Insektenschutzgitter anbringen

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Schutz vor Mücken, Wespen und Co: Insektenschutzgitter nachträglich anbringen

Wenn die Tage länger werden, sind auch Insekten nicht mehr weit. Damit Mücken, Wespen und andere Flug- und Krabbeltiere draußen bleiben, leisten Insektenschutzgitter gute Dienste. Um auch bei offenem Fenster verschont zu bleiben, gibt es verschiedene Möglichkeiten – abhängig vom Fenster sowie von der gewählten Art der Befestigung.

Müssen draußen bleiben: Insekten
Müssen draußen bleiben: Insekten

Fester Sitz ganz ohne Bohren

Gerade in Mietwohnungen, aber auch im Eigenheim ist es problematisch, in Fenster- oder Türrahmen zu bohren und so die Insektenschutzgitter oder -rahmen sicher zu befestigen. Löcher im Profil können den Wärmeschutz beeinträchtigen und sehen auch optisch nicht besonders gut aus. Als Alternative kommen verschiedene Klebe- oder Klemmvarianten zum Einsatz, um den Insektenschutz sicher und dauerhaft zu befestigen – und im Herbst einfach wieder abzunehmen.

Insektenschutz Schieberahmen © WAREMA
Insektenschutz Schieberahmen © WAREMA

Die Klettvariante

Eine einfache Möglichkeit, Insektenschutzgitter zu befestigen, ist die Klettvariante. Dazu wird in der Profilebene ein selbstklebendes Klettband befestigt, das flexible Fliegengitter aus Kunststoff wird anschließend an das Klettband angedrückt und schützt zumindest für einen Sommer zuverlässig vor Insekten im Haus. Probleme kann es beim Schließen des Fensters oder der Tür geben. Durch den Materialauftrag des Klettbands muss mehr Druck ausgeübt werden. Dies kann die Dichtungen des Fensters beanspruchen und im schlimmsten Fall zu Schäden und Undichtigkeiten führen, die sich im nächsten Winter rächen.

Tipp: Ähnlich funktionieren Insektenschutzgitter, die per Magnetband befestigt werden. Der Vorteil dieser Variante: Das Insektengitter kann leicht und zerstörungsfrei abgenommen werden, zum Beispiel zum Blumen gießen.

Spannrahmen für die Frontalmontage

Spannrahmen ist eine einfache Art des Insektenschutzes. Werkzeug ist für die Montage nicht nötig. Der Rahmen aus Kunststoff wird von außen mit Einhängefedern am Fensterprofil befestigt. Dazu werden die Federn in den Fensterrahmen eingeklemmt und sitzt fest an der Rahmenaußenseite.

Tipp: Der Spannrahmen kann bei Bedarf einfach abgenommen und wieder eingehängt werden.
Insektenschutz Spannrahmen © alezandro, stock.adobe.com
Maßgeschneiderte Spannrahmen fürs Fenster – sicherer Schutz vor Insekten © alezandro, stock.adobe.com

Scharnierkleber für Fliegengittertüren

Insbesondere für Türen gibt es Insektenschutzgitter zum Öffnen. Wer hier aufs Bohren verzichten möchte, wählt die Variante, bei der die Scharniere mit einem speziellen Kleber befestigt werden. Probleme und Oberflächenschäden kann es geben, wenn die Scharniere, bzw. der Kleber wieder vom Türrahmen entfernt werden soll.

Klemmen statt kleben

Ganz ohne Kleber kommen geklemmte Insektenschutzrahmen oder -rollos aus. Dazu wird der Rahmen in die Laibung geklemmt. Häufig wird dies Variante auch für Rollos eingesetzt. Der Vorteil daran: Das Schutzgitter lässt sich mit wenigen Handgriffen und ohne Aufwand entfernen. Geeignet ist diese Variante allerdings nur dann, wenn die Mauerlaibung in der Klemmebene perfekt plan ist oder in diesem Bereich ein glatter Untergrund angebracht wird, an den der Gitterrahmen lückenlos anschließt.

Insektenschutz mit Klemmrahmen
Insektenschutz mit Klemmrahmen

Oder doch lieber bohren und schrauben?

Wer sich mit einem fest montierten und verschraubten Insektenschutzgitter wohler fühlt, hat auch hier verschiedene Möglichkeiten. So kann das Insektenschutzgitter im Spannrahmen direkt am Fensterrahmen verschraubt werden. Hierfür gibt es innenliegende und außenliegende Varianten sowie Konstruktionen für Fenster mit Vorsatzrollladen.

Zur Befestigung wird bei Frontalmontage am Fenster direkt in den Rahmen geschraubt. Ist dies bei Fensterrahmen aus Holz vorwiegend ein optisches Problem, wenn das Insektenschutzgitter wieder entfernt wird, kann es bei Kunststofffenstern zu Einschränkungen hinsichtlich des Wärmeschutzes kommen. Insbesondere wenn die Schraubung auf der Rahmenaußenseite erfolgt, kann durch das Bohrloch Wasser in das Rahmenprofil laufen.

Bohren im Kunststofffenster © astrosystem, stock.adobe.com
Bohrlöcher im Kunststoffprofil bergen einige Risiken! © astrosystem, stock.adobe.com

Laibungsmontage – schont Fenster- und Türrahmen

Anstatt das Insektenschutzgitter oder die Fliegengittertür direkt am Fenster zu befestigen, kann es auch in einem Rahmen in der Fensterlaibung montiert werden. Der Vorteil: Die Blendrahmen bzw. Dichtebenen werden nicht belastet. Damit der Rahmen absolut dicht an der Laibung sitzt, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Damit der Rahmen richtig sitzt, muss das Fenster in seiner Höhe und Breite exakt ausgemessen werden.
  • Der Rahmen, in dem das Schutzgitter aufgespannt ist, bzw. der Befestigungsrahmen muss parallel in der Fensterlaibung sitzen.
  • Der Anschluss zwischen Rahmen und Laibung muss so abgedichtet werden, dass keine Lücken vorhanden sind. Dies lässt sich mit Dichtungsbändern oder Acryldichtung erreichen.
Tipp: Insektenschutzgitter, die nachträglich mittels eines Rahmens in der Laibung angebracht werden, lassen sich durch die Verwendung von Haken bei Bedarf leicht abnehmen, ohne dass es zu Schäden am Gitter oder an Fenster bzw. Laibung kommt.
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