Alte Fenster entsorgen

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Alte Fenster entsorgen – Ihre Möglichkeiten auf einen Blick

Seit den erheblichen Änderungen in der Energiesparverordnung (EnEV) im Jahr 2008 müssen immer mehr Eigenheimbesitzer ihre alten Fenster nach und nach gegen neue austauschen. So wird die Energieeffizienz dank der wesentlich besseren Wärmedämmeigenschaften verbessert, die Heizkosten im Winter sinken und im Sommer bleibt es innen angenehm kühl.

Mit dem Einbau neuer Fenster ist allerdings immer auch die Entsorgung der alten Exemplare verbunden. Je nachdem, um welche Art von Fenstern es sich handelt, müssen Sie bei der Entsorgung unterschiedlich vorgehen. Aber wie?

Alte Fenster © Fiedels, stock.adobe.com
Alte Fenster entsorgen © Fiedels, stock.adobe.com

Fensterentsorgung vom Fachmann

Wenn Sie Ihre alten Fenster entsorgen möchten, werden Sie wahrscheinlich neue brauchen und diese vom Fachmann einbauen lassen. Die meisten Fensterbauer übernehmen in dem Zug gegen eine Gebühr auch die Entsorgung Ihrer alten Fenster. Üblicherweise müssen Sie hier mit Kosten zwischen 15 und 40 Euro pro Fenster rechnen. Oftmals wird nach Größe der Fenster unterschieden. 2-flügelige Elemente sind teuer in der Entsorgung als 1-flügelige Elemente.

Sollten Sie eine größere Sanierung oder einen umfassenden Umbau planen und eine große Anzahl an alten Fenstern entsorgen müssen, kann es sich allerdings finanziell lohnen, die Entsorgung selbst in die Hand zu nehmen.

Alte Fenster © Gina Sanders, fotolia.com
Alte Fenster am besten durch den Fachmann entsorgen © Gina Sanders, fotolia.com

Fensterentsorgung in Eigenregie

Wie die selbstständige Fensterentsorgung vonstattengeht, hängt davon ab, für welche Entsorgungsmöglichkeit Sie sich entscheiden:

  • Einzelne Fenster können Sie in der Regel beim Recycling- oder Wertstoffhof abgeben. Dies kann kostenlos erfolgen, aber auch mit geringen Kosten verbunden sein. Gegebenfalls muss das Fenster in seine Einzelteile zerlegt werden, also alle Materialien getrennt werden. Tipp: Fragen Sie hier beim Recycling- oder Wertstoffhof nach bevor Sie das Fenster unnötigerweise zerlegen.
  • Für mehrere Fenster kommt beispielsweise ein Baustellen-Container in Frage, in dem Aluminium- und Kunststofffenster entsorgt werden können.
  • Wenn Sie Holzfenster entsorgen möchten, sollten Sie einen Altholz-Container bestellen. Achten Sie aber auch hier darauf, nur die Holzrahmen im Container zu entsorgen, die Verglasung also vorher herauszunehmen und zum Glascontainer zu bringen.
  • Alternativ können Sie auch eine Container für die kompletten Holzfenster, also in unzerlegtem Zustand bestellen. Das ist schon aus Gründen der Sicherheit zu empfehlen, da es beim Heraustrennen oder Herausschlagen der Scheiben zu Verletzungen kommen kann. Fragen Sie beim Containerdienst Ihrer Wahl nach.
  • Über Baustellen-Container und Altholz-Container hinaus gibt es spezielle Container für Kunststoff- und Alurahmen, Kunststoff-Aluminium-Rahmen und Holz-Aluminium-Verbundrahmen.
Info: Fenster zählen in der Regel nicht als normaler Sperrmüll. Als Sperrmüll gelten nur sogenannte „bewegliche Gegenstände“ wie Möbel und Matratzen, die nicht über den Hausmüll entsorgt werden können.
Container für die Entsorgung von Fenstern © Klick Klick, stock.adobe.com
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Was kostet die Entsorgung von alten Fenstern?

Folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick, mit welchen Kosten Sie bei der Entsorgung von alten Fenstern rechnen müssen:

Entsorgungsart Kosten
Fensterentsorgung durch den Fachmann 15-40 € pro Fenster
Fensterentsorgung auf dem Wertstoff- oder Recyclinghof 0-20 € pro Fenster
Containerkosten ca. 140-200 € pro Tonne
Kosten für die Miete und den Transport des Containers ca. 70-100 € pro Woche
Tipp: Wenn Sie selbst möglichst wenig Arbeit mit der Entsorgung Ihrer alten Fenster haben möchten, sollten Sie sich für die Fensterentsorgung durch den Fachmann entscheiden. Obwohl Sie die selbständige Entsorgung pro Tonne bei vielen Fenstern wahrscheinlich günstiger kommt, haben Sie hier einen erheblich größeren Arbeitsaufwand.

Was passiert mit den entsorgten Fenstern?

Vielleicht fragen Sie sich, was mit alten Fenstern geschieht? Auch darauf finden Sie hier eine Antwort: Soweit möglich, gehen alle weggeworfenen Fenster den Weg des geschlossenen Wertstoffkreislaufes. Das heißt, dass sämtliche wiederverwertbaren Bauteile eines Fensters aufbereitet und wiederverwendet werden. Doch wie sieht das im Einzelnen aus?

Kunststofffenster werden recycelt

Für Kunststofffensterrahmen und PVC-Fensterrahmen gibt es üblicherweise ein Rücknahmesystem der Hersteller, die sich um die Wiederverwertung kümmern. Häufig entsteht aus den alten Rahmen ein Kunststoffgranulat, das dann für neue Produkte verwendet werden kann.

Holzfenster als Brennholz

Alte Holzfenster-Rahmen werden meist als Brennholz in Holzkraftwerken eingesetzt. Altholz wird übrigens in insgesamt vier Kategorien mit unterschiedlichen Entsorgungsempfehlungen eingeteilt. Naturbelassenes oder mechanisch bearbeitetes Altholz, das keine Verunreinigungen aufweist, wird beispielsweise statt einer thermischen Verwertung in Holzkraftwerken stofflich verwertet, also beispielsweise für die Fertigung von Spanplatten genutzt.

Metallfenster und Fensterbeschläge

Alle Metallteile und Fensterbeschläge von Altfenstern werden nach einer gründlichen Reinigung eingeschmolzen und für die Herstellung neuer Produkte verwendet.

Wenn Sie Ihre Fenster selbst entsorgen, können Sie mit der Abgabe von Aluminium sogar Geld verdienen. Für eine Tonne gibt es ca. 700 Euro – dafür müssten Sie allerdings ganz schön viele Fenster auseinandernehmen.

Was passiert mit der Verglasung?

Die Fensterverglasungen werden über Glascontainer entsorgt und wiederverwertet. Unterschieden wird hier zwischen Floatscherben und Flachglasscherben. Floatscherben können dem Schmelzprozess ohne Aufbereitung zugeführt werden, Flachglasscherben erst danach.

Wie das Altglas wiederverwendet wird, kommt ganz darauf an: Von Gussglas über Behälterglas bis hin zu Schmirgelpapier und Dämmwolle gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten.

Die Entsorgung alter Fenster will gut geplant sein

Bevor Sie sich für eine Entsorgungsmöglichkeit entscheiden, verschaffen Sie sich am besten einen möglichst detaillierten Überblick über die Anzahl und Beschaffenheit Ihrer Fenster. Bei vielen Fenstern, die zunächst ausgebaut, in ihre Einzelteile zerlegt und dann entsorgt werden müssen, sparen Sie mit dem Fachmann viel Zeit und Nerven.

Leidenschaftliche Heimwerker mit genügend Zeit und der Ambition, ein wenig Geld zu sparen, sind aber gut damit beraten, sich selbst ans Werk zu machen.

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