Fördermittel für mehr Einbruchschutz

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Sanieren lohnt, auch um sich vor Einbrechern zu schützen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland war 2015 mit 167 136 noch nie so hoch (2014 waren es noch 152 123). Die Statistik für das vergangene Jahr wird nach Schätzung der Fachleute nicht besser ausfallen. Höchste Zeit, Wohnung oder Haus besser zu sichern. Die Täter verschaffen sich vor allem über Fenster, Fenstertüren oder Wohnungstüren Einlass. Der entstandene Schaden allein 2015: Über 440 Millionen Mark. Dabei kann jeder, der sein Haus oder seine Wohnung entsprechend saniert, vorbeugen und dafür Geld vom Staat bekommen.

Fenster Einbruch © photographee.eu, fotolia.com
Fenster Einbruch © photographee.eu, fotolia.com

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Einbruchsschutz an Wohngebäuden von 200 bis zu 1 500 Euro. Wer zudem sein Haus oder seine Wohnung barrierefrei ausbauen will, kann bis maximal 6 250 Euro erhalten (je nach Höhe der Investitionskosten). Dabei liegt der Mindestinvestitionsbetrag für die Summe aller Maßnahmen bei 2000 Euro. Förderungsfähig sind dabei Materialkosten, als auch Handwerkerleistungen. Ein Investitionsprogramm, dass im vergangenen Jahr restlos aufgebraucht war. Aus diesem Grund sollten Haus- oder Wohnungsbesitzer sich umgehend bei ihrer Bank oder direkt bei der KfW über die möglichen Zuschüsse und Kredite informieren. Ein möglicher Zuschuss muss vor Beginn der Baumaßnahmen bei der KfW gestellt werden. Die Förderbedingungen können unter diesem Link eingesehen werden:

Oft ist es für die Einbrecher sehr leicht, mit einfachen Werkzeugen Fenster-, Terrassen- oder Balkontüre aufzuhebeln und sich Zutritt in die Wohnungen zu verschaffen. Übliche Fenster- und Türkonstruktionen bieten allerdings keinen Schutz vor Einbrechern. Wie wichtig eine Sanierung sein kann, zeigt, dass nach Angaben der Polizei mehr als ein Drittel aller Einbrüche bei gut gesicherten Türen und Fenster scheitern. Wie entsprechende Sicherungsmaßnamen aussehen können, erklärt die Kriminalpolizei unter anderem in ihren Beratungsstellen, die unter der Internetadresse www.polizei-beratung.de zu erfahren sind.

Welche Maßnahmen können helfen, um Einbrechern die rote Karte zu zeigen?

  • Bei Türen sollten Türblatt, Zargen und sowie die Verglasung verstärkt sein. Ein Sperrgürtel an der Innenseite der Tür ist eine zusätzliche Barriere.
  • Ein weiterer Bestandteil dieser Vorbeugemaßnahmen sind einbruchshemmende Türschlösser mit Schutzbeschlägen und Schließzylindern.
  • Gefördert werden auch neue Fenster und Türen, die den Einbruchsschutz erhöhen.
  • Vorsicht bei Brandschutztüren, die von der Garage in die Wohnung führen: Hier dürfen nachträglich so gut wie keine Veränderungen vorgenommen werden, auch wenn es für eine Einbruchsvorbeugung sinnvoll wäre.
Infografik Wohnungseinbruch Deutschland © Polizeiliche Kriminalprävention
Infografik Wohnungseinbruch Deutschland © Polizeiliche Kriminalprävention
Hinweis: Weitere Tipps gibt es auch unter www.k-einbruch.de

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