen und die Folie löst sich ab.

Tipp: Wärmeschutzfolien müssen immer vollflächig auf der Scheibe verklebt werden, sonst kann es durch die unterschiedlichen Temperaturen in der Scheibe zu spontanem Glasbruch kommen.

Sichtschutz und Dekoration

Als Sichtschutz und zur Dekoration gleichermaßen dienen Dekorfolien, die in vielen Gestaltungsvarianten und Designs erhältlich sind. Besonders beliebt sind Milchglasfolien, die Sichtschutz bieten, aber dennoch Licht durchlassen. Die Kunststofffolien bieten überall dort einen zuverlässigen Sichtschutz, wo Vorhänge ungünstig sind, zum Beispiel im Badezimmer oder direkt über der Küchenspüle. Besonders praktisch sind Folien, die nicht geklebt, sondern im Adhäsionsverfahren befestigt werden. Dadurch kann die Folie bei Bedarf jederzeit und ohne Spuren zu hinterlassen, wieder entfernt und neu verwendet werden. Allerdings hält die Folie nur dann, wenn die Scheibe einwandfrei sauber ist. Staub oder andere Partikel verringern die Klebekraft und es kann zur Ablösung kommen.

Tipp: Bei Adhäsionsfolien ist es ausreichend, die Oberfläche anzufeuchten. Anschließend wird die Folie aufgesetzt und mit einem Rakel glattgestrichen. So haftet sie sicher an der Glasscheibe.
Fenster mit Sichtschutzfolie © PRILL Mediendesign, stock.adobe.com
Sichtschutzfolien sind in vielen Designs erhältlich © PRILL Mediendesign, stock.adobe.com

Fensterfolie aufkleben – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie eine Folie an der Fensterscheibe befestigt wird, hängt von der Technologie ab. Grundsätzlich gilt für alle Varianten, dass die Glasoberfläche sauber und rückstandsfrei sein muss. Nur dann kann sich das Material optimal und mit guter Haftung verbinden. Hinsichtlich der Klebearten unterscheidet man:

  • Selbstklebende Folien, die nach Entfernung der Schutzfolie auf der Klebeseite auf das Fenster aufgeklebt werden.
  • Folien mit Montageflüssigkeit bieten durch die Nassverklebung idealen Halt, durch den Kleber entsteht allerdings einiges an Reinigungsaufwand und es muss sehr sorgfältig gearbeitet werden.
  • Adhäsionsfolien benötigen nur etwas Wasser, um an der Scheibe zu haften und sind besonders leicht anzubringen und zu korrigieren. Die Folien können ebenso leicht entfernt und mehrfach wiederverwendet werden.
Sonnenschutzfolie wird montiert © Petr Smagin, stock.adobe.com
Der richtige Zuschnitt und eine sorgfältige Montage entscheiden über die gute Haftung der Sonnenschutzfolie © Petr Smagin, stock.adobe.com
  1. Der Zuschnitt

    Im ersten Schritt – idealerweise noch vor dem Kauf – wird die Fensterfläche ausgemessen. Beim Zuschnitt empfiehlt es sich, die Folie lieber etwas größer zu bemessen und anschließend überschüssige Folie mit dem Cutter zu entfernen.

  2. Folie anbringen

    Die fertig zugeschnittene Folie wird nun auf das sorgfältig gereinigte und trockene (außer bei Adhäsionsfolien) Fensterglas aufgebracht. Der Fensterfalz sollte nicht überdeckt werden. Zum Befestigen beginnt man an den oberen Ecken und streicht die Folie Stück für Stück nach unten aus, zum Beispiel mit einem Rakel oder alternativ auch einer EC- Karte oder ähnlichem. Verwendet man selbstklebende Produkte, sollte die Schutzfolie nicht komplett, sondern abschnittsweise entfernt werden.

  3. Luftblasen entfernen

    Haftet die Folie am Fenster, sind meist noch Luftblasen zu sehen. Diese werden – ebenfalls mit dem Rakel – von der Mitte aus nach außen ausgestrichen. Diese Maßnahme entfernt ebenso überflüssigen Kleber bzw. Feuchtigkeit.

Abweichend werden bei Folien mit Montageflüssigkeit Scheibe und Folienrückseite mit dem Konzentrat besprüht. Anschließend wird die Folie auf das Fenster aufgesetzt und auch auf der Vorderseite mit dem Kleber behandelt. Seitlich austretendes Material wird mit einem Lappen entfernt. Nach der Montage sollte die Folie mindestens drei Tage ungestört trocknen. Das Fenster sollte während dieser Zeit nicht geöffnet und die Folie nicht berührt werden.

Folien vom Fenster entfernen

Soll die Folie wieder von der Fensterscheibe entfernt werden, geht dies bei den Klebevarianten mit einem Glasschaber. Alternativ kann auch ein Föhn verwendet werden. Die heiße Luft weicht den Kleber auf und die Folie lässt sich leicht abziehen. Adhäsionsfolien werden ohne weitere Vorbehandlung oder Werkzeug von der Scheibe abgezogen.

Was kostet Fensterfolie?

Die Preisspanne für Fensterfolien ist groß. Während einfache Dekorfolien als Sichtschutz bereits ab 5 bis 10 Euro/ m² zu haben sind, kosten Spezialfolien wie die Wärmeschutzfolie oder Splitterschutzfolien zwischen 30 und 40 Euro/ m².

Tipp: Für lange Haltbarkeit und den gewünschten Effekt empfiehlt es sich, die Folien im Fachhandel zu kaufen und lieber etwas hochwertige und damit teurere Produkte zu wählen.
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