Kellerfenster austauschen: Schritt für Schritt

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In Altbauten bestehen Kellerfenster häufig noch aus Stahl mit Einfachverglasung. Diese bieten keinen sicheren Einbruchschutz und auch Wärmedämmung und Dichtheit lassen zu wünschen übrig. Ein Austausch lohnt sich also gleich mehrfach und lässt sich mit dem richtigen Werkzeug auch in Eigenleistung durchführen.

altes Kellerfenster mit Spinnweben Ⓒ NRoytman Photography, stock.adobe.com
Alte Kellerfenster sind oft undicht und bieten keinen Wärme- und Einbruchschutz. Ein Ausbau ist in diesem Fall sinnvoll und vielleicht einfacher als gedacht Ⓒ NRoytman Photography, stock.adobe.com
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Das richtige Kellerfenster

Vor dem Einbau sollten einige Überlegungen zum richtigen Fenster für den Keller getroffen werden. So stellt sich zum einen die Frage nach dem Rahmenmaterial, zum anderen spielen Verglasung und U-Wert eine Rolle. Moderne Fenster verfügen über Komponenten, die den Einbruchschutz verbessern, auch hier ist eine Entscheidung zur gewünschten Widerstandsklasse zu treffen. Ein weiterer Punkt ist die Funktionalität: Soll das Fenster lediglich eine Kippfunktion besitzen oder als Dreh-Kipp-Fenster komplett zu öffnen sein.

In Sachen Wärmeschutz wie auch in Bezug auf die Größe des Kellerfensters ist die Raumnutzung relevant. An Fenster in unbeheizten Kellerräumen werden andere Anforderungen gestellt als an beheizte Keller oder Wohnräume.

Bei Kellerfenster besonders auf den Einbruchschutz achten
Bei Kellerfenster besonders auf den Einbruchschutz achten

Kellerfenster einbauen – Schritt für Schritt

Der Fenstertausch besteht aus mehreren Schritten. So muss zuerst das vorhandene Fenster entfernt werden. Anschließend muss die Laibung auf den Neueinbau vorbereitet werden. Weichen die neuen Fenstermaße von den bisherigen ab, zum Beispiel beim Umbau des Kellers zum Wohnraum, muss die Öffnung vergrößert und eventuell ein neuer Sturz eingebaut werden. Im letzten Schritt erfolgt der Einbau des neuen Fensters.

  1. Altes Kellerfenster ausbauen
  2. Wie aufwendig der Ausbau des alten Fensters ist, hängt vom Rahmenmaterial ab. Einfache Kellerfenster mit Stahlrahmen und Einfachverglasung lassen sich leicht mit Hammer und Meißel aus dem Putz herausstemmen. Ist bereits ein moderneres Fenster verbaut, werden die Befestigungsschrauben gelöst und der gesamte Blendrahmen herausgestemmt. Dazu empfiehlt es sich, vorab den Fensterflügel zu entfernen.

    Hammer und Meißel Ⓒ Maxi_2015, stock.adobe.com
    Für den Ausbau einfacher Kellerfenster genügen häufig Hammer und Meißel. Der Rahmen wird mit diesen einfachen Werkzeugen aus der Wand gehebelt Ⓒ Maxi_2015, stock.adobe.com
  3. Fensteröffnung für den Einbau vorbereiten
  4. Nach dem Ausbau wird die Fensteröffnung und ein eventuell vorhandener Lichtschacht von Staub und Schmutz befreit. Je sauberer der Untergrund ist, umso besser haften Putz und Montageschaum. Ist die Laibung beschädigt, empfiehlt es sich, Löcher und Risse mit Mörtel zu verschließen. Aufwendiger ist dieser Arbeitsschritt, wenn die Fensteröffnung im Zuge des Neueinbaus vergrößert werden soll. Eine Vergrößerung nach unten lässt sich durch das Wegstemmen des Mauerwerks bewerkstelligen.

    Soll der Fenstersturz erhöht werden, muss der vorhandene Sturz ausgebaut und durch einen neuen in der gewünschten Höhe ersetzt werden. Da dies in die Statik des darüberliegenden Mauerwerks und sogar des gesamten Gebäudes eingreift, sollte bei einer derartigen Vergrößerung ein Statiker zu Rate gezogen werden.

