Fenstertausch FAQ

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Fenstertausch: Abtwoten zu häufigen Fragen

Ist ein Fenstertausch geplant, stellen sich dem Bauherrn im Vorfeld viele Fragen. Schnelle Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Fenstertausch sind im Folgenden kurz und leicht verständlich zusammengestellt.

Fenstereinbau © traveldia, stock.adobe.com
Fenstereinbau © traveldia, stock.adobe.com

Fenster austauschen oder sanieren – Was ist sinnvoller?

Alte Fenster, die optisch und funktional in gutem Zustand sind, müssen nicht zwangsläufig ausgetauscht werden. In diesem Fall kann eine Aufwertung, zum Beispiel durch zusätzliche Verglasungen, neue oder zusätzliche Dichtungen sowie der Austausch der Beschläge, die wirtschaftlichere Lösung sein. Auch bei Fenstern, die unter Denkmalschutz stehen, lohnt sich eine Sanierung, insbesondere dann, wenn es sich um seltene und gut erhaltene Elemente handelt. Fenster sollten immer dann ausgetauscht werden, wenn am Rahmen oder an der Verglasung deutliche, irreparable Schäden vorhanden sind und Wärmeschutz sowie Dichtigkeit nicht mehr gegeben sind.

Wann lohnt sich der Fenstertausch?

Wirtschaftlich und energetisch lohnenswert ist ein Fenstertausch in der Regel dann, wenn die Fenster vor 1995 eingebaut wurden. Bei diesen Fenstern liegt meist nur eine Einfachverglasung vor, Dichtungsebenen gibt es nicht. Die U-Werte alter Einfach-, Verbund- oder Kastenfenster liegen deutlich höher als die von Isolierglasfenstern. Durch neue Fenster mit einem guten U-Wert lassen sich effektiv Heizkosten einsparen. Bauherrn, die unsicher sind, ob ein Fenstertausch sich lohnt, sollten die Gebäudehülle von einem Energiefachberater bewerten lassen.

Alte Fenster © Fiedels, stock.adobe.com
Entsprechen die Fenster nicht mehr modernen Anforderungen an Funktion, Optik und Wärmeschutz wird es Zeit für einen Fenstertausch! © Fiedels, stock.adobe.com

Wie lange hält ein Fenster?

Durchschnittlich hält ein Fenster etwa 40 Jahre, bevor es deutliche Funktionsmängel zeigt und ausgetauscht werden sollte. Im Einzelnen wird für moderne Fenster in Abhängigkeit vom Material folgende Lebensdauer veranschlagt:

  • Kunststofffenster: 40 bis 50 Jahre
  • Holzfenster: 35 bis 40 Jahre
  • Alte Holzfenster: 15 bis 25 Jahre
  • Aluminiumfenster: 50 bis 60 Jahre

Die Lebensdauer hängt auch von Pflege und Wartung sowie den Witterungseinflüssen ab. Fenster zur Südseite sind einer höheren UV-Belastung, Nordfenster mehr Feuchtigkeit ausgesetzt.

Durch die fortschreitende Entwicklung im Bereich der Fenstertechnologie, immer höhere Anforderungen an den Wärmeschutz und steigende Energiekosten kann sich der Fenstertausch auch früher lohnen, wenn die Energieeffizienz maßgeblich erhöht werden kann.

Was muss man beim Fenstertausch im Altbau beachten?

Werden im Altbau Fenster ausgetauscht, muss vor der Bestellung ein exaktes Ausmaß der Fensteröffnungen erfolgen. Wird zeitgleich mit dem Fenstertausch eine energetische Sanierung der Gebäudehülle vorgenommen, müssen Dämmsystem und Fenster in U-Wert und Anschluss genau aufeinander abgestimmt sein. Nach dem Fenstertausch ist es wichtig, das Lüftungsverhalten anzupassen, da die neuen Fenster deutlich dichter sind. Wird zu wenig gelüftet, kommt es zu erhöhter Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen und im schlimmsten Fall zu Schimmelbildung.

