Dachfenster austauschen

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Dachfenster austauschen: Das müssen Sie wissen

Hochwertige, gut gedämmte Dachflächenfenster reduzieren den Bedarf an Heizenergie im Dachgeschoss und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Räume im Sommer nicht so schnell überhitzen. Besonders wichtig sind hier ein fachgerechter Einbau sowie eine gute Dämmung des Daches. Denn nur dann entfaltet ein gut gedämmtes Fenster seine volle Wirkung.

Dachfenster Einbau © Velux Deutschland GmbH
Austausch Alt gegen Neu: Der Fensterblendrahmen eines Fensters der neuen Generation wird auf die bestehende Innenverkleidung aufgesetzt © Velux Deutschland GmbH

Checkliste – Wann müssen Dachfenster ausgetauscht werden?

Kaputtes Dachfenster © michaklootwijk, stock.adobe.com
Höchste Zeit für einen Austausch – Schäden am Rahmen des Dachfensters sorgen für Funktionsmängel hinsichtlich Wärmeschutz und Dichtigkeit © michaklootwijk, stock.adobe.com

Für den Dachfensteraustausch gelten ähnliche Regeln wie für andere Fenster auch. Ist der Fensterrahmen beschädigt oder verzogen, ist das Fenster nicht mehr dicht oder erfüllt es die hohen Anforderungen an den Wärmeschutz nicht mehr, sollte der Austausch in Erwägung gezogen werden. Neue Dachflächenfenster reduzieren Wärmeverluste und verhindern Feuchteschäden an der Dämmung oder der Bausubstanz. Folgende Erscheinungen können auf einen nötigen Austausch hinweisen:

  • Risse und Schäden am Rahmen, verrottete Rahmenteile bei Holzfenstern
  • Spalten zwischen den Rahmenbauteilen
  • Beschlagene Scheiben oder Scheibenzwischenräume
  • Poröse und fehlende Dichtungen (Erkennbar an Feuchtigkeit und Zugluft)

Ein Dachfenstertausch ist ebenfalls empfehlenswert, wenn das Dach energetisch saniert oder komplett erneuert wird. So entsteht eine bauphysikalisch perfekt aufeinander abgestimmte Dachfläche, die hohe Dämmwerte liefert.

Tipp: Die Lebensdauer eines Dachflächenfensters beträgt ca. 35 Jahre. Hat das Fenster dieses Alter erreicht, ist ein Austausch in vielen Fällen sinnvoll.

Dachflächenfenstertausch – die verschiedenen Möglichkeiten

Werden die Dachflächenfenster ausgetauscht, gibt es für den Einbau verschiedene Möglichkeiten. So kann zum einen ein reiner Fenstertausch erfolgen, die alte Innenverkleidung bleibt erhalten. Beim Einbau werden lediglich die Laibungen neu verkleidet und beschichtet. Um die Wohnqualität im Dachgeschoss zu verbessern, gibt es weitere Einbaumöglichkeiten:

  • Die Innenverkleidung wird beim Neueinbau gleich mitausgetauscht, durch angeschrägte Laibungsflächen wird der Lichteinfall bei gleicher Fenstergröße erhöht. Im gleichen Zuge wird rund um das Fenster neue Wärmedämmung eingebaut.
  • Beim Austausch alter Dachflächenfenster bietet es sich an, die Fenster gleich größer einbauen zu lassen, um mehr Licht und Luft in die Dachräume zu lassen.
Dachflächenfenster © contrawerkstatt, stock.adobe.com
Angeschrägte Laibungen sorgen für mehr Licht bei gleicher Fensterfläche © contrawerkstatt, stock.adobe.com

Die neuen Dachflächenfenster müssen auf die Dachkonstruktion wie Dachneigung, Dachaufbau und Dämmebenen abgestimmt sein, denn nur mit einem optimalen Anschluss an das vorhandene Dach kommen die Vorteile der neuen Fenster zum Tragen. Ideal ist eine Vor-Ort-Besichtigung durch den Fensterbaubetrieb, der anhand der baulichen Situation dann Empfehlungen für die passenden Fenster sowie die Einbaumaßnahmen aussprechen kann.