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  5. Neues Kellerfenster einbauen
  6. Ist die Fensteröffnung vorbereitet, wird der Blendrahmen des neuen Fensters eingepasst. Dazu wird der Rahmen in die Öffnung eingesetzt, mit der Wasserwaage ausgerichtet und mit Montagekeilen fixiert. Bei diesem Schritt ist es wichtig, ausgesprochen sorgfältig zu arbeiten. Sitzt das Fenster nicht absolut korrekt, kann es später Probleme beim Öffnen und Schließen geben. Auch kann sich der Flügelrahmen verziehen und es kommt zu Undichtigkeiten in den Fugen.

  7. Fensterrahmen montieren
  8. Der fixierte Fensterrahmen wird nun mit den passenden Montagedübeln in der Laibung befestigt. Die Bohrungen im Rahmen sind in der Regel schon vorhanden, mit dem Steinbohrer wird durch diese Öffnungen ins Mauerwerk gebohrt. Anschließend werden Dübel und Schraube eingeschoben, mit dem Hammer in die Wand geschlagen und mit dem Akkuschrauber verschraubt.

    zum Abdichten Acrylfuge am Fensterrahmen ziehen Ⓒ schulzfoto, stock.adobe.com
    zum Abdichten Acrylfuge am Fensterrahmen ziehen Ⓒ schulzfoto, stock.adobe.com

    Die Fensterfuge ist entscheidend für die Dichtheit eines Fensters und eines guten Wärmeschutzes.

  9. Kellerfenster abdichten
  10. Das Fenster selbst ist zwar bereits dicht, allerdings muss auch noch der Spalt zwischen Mauerwerk und Blendrahmen verschlossen werden. Je nach Anforderung an die Dichtheit wird nun unterschiedlich vorgegangen. Im unbeheizten Keller kann die Fuge mit Montageschaum verschlossen werden. Wichtig dabei ist, dass keine Hohlräume und Lücken entstehen.

    Soll eine fachgerechte Abdichtung und Dämmung erfolgen, wird ein Dichtband, zum Beispiel in Form eines Kompressionsbandes eingelegt. Die Fenster-Montage nach RAL, die für die absolute Dichtheit sorgt, sollte durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden, denn jeder Fehler kann zu Wärmeverlusten führen.

    Qualitätsmerkmale bei der RAL-Fenstermontage
    Qualitätsmerkmale bei der RAL-Fenstermontage
  11. Fensterfuge verschließen
  12. Für eine tadellose Optik und zur Perfektionierung der Dichtheit wird die Fensterfuge entweder verputzt oder mit Kunststoffleisten abgedeckt. Die einfachste Variante, die Fuge zu verputzen besteht im Abziehen des Putzes mit einem Spachtel. Vorher sollte der Blendrahmen abgeklebt werden, um Verschmutzungen zu vermeiden und den späteren Reinigungsaufwand zu verringern.

    Ist der Putz getrocknet, kann der Bereich überstrichen werden, der Fenstereinbau ist abgeschlossen.

    Das Kompriband schmiegt sich an die Fugenränder
    Das Kompriband schmiegt sich an die Fugenränder

Was kosten neue Kellerfenster?

Wie beim klassischen Fenster hängt auch der Preis des Kellerfensters von verschiedenen Faktoren ab, nämlich Größe, Rahmenmaterial, Wärmedämmung, Widerstandsklasse und Öffnungsfunktionen. Ein einfaches Kunststofffenster mit den Maßen 100 x 60 cm, Zweifachverglasung, Drehkippfunktion und einem U-Wert von 1,0 W/m²K ist bereits ab ca. 150 Euro zu haben, hinzu kommen 25 bis 30 Euro an Einbaumaterial. Wird der Einbau durch einen Fachbetrieb vorgenommen, kommen nochmals 200 bis 400 Euro je nach Aufwand für den Ausbau und die Entsorgung hinzu.

Einbrecher im Keller © Rainer Fuhrmann, stock.adobe.com
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