Fenstereinbau © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Fenstertausch im Altbau © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Wie misst man Fenster richtig aus?

Beim Ausmaß der Fensteröffnungen bei einem Fenstertausch ist Genauigkeit das A und O. Wichtig ist, jede Öffnung sowohl in der Höhe als auch in der Breite an mehreren Stellen zu messen, maßgebend ist das kleinste Maß. Auch wenn Baupläne vorhanden sind, sollte jedes Fenster einzeln aufgemessen werden, denn häufig stimmen Zeichnung und Realität nicht überein. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, sollten die Fenstermaße in einer Skizze, bzw. in vorhandenen Plänen vermerkt werden, um den Überblick zu behalten, empfiehlt sich eine raumweise Nummerierung der Fenster. Bei der Fensterbestellung selbst müssen Montagefugen mit eingeplant werden. Welches Maß vom gemessenen Fenstermaß abgezogen werden muss, ist herstellerabhängig.

Fenster ausmessen © Ivan Kruk, stock.adobe.com
Damit die Maße für die neuen Fenster stimmen, ist sorgfältiges Messen erforderlich! © Ivan Kruk, stock.adobe.com

Welches Rahmenmaterial ist für den Fenstertausch das Beste?

Die Auswahl des Rahmenmaterials richtet sich nach Budget, gewünschter Optik und eventuellen Vorgaben durch den Denkmalschutz. Jedes Rahmenmaterial hat seine individuellen Eigenschaften und Vorzüge:

  • Kunststofffenster sind kostengünstig und bringen gute Dämmwerte mit. Das Rahmenmaterial ist langlebig, pflegeleicht und unempfindlich, allerdings kann es im Laufe der Zeit zu Verfärbungen oder zu Verziehungen kommen.
  • Holzfenster sind optisch ansprechend mit gutem Wärmeschutz. Allerdings müssen für eine lange Haltbarkeit regelmäßige Pflegeintervalle eingehalten werden.
  • Aluminiumfenster halten nahezu ewig und sind besonders stabil. Deshalb eignen sie sich auch für große Fensteröffnungen. Bei entsprechender thermischer Trennung im Rahmen verfügen sie über einen guten Wärmeschutz.
Fensterrahmen Materialvergleich: Holz, Aluminium und Kunststoff
Fensterrahmen Materialvergleich: Holz, Aluminium und Kunststoff

Wie viel Staub und Dreck entsteht beim Fenstertausch?

Der meiste Schmutz entsteht beim Ausbau der alten Fenster. Deshalb sollte bei der Wahl des Fensterbaubetriebs darauf geachtet werden, dass dieser einen staubarmen Ausbau anbietet und die entsprechenden Absaug- und Filtergeräte nutzt. Um das Staubaufkommen möglichst gering zu halten, ist es wichtig, den Bereich um die Fenster sorgfältig abzudecken und die jeweiligen Räume abzuschotten. Spezielle Matten schützen wertvolle Bodenbeläge.

Worauf sollte man beim Fensterkauf achten?

Beim Kauf neuer Fenster sollte auf einen guten U-Wert geachtet werden, der den Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung entspricht, bzw. diesen noch unterschreitet. Werden zusätzlich Anforderungen an den Schallschutz gestellt, müssen Fenster mit hoher Schallschutzklasse gewählt werden. Die Fenster selbst sollten eine gute Qualität aufweisen, dies belegen verschiedene Gütesiegel, zum Beispiel das RAL-Siegel oder eine Zertifizierung durch den TÜV Rheinland. Verpflichtend muss das Fenster eine CE-Kennzeichnung aufweisen. Beim Fensterkauf online oder im Ausland sollten die neuen Fenster nur von solchen Unternehmen gekauft werden, die auch den Einbau übernehmen.

Fenster: Qualität macht sich langfristig bezahlt
Achten Sie auf eine gute Qualität Ihrer neuen Fenster!