Einbau eines Dachfensters © Heiner Witthake, stock.adobe.com
Der fachgerechte Einbau der neuen Dachfenster ist besonders wichtig. Nur so erfüllt das neue Fenster die Vorgaben an Dichtigkeit und Wärmeschutz © Heiner Witthake, stock.adobe.com

Ist eine Baugenehmigung nötig?

Baugenehmigung © Marco2811, fotolia.com
Baugenehmigung © Marco2811, fotolia.com

Werden die Dachflächenfenster lediglich ausgetauscht, ist dafür grundsätzlich keine Baugenehmigung nötig, dies gilt in der Regel auch, wenn die Fenster vergrößert oder zusätzliche Dachflächenfenster eingebaut werden. Anders liegt der Fall, wenn es zu geometrischen Veränderungen an der Dachfläche kommt, zum Beispiel beim Einbau von Dachgauben, Dachbalkonen oder Dachterrassen. In jedem Fall empfiehlt es sich, beim zuständigen Bauamt nachzufragen, Bebauungspläne, oder baurechtliche Vorgaben – zum Beispiel zum Brandschutz – können eine Genehmigung erfordern.

Was kosten neue Dachfenster?

Die Kosten für neue Dachfenster sind von verschiedenen Aspekten abhängig. Zum einen variieren sie je nach gewähltem Fenster und Rahmenmaterial, ebenso relevant sind Einbausituation und die Frage, ob das Fensterbauunternehmen auch den Ausbau und die Entsorgung der alten Dachfenster übernimmt. Beispielhaft ist mit folgenden Kosten zu rechnen:

  • Ausbau und Entsorgung

    In vielen Fällen ist der Preis für den Ausbau und die Entsorgung bereits in den Kosten für die neuen Fenster enthalten. Als Extraposten werden für die Entsorgung pro Fenster ca. 30 Euro berechnet.

  • Die neuen Fenster

    Je nach Hersteller und Material variieren die Kosten für neue Fenster. Bauherrn müssen für ein Fenster mit Abmessungen von 80 x 120 cm mit einem Betrag zwischen 300 und 450 Euro rechnen

  • Der Einbau

    Durchschnittlich dauert der Einbau eines neuen Dachflächenfensters ca. 4 Stunden. Je nach Arbeitslohn des Fensterbauers (40 bis 65 Euro) fallen pro Fenster ungefähr 210 Euro an.

  • Die Dämmkosten

    Besonders beim Austausch von Dachflächenfenstern muss auf die fachgerecht eingebaute Wärmedämmung sowie die Dichtigkeit großen Wert gelegt werden. Pro Fenster fallen für Dämmung und Herstellung der Laibung ca. 150 Euro an.

Extrakosten entstehen durch Zusatzausstattungen wie geteilte Fenster, aufwändige Öffnungsvarianten (zum Beispiel Dachschiebefenster) Rollladen sowie Blend- und Sonnenschutz.

Tipp: Wie bei jeder Baumaßnahme ist auch beim Dachfensteraustauch das Einholen mehrere Angebote sinnvoll. Wichtig für den Vergleich sind vergleichbare Leistungsangebote, die richtige Wahl ist ein Betrieb mit gutem Ruf, der hochwertige Fenster in seinem Angebote enthalten hat.

Förderprogramme für neue Dachfenster

Fördermittel nutzen © tech-studio, stock.adobe.com
Fördermittel nutzen © tech-studio, stock.adobe.com

Durch die Beantragung von Fördermitteln bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) lässt sich die finanzielle Gesamtbelastung deutlich senken. Wichtig für eine Gewährung der finanziellen Unterstützung ist, dass die Baumaßnahme erst dann startet, wenn die Förderung bewilligt ist.

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