Was ist beim Fenstertausch an denkmalgeschützten Häusern zu beachten?

Bei denkmalgeschützten Häuser dürfen nicht ohne weiteres Fenster oder andere Bauteile ausgetauscht werden, auch bei einer Sanierung müssen Optik und Charakter des Gebäudes erhalten bleiben. Vor Beginn der Planung ist es wichtig, Rücksprache mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde zu halten. Alternativ zum Fenstertausch kommt hier bei besonders erhaltenswerten Fenstern auch eine Modernisierung in Frage, zum Beispiel durch den Einbau zusätzlicher Scheiben oder Dichtungsebenen.

Begutachtung der Fenster im Altbau © bluedesign, stock.adobe.com
Beim Fenstertausch im Denkmalschutz ist eine Rücksprache mit der Behörde unverzichtbar! © bluedesign, stock.adobe.com

Wie erkennt man einen guten Fensterbauer?

Seriöse Fensterbaufachbetriebe liefern im Vorfeld eine umfassende Beratung zu allen Fragen rund ums Fenster und beziehen den Kunden bei der Planung und Durchführung eng mit ein. Weiterhin erkennt man einen guten Fensterbauer an folgenden Merkmalen:

  • Der Betrieb übernimmt das Aufmaß der neuen Fenster.
  • Für die Fensterprofile werden Produkte namhafter deutscher Hersteller verwendet.
  • Der Betrieb kann Referenzen und/ oder eine eigene Fensterausstellung vorweisen.
  • Der Fensterfachbetrieb übernimmt Herstellung und Einbau der Fenster.
  • Der Betrieb ist Mitglied in einem Fachverband, zum Beispiel dem Verband Fenster + Fassade (VFF).
  • Der Betrieb nutzt moderne computergestützte Technologien für Planung und Produktion der Fenster.
  • Der Fensterbauer wirbt mit einer Fenstermontage nach RAL.
  • Das Angebot wird als Festpreisangebot geliefert.
  • Das Leistungsverzeichnis enthält alle anfallenden Arbeiten und Leistungen zu marktüblichen Preisen.
Tipp: Ist ein Angebot ausgesprochen günstig, ist das Risiko groß, dass minderwertige Fenster geliefert werden, auch die Qualität beim Einbau lässt meist zu wünschen übrig.

Was kostet der Fenstertausch?

Fenster Kosten © K. U. Häßler, stock.adobe.com
Fenster Kosten © K. U. Häßler, stock.adobe.com

Die Kosten für den Fenstertausch sind individuell und hängen von Anzahl, Größe und Art der Fenster sowie von Rahmenmaterial und Verglasung ab. Ein dreifachverglastes Wärmedämmfenster in der Größe 1,30 x 1,30 m kostet je nach Rahmenmaterial zwischen 500 und 780 Euro. Hinzu kommen die Kosten für Ausbau und Entsorgung der alten Fenster, Einbau der neuen Fenster sowie eventuell der Einbau neuer Fensterbänke. Was genau der Fenstertausch kostet, kann durch das Einholen von Angeboten bei renommierten Fensterbaufirmen erfahren werden.

Gibt es für den Fenstertausch Förderung vom Staat?

Fördermittel nutzen © tech-studio, stock.adobe.com
Fördermittel nutzen © tech-studio, stock.adobe.com

Als energetische Sanierungsmaßnahme ist der Fenstertausch in Bestandsbauten staatlich gefördert. Anlaufstelle ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). In verschiedenen Förderprogrammen werden die Investitionen in neue Fenster durch Zuschüsse oder zinsvergünstigte Kredite unterstützt. Um im Vorfeld abzuklären, ob sich der Fenstertausch lohnt und welche Sanierungsmaßnahmen für das Gebäude sinnvoll sind, kann über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Förderung für eine Energieberatung Vor-Ort beantragt werden.

Erst die Förderung beantragen und dann den Auftrag vergeben